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Avatar (nicht der "Last Airbender")
Vash the stampede:
Habe ihn gesehen. Nur nicht in 3D. Anscheinend gab/gibt es ja enorme technische Probleme. Montag tue ich mir den Film noch mal an. Hoffentlich dann in 3D.
Ansonsten ist es ein etwas über dem Durchschnitt liegender Action-Liebes-Öko-SciFi-Film mit einer hervorsehbaren Geschichte, längen zum Ende hin und einem gut gemachtem Finale.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Interessant finde ich, das Cameron das Finale Aliens genommen hat und nur die Protagonisten und Antagonisten getauscht hat. Ich meine damit die Kampfkonstellation Roboter vs. Alien inklusive die Atemluftproblematik und der Tatsache, dass in beiden Filmen Figuren mit eingeschränkter Lauffähigkeit (Bishop -> keine Beine mehr; Sully -> Querschnittsgelähmt). ;)
Und allgemein hat der Film mehrfach an Aliens erinnert. Auch musikalisch.
Timberwere:
Wir waren gestern abend drin, und ich fand den Film durchaus nett und ansehnlich. Vash trifft es mit "Action-Liebes-Öko-SciFi-Film" schon sehr gut, ich hatte während des Schauens irgendwie "Der mit dem Wolf tanzt in Space" im Kopf.
Natürlich war der Handlungsbogen (bis auf eine kleine angenehme Ausnahme*) absolut und komplett vorhersehbar, aber das machte nichts. Wie die Story grob ablaufen würde, das wusste man schon von den ersten groben Kurzbeschreibungen, aber das "wie-haben-sie-es-umgesetzt" blieb trotzdem interessant für mich. Die Zeit bis zum Einsetzen des großen Finales empfand ich gar nicht als zu lang/langgezogen/langweilig, sondern eigentlich völlig in Ordnung.
Klar, die Botschaft war ziemlich dick aufgetragen öko. Aber das hat mich irgendwie gar nicht gestört, das hatte ich ja auch so ziemlich erwartet.
Der Kitschfaktor hielt sich in Grenzen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)nur die Liebesszene war mir ein wenig zu pastellig-durchleuchtet-weichgezeichnet irgendwiebis auf das wirklich garstige Geträller zu Beginn des Abspanns. Brrrr, da haben sich die Produzenten keinen Gefallen getan, denn der übrige Score von James Horner ist passend und nett.
Fußnoten-* von oben
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Dass Jakes Bewusstsein am Ende permanent in seinen Avatar-Körper hinüberwechseln würde, war ab dem Moment klar, als sie dasselbe mit Grace versuchten, aber diese an ihren Verletzungen starb.
Allerdings war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es eine ziemlich dramatische Rettungsaktion geben würde, sprich Jake halbtot, entweder von Schüssen getroffen oder am Rande des Erstickungstodes oder sowas, und dass sie ihn eben in allerletzter Sekunde in seinen Avatar hinüberretten würden.
Dass das eben nicht so passierte, sondern er den Kampf - natürlich nach entsprechend dramatischem Moment - dann doch vergleichsweise unbeschadet überstand und dann das Körperwechsel-Ritual im Vollbesitz seiner Kräfte einging, nachdem er vorher noch sein letztes Video-Log gesprochen hatte, empfand ich als angenehme kleine Überraschung.
Visuell war der Film ziemlich überwältigend. Es war das erste Mal, dass ich etwas in 3D gesehen habe, und ich wusste vorher nicht so recht, was ich erwarten sollte. Am ehesten vergleichen lässt es sich für mich mit diesen räumlichen Bildern wie diesem hier vergleichen, die in den 90ern so in waren und wo ja auch Dinge räumlich hervortreten, wenn man eine Weile auf bestimmte Weise hinschaut.
So anstrengen und "auf diese ganz spezielle Weise hinsehen" muss man sich im Kino natürlich nicht, sondern das passierrt mit der Spezialbrille ganz von alleine, aber der Effekt war für mich irgendwie ähnlich.
Die Gesichter der Charaktere viel plastischer. Regentropfen, Dschungelpflanzen etc. die aus der Leinwand in den Raum hervorzutreten scheinen. Dabei aber nicht zu übertrieben, sondern auf ideale Weise in den Film und die Handlung integriert.
Also der große Endkampf wirkte nicht überladen, sondern das 3D fügte sich ganz natürlich ein.
Ich muss jetzt wahrlich nicht jeden Film in 3D sehen, aber bei diesem hier - hossa.
Überhaupt waren die Bilder wunderschön. Der Planet, sorry, Mond, Pandora, war fremd und doch zugleich irgendwie vertraut. Die Tiere des Planeten hatten alle eindeutige irdische Vorbilder, waren aber verfremdet genug, um glaubwürdig außerirdisch zu wirken. Die Alienrasse der Na'vi natürlich klar an indianisch-/afrikanischen Stammesvölkern orientiert, aber trotzdem durchaus eigenständig.
Apropos Na'vi: die Integration der per Motion-Capturing generierten Na'vi in den Film, ihre Interaktion mit menschlichen Darstellern, wirkte absolut natürlich und glaubhaft. Ebenso waren die CGI-Hintergründe der Landschaft und des Planeten, aber auch der menschlichen Technik (Flugzeuge, Mechs), einfach perfekt fotorealistisch.
Noch nie war die Suspension of Disbelief so einfach.
Gaming Cat:
--- Zitat von: Timberwere am 17.12.2009 | 13:54 ---[...] ich hatte während des Schauens irgendwie "Der mit dem Wolf tanzt in Space" im Kopf.
--- Ende Zitat ---
Stimmt! Aber irgendwie unterhaltsamer und allemal glaubhafter.... >;D
Im Übrigen: So alternativ-"öko" fand ich das alles nicht, da sich Cameron den erhobenen Zeigefinger zugunsten ausdrucksstarker Bilder gespart hat.
Insgesamt einfach nur WOW! :o
Drantos:
--- Zitat von: Master Bam am 22.12.2009 | 12:04 ---Insgesamt einfach nur WOW! :o
--- Ende Zitat ---
Kann ich unterschreiben. War in der 3D Version.
cu Drantos
Falcon:
komme gerade aus dem Kino.
Mir hat er gut gefallen. Zum Plot lässt sich wirklich nichts sagen, unendlich kitschig (Eso-Kitsch trifft es sehr gut) und sehr unglaubwürdige Gegenspieler und es ist eine 1:1 Kopie von Pocahontas, da wäre natürlich hundertmal mehr drin gewesen aber trotz Überlänge und nur wenigen Ereignissen wirkt er nicht langweilig und das liegt an der kunterbunten Welt und den hervorragenden Animationen. Da gibts wirklich mal was zu gucken. Zumindest schafft es der Film sich nicht vollkommen in den Effekten zu verlieren und die Charaktere bleiben halbwegs im Fokus, was ja das Wichtigste ist, ansonsten wäre es der komplette Absturz wie 2012 gut beweist.
Auffällig ist, das kein einziges Viech auf dem Mond ein Fell zu besitzen scheint, könnte das wohl an der Produktion der Animationen liegen, das war ja GAR nicht auffällig ;) ?
Für revolutionär halte ich die Motion-Capturing Technik nicht, Cameron hat da keinen Quantensprung gemacht, das gabs alles schon beim Gollum in Mittelerde.
Aber die Auflösung der Animationen ist grandios. Man akzeptiert die blauen Viecher wirklich als Schauspieler und kann manchmal nicht sehen, ob sie echte Puppen sind oder vollanimiert (es ist natürlich immer letzteres). Das alles drumherum wie die Spielzeugwelt aus Small Soldiers wirkt schmälert das natürlich etwas.
Auf jeden Fall sehenswert, auch wenn ich mir die ganze Zeit gewünscht habe, daß die Menschen gewinnen ;), denn auf die Tränendrüse drücken klappt bei mir nicht.
Ich freue mich jetzt schon auf die ganzen kommenden Comuterspiele, nachdem ich jetzt das Intro gesehen habe. Blaue Viecher in coolen Mechs umschiessen, Yeah.
Ein paar Worte zu 3D, denn wir haben es mit Brille gesehen und ich das erste mal überhaupt. Mein einziger Kontakt mit 3D waren Bilderbücher vor 20Jahren ;)
Das ist also die Krone der Digitalschöpfung.
Es war unendlich Scheisse und hat den Filmgenuß DEUTLICH geschmälert. Die dicken Hornbrillen schränken das Sichtfeld ein wie ein Ubootperiskop, zumal passen sie nicht auf meine Nase, musste sie die ganze Zeit hochhalten. Die wellige Plastikfolie verzerrt die ganze Perspektive und spiegelt das Licht von HINTEN. Bei JEDER Bewegung wird der Hintergrund der Szenerie unscharf. Man kann sich nicht aussuchen wo man hinguckt, wenn man etwas scharf sehen will, weil der 3D Fokus immer vorgibt wo man hinzuglotzen hat.
Es sieht nichtmal ansatzweise wie echtes 3D aus, es zerstört eher den Suspension of Disbelief wenn ich abkaufen soll, daß die Welt aus 3 hintereinander versetzen 2D Ebenen besteht, wie Fotos, die man hintereinander hält. Da kann ich mir auch meine alten 3D Dinosaurierbilder angucken, wenn die Technik da nicht weiter ist.
Das allerschlimmste ist aber: Diese Brille schluckt ungefähr die Hälfte des Lichtes, es ist unglaublich anstrengend hinzuschauen, so als würde man ein Buch im halb dunklen Raum lesen. Meine Augen brennen jetzt noch.
Zumal man nach 10Minuten NICHTS mehr von den Effekten wahrnimmt, wenn man sich nicht selber regelmäßig daran erinnert, was einen natürlich vollkommen aus dem Film zieht.
Darauf kann ich wirklich verzichten. Auf die Art sehe ich dafür keine Zukunft in Deutschland. Ich schaue dann mal wieder in 20Jahren bei 3D vorbei, vielleicht hat sich dann ja was getan.
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