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Trickserkarten als Belohnung auf Cons?
SeelenJägerTee:
--- Zitat von: friedensbringer am 24.09.2009 | 16:26 ---Ich benutze sie seit Neuestem, habe auch in meinem Blog darüber berichtet.
Da ich sehr viel auf Cons leite, finde ich den Gedanken spannend und interessant endlich auch mal Spieler belohnen zu können, die wahrscheinlich nie wieder das gleiche Spiel bei mir spielen werden. Auf der anderen Seite finde ich die Effekte der Karten nicht heftig genug, um Eigenproduktion zu rechtfertigen. Wer so bescheißen will, meinetwegen. Wers nötig hat... Solche Leute drehen auch Würfel, und da kann ich auch nix gegen machen.
--- Ende Zitat ---
(Hervorhebung von mir)
Nicht heftig genug? Kommt ja mal ganz aufs System an.
Wenn du bei WH40K DH einen beliebigen Würfel auf eine Beliebige Zahl drehen kannst IST das heftig.
W100 simuliert mit 2w10 - da wird aus einer 90/9 schnell eine 00/9
und da Waffen mit Automatikfeuer für jeweils 10 oder 20 (Voll oder Halbauto) die du den Trefferwert unterbieten kannst einen zusätzlichen Treffer landen, kannst du deinen Schaden durch diese Karte extremst vervielfachen.
(Aus Ladehemmung (oder nach Waffenqualität nur vorbei geschossen) werden multiple Treffer.)
Friedensbringer:
Wenn in einem bestimmten System eine bestimmte Karte zu heftig ist - dann lass ich sie halt nicht zu. Im Schnitt sind die Effekte überschaubar. Und einmalig aus einem schlechten Wurf einen Guten zu machen find ich jetzt auch nicht so überheftig. Danach ist die Karte ja weg.
Asdrubael:
Ich würde dann als SL vielleicht auch nur den Einsatz von 5 solcher Karten in einer Spielrunde akzeptieren.
nicht dass man sich mit den Dingern zu sehr in den Vordergrund spielt
Chief Sgt. Bradley:
Auf Cons ne klasse Sache :d
Werde ich definitiv ausprobieren ;D
Das Geheimnis in der eigenen Gruppe ist, denke ich, so eine Karte nur dann auszugeben, wenn der Spieler echt was großes geleistet hat. Sei es im Rollenspiel eine oscarreife Darbietung oder eine Entscheidung a la "superschlecht für mich - gut für das Universum"
fuenkchen:
So haben es die Trickserkarten also auch ins Tanelorn geschafft. :)
Auf meinem Mist sind die Karten gewachsen und ich möchte nun mal meine Erfahrungen, die sich in über einem Jahr des Gebrauchs dieser Karten angesammelt haben, mitteilen.
Die Karten sind ein bekanntes Belohnungsmittel auf der Rostocker Siebentürme-Convention, die jedes Jahr im Juli stattfindet, geworden. Dort wurden sie dieses Jahr mit ins Spielleiterpaket getan. Dennoch setzt auch dort nicht jeder SL diese Karten ein. Für viele ist das nichts, aber es ist vorallem auf der Convention nicht selten, dass man die Karten anderer Spielleiter in der eigenen Runde vorgelegt bekommt. Auch in meiner wöchendlichen Runde habe ich Spieler, die Trickserkarten von anderen Spielleitern bei mir einsetzen. Das liegt vorallem an der Vernetzung der Rostocker Rollenspieler. Jeder kennt sich und man spielt viel untereinander und selten in absolut abgeschiedenen Runden.
Auch ich halte das Bescheißen-Risiko für sehr gering. Denn wem nützt sowas? Dann kann ich auch zuhause einen hochleveligen Charakter mit 1000 Ausrüstungsgegenständen basteln und behaupten, der sei ehrlich erspielt.
Die Unterschrift auf der Rückseite ist eine kleine Hürde beim Versuch zu bescheißen, aber sie hat sich mehr zum Sammlerobjekt entwickelt. Ich freue mich jedenfalls über jede neue Unterschrift in meinem Trickserkartenstapel, wenn "fremde" Karten zurückkommen.
Da ich selbst viele kleine Systeme oder OneShots leite, komme ich vorallem hier zum Austeilen der Karten. Momentan spielen wir Buffy und die dortigen Dramapunkte sorgen dafür, dass meine Spieler z.Z. kein großes Bedürfnis haben, ihre Trickserkarten für bestimmte Aktionen aufzuwenden. Auch ich belohne sie in Buffy eher mit Dramapunkten denn Trickserkarten.
In einer Cthulhu-Rising-Runde gab es dagegen eine viel größere Trickserkarten-Fluktuation.
Ich kann jedem, der als SL Interesse an den Trickserkarten hat, nur empfehlen, die vorgeschlagene Gebrauchsanweisung an seine eigenen Spielstil anzupassen und eben nur die Karten auszugeben und zuzulassen, bei denen man selbst ein gutes Gefühl hat.
Edit: Ich bin vielleicht voreingenommen, aber ich kann behaupten, bisher hat keine vorgelegte Trickserkarten das Spielgeschehen negativ beeinflusst. Die Spieler sind eher recht geizig mit dem Einsatz der Karten und entwickeln mit der Zeit ein Gespür für den passenden Einsatz.
Silke
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