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[Lady Blackbird] Deutsche Übersetzung
ragnar:
Sieht eigentlich sehr cool aus, aber wo ist das Abenteuer? Man hat zwar einen Anfang und ein Set-up zu einer Seifenoper, aber mir fehlt für ein Abenteuer doch noch deutlich Struktur (z.B. eine Endbedingung). Das Spiel ist zuende sobald der SL auf die idee kommt zu fragen ob die SC am Ziel angekommen sein sollen, oder übersehe ich da was was!?
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Und: Ich weiß ja wie man sie entfernen kann, aber welchen Einfluss haben Conditions?!
Steffen:
Danke für euer Interesse!
Auch wenn ich das Spiel nicht geschrieben habe, hoffe ich, dass ich die meisten der Fragen beantworten kann.
Reicht das Dokument zum Spielen?
Es gibt keine anderen Regeln oder Infomaterial. Ob es zum Spielen reicht, hängt wohl von der Gruppe ab. Die Gruppe sollte aufgeschlossen sein für diese Art von Rollenspiel und am Besten bereits etwas Erfahrung mit ähnlichen Spielen haben. Dies ist aber nicht unbedingt nötig.
Wo ist das Abenteuer?
Die Antwort hierzu überdeckt sich ein wenig mit der letzten Antwort. Bei typischen "Story-Games" wird die Handlung von den Spielern vorangetrieben. Es gibt keine Endbedingungen oder eine Art Script, dem der Spielleiter folgen kann. Aufgabe des Spielleiters ist es vielmehr, genau hinzuhören und den Spielern Fragen zu stellen, um kreative Hindernisse in den Spielverlauf einzubauen.
Welchen Einfluss haben die Zustände?
Der Spielleiter kann es Spielern, die in einem Zustand sind, schwerer machen, entsprechende Hindernisse zu überwinden. "Cyrus, du möchtest die Soldaten an der Nase herum führen? Das ist schwer (4), aber da du WÜTEND bist, ist es für dich extrem schwer (5)" Außerdem geben Zustände den Spielern Ideen dafür, was sie demnächst machen konnen. "Ich werde GEJAGT? Besser, ich handle mit denen einen Deal aus, oder ich führe sie zumindest auf eine falsche Fährte."
ragnar:
Ich muss zugeben, diese Art des Spielens wäre für mich zutiefst unbefriedigend. Speziell in der Rolle des SL würde ich mir vorkommen als würde ich die Spieler mit einer Karotte vor der Nase (und Stöckchen zwischen die Beine werfend) nach nirgendwo fürhren. Brr.
Aber das soll eure Arbeit (und auch die des ursprünglichen Autors) daran natürlich nicht schmälern. Danke für die ausführliche Antwort!
Milkymalk:
Ich komme gerade eben von unserem Spielnachmittag, bei dem ich das Spiel geleitet habe (noch auf Englisch). Die Gruppe spielt sonst eher D&D oder DSA, fand aber gerade durch das offene Spiel sehr schnell in die Welt hinein. Besonders das "Würfelspiel" wird durch das System vermieden, man verhält sich auch eher mal cineastisch, weil eben nicht alles gewürfelt werden muß.
Wir haben noch nie Steampunk gespielt (4 von 5 Spielern wußten nicht einmal, was das ist), aber sogar der Sci-Fi-Hasserin der Runde hat es Spaß gemacht. Als Spielleiter ist es aber eine gute Idee, sich ausgiebig Gedanken zu machen, was in dem Szenario alles passieren kann und wie die einzelnen, tendenziell besuchten Örtlichkeiten aussehen, einfach um mehr ausschmücken zu können. Wieder ein Vorteil des offenen Systems und nicht vorhandenen Handlungsablaufs: Man kann nichts Falsches erzählen! Man sollte aber bereit sein, viel zu improvisieren und sich einige Gedankenbilder zurechtgelegt haben.
Vor allem ist es nett für eine Pause von anderen Spielen. Wir haben heute erst das System erklärt und die Charaktere ausgeteilt, und sind in ca. 3 Stunden durch das Szenario gekommen. Natürlich kann man das noch weiter ausdehnen, wenn man möchte.
Wichtig ist, wie immer bei solchen vorgefertigten Charakteren, daß man sie den richtigen Leuten zuteilt. Der Captain und die Lady sollten auf jeden Fall von aktiveren Spielern übernommen werden. Kale und Bishop können ruhig reaktiver sein, und Snargle ist wie gemacht für den Possenreißer, der keinen Gag auslassen kann.
Probiert es ruhig aus, es ist wirklich ein schönes Szenario.
Greifenklaue:
Wann geht es denn weiter mit der Übersetzung?
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