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Kleines Dorf, Fantasy
Tudor the Traveller:
Ich habe gestern nochmal mein HarnManor Supplement gewälzt. Harnworld gilt ja als recht realistische und genau recherchierte mittelalterliche Welt mit Fantasy-Anteil (gestützt auf Britannien im 11. Jahrhundert).
Da ich es für recht realistsich halte, stellt sich für mich ein realistisches Fäntelalter-Dorf in etwa so dar:
Im Feudalismus gehört jedes Land einem Adeligen oder Kirchenorden. Ein Dorf ist gleichbedeutend mit dem Manor eines Ritters; diese Dörfer bestehen aus 10-30 Familien; selten ist ein kleiner Weiler einem Manor angegliedert. Jedes Manor ist darum bemüht, sich eigenständig versorgen zu können (damit die Ritter nicht von einem anderen abhängig sind). In der Regel bedeutet das, dass die Großzahl aller Manor eine Mühle besitzt. Die Verteilung der Berufe sieht etwa so aus: 10% Handwerker, 15% Freibauern, 75% Unfreie. Ab etwa 20 Familien kann man davon ausgehen, dass mindestens ein Müller, ein Grobschmied und ein Zimmermann im Dorf leben, damit sich das Dorf selbst versorgen kann. Hauptabnehmer für die Dienste der Handwerker ist dabei der Gutsherr. Freibauern und Handwerker sind Freie, die einen Vertrag mit dem Gutsherrn haben, der ihnen ERLAUBT, überhaupt auf dem Land des Gutsherrn zu leben. Was sie TUN DÜRFEN, legt auch der Vertrag fest. Ein Bauer DARF noch lange nicht alles, weil ALLES dem Gutsherrn (bzw. dem König) gehört. Der Gutsherr entscheidet, ob und vom wem die Mühle betrieben wird, für die der Müller eine Pacht bezahlen muss, damit er sie überhaupt auf dem Land stehen haben darf. Analog gilt das für alle anderen Handwerker (wobei es in Harnworld schon recht mächtige Gilden gibt, die das Handwerk stärken).
Manor bzw Dörfer liegen selten weit auseinander; ein paar Km, denn sie gruppieren sich rund um größere Befestigungen wie Burgen, die der Hochadel besitzt (sie müssen ja beschützt werden). Diese Burgen stehen etwa eine Tagesreise weit auseinander entlang der Straßen, von denen es nur sehr wenige gibt. An diesen Burgen liegen die größeren Siedlungen, in denen man im Prinzip fast alles findet, vor allem, weil dort die Märkte stattfinden. Richtige Städte sind selten. Eine Stadt definiert sich nicht übber ihre Größe, sondern über das Stadtrecht.
Nelly:
Dem kann man nichts entgegensetzen, denn das hört sich schon ganz anders an wie das was du vorher beschrieben hast. :d
Coyote:
--- Zitat von: Der Dolge am 9.10.2009 | 09:33 ---Da ist nun interessanterweise DSA wieder recht hilfreich mit seinen Zusatzbüchlein zur Dorf- und Hausgestaltung.
--- Ende Zitat ---
Daran erinnere ich mich auch noch.
Diesen Teil des Quellenbuchs gibts nicht zufällig irgendwo online? Der war nämlich sehr schick...
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