Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Kleriker friedlicher Gottheiten

<< < (10/11) > >>

Arldwulf:

--- Zitat von: Tudor the Deadish am 16.07.2009 | 12:49 ---@Arldwulf:
...

Was mich halt "stört", ist der Anstieg der TP ohne jegliche Kampferfahrung. Wobei ich mittlerweile dazu tendiere, bei fehlender Kampferfahrung für jede Stufe den Zugewinn auf 1 TP zu beschränken. Allerdings fällt dann jeder KO-Bonus extrem ins Gewicht. Naja, ein solcher Archivar hat in meinen Augen vermutlich eh eine eher geringe KO.

Wohlgemerkt spreche ich über einen Klischee-Gelehrten, also ohne körperliche Ertüchtigung.

--- Ende Zitat ---

Ich denke auch hier ist es halt ein sinnvoller Ansatzpunkt über die konkrete Ausbildung derartiger Magier nachzudenken. Je weniger diese als reines Bücherstudieren sondern als praktisches Anwenden, als fortwährendes Forschen mit gefährlichen Dingen verstanden wird umso mehr macht es auch Sinn das ein erfahrener Magier unabhängig von seiner "Kampferfahrung" mehr aushält als ein unerfahrener.

Das kann darüber funktionieren das die Rituale und Zauber die ein solcher Magier wirkt hohe Anforderungen an Körper und Geist haben um sie zu meistern und mehr als nur das Aufsagen der richtigen Worte ist. Aber auch durch direktes Training. Derartige Dinge werden durchaus in D&D Romanen behandelt, in denen die Magier bei ihrer Ausbildung halt nicht nur herumsitzen und lesen. Gleichzeitig sind Trefferpunkte ja nicht wirklich Lebenskraft, sondern stellen eine abstrakte Summierung verschiedener Faktoren dar die aussagen wie lange jemand einen Kampf durchhalten kann. Darin kann durchaus auch einfliessen: "Mit Schwertstreichen war der Erzmagus kaum zu verletzen, die Klingen liessen beständig Schutzzauber seiner Robe vergehen doch selbst für einen geringeren Gegner tödliche Hiebe steckte der Magier ein"

Das ganze ist aber ja auch nicht nur eine Frage nach "wie erkläre ich die 100 TP beim Magier". Trefferpunkte sind wie gesagt ohnehin abstrakt. Viel wichtiger ist doch: Wie kann ich Spielern vermitteln das auch die Dinge ausserhalb des Kampfes ihre Charaktere weiterbringen? Ein Magier dem man XP dafür verleiht das er ein schwieriges Ritual gemeistert oder ein verschlüsseltes Zauberbuch enträtselt hat wird diese anders betrachten als wären es Erfahrungspunkte für Goblin X und Ork Y. Weil man konkret auf den Rollenspielhintergrund seiner Klasse eingegangen ist.

Und je besser man die Aufstiege dieses Charakters mit diesem Hintergrund verbindet umso leichter fällt es einem Spieler sich dort herein zu versetzen.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Arldwulf am 16.07.2009 | 13:35 ---Das kann darüber funktionieren das die Rituale und Zauber die ein solcher Magier wirkt hohe Anforderungen an Körper und Geist haben um sie zu meistern und mehr als nur das Aufsagen der richtigen Worte ist. Aber auch durch direktes Training.
--- Ende Zitat ---


Der Punkt gefällt mir.


--- Zitat von: Arldwulf am 16.07.2009 | 13:35 ---Gleichzeitig sind Trefferpunkte ja nicht wirklich Lebenskraft, sondern stellen eine abstrakte Summierung verschiedener Faktoren dar die aussagen wie lange jemand einen Kampf durchhalten kann.

--- Ende Zitat ---

Das wird oft postuliert, ist aber erfahrungsgemäß (meine Erfahrung) in der Mechanik des Spiels nicht so.

Arldwulf:
Im Prinzip ist es schon so. So nehmen zum Beispiel die Körperlichen Fähigkeiten in D&D 3.5 mit dem Alter durchaus ab, obwohl sich gleichzeitig die Trefferpunkte erhöht haben können. Die Tatsache das ein Drache dir ins Bein gebissen hat führt nicht dazu das dein Bein weniger Belastungen aushält als zuvor, sondern (da du den Dracnen besiegt hast) im Gegenteil dazu das du derartige Treffer nun leichter wegstecken kannst.

Auch in den Regelwerken selbst werden Trefferpunkte meines Wissens (aber auch dies ist nat. stark Editionsabhängig) eher als eine Sammlung verschiedener Faktoren dargestellt. Beim erfahrenem Kämpfer mit den vielen Narben und gebrochenen Stellen ist es halt nicht die Tatsache das sein Körper so gut in Schuss wäre die ihn länger standhalten lässt. Es ist seine Erfahrung, die ihn Treffer welche andere töten würden einstecken lässt.

Tudor the Traveller:
Es gibt Schadensarten, bei denen es arg fragwürdig ist, dass einige Klassen relativ gesehen mehr zu schaden kommen, als andere. Z.B. Fallschaden oder Energieschaden. Da kann man vielleicht noch mit Schmerztoleranz argumentieren, aber das würde Schmerztoleranz direkt in Zusammenhang mit dem TW der Klasse bringen. Also Krieger ertragen mehr Schmerz als andere... halte ich für fragwürdig.

Arldwulf:
Das sicherlich nicht. Aber sie haben vielleicht bessere Möglichkeiten und mehr Übung darin einen Fall abzufangen. Wie gesagt - bis zu einem gewissem Grad kann man das alles begründen.

Darum ging es mir aber gar nicht, sondern eher darum zu sagen: Für jede Klasse kann die Begründung anders aussehen. Und wenn man von diesem Grundsatz ausgeht braucht ein Magier als Begründung für seine Trefferpunkte auch nicht mehr das gleiche "Training" wie ein Krieger. (oder Krieger 1 auch nicht die gleiche wie Krieger 2). Ganz gleich mit welcher Art von Training/Kampferfahrung oder sonstwas man die erhöhten TP bei diesem dann assoziiert.

Das funktioniert natürlich nur wenn man ganz allgemein für die anderen Klassen alternativen schafft mit denen ein solcher Fortschritt erklärbar ist, und an der Stelle ist man sicher wieder bei der Frage inwieweit der Stufenaufstieg von Kampf und Co. abhängen sollte, oder allgemeinere Definitionen einer "Herausforderung" nutzen sollte.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln