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[Engel] Langzeitmotivation und Spielerfahrung
Seth:
@ Jiba
Danke für diesen ausführlichen Blick aus einer anderen Perspektive, so hat es uns John Keating doch schon immer bei zu bringen versucht!
--- Zitat ---Eine Schar ist etwas unglaublich intimes, sodass ich mir eine langsame Relativierung der Rangfolge gut vorstellen kann: am Anfang machen die Engel vielleicht noch Dienst nach Vorschrift, aber bald müssen sie notwendig beginnen auf die Gefühle ihrer Mitengel Rücksicht zu nehmen, damit die Schar funktionieren kann.
--- Ende Zitat ---
Das ist eine gute Ansicht, die das Ganze noch einmal in ein etwas deutlicheres Licht rückt. Natürlich kann sich auch in einer militärischen Hierarchie Freundschaft oder zumindest engere, menschliche Beziehungen entwickeln. Das stelle, zumindest ich, nicht in Frage. Ich würde es sogar ein Stück weit als natürlich betrachten, dass die Gruppe diese Entwicklung durchmacht, eben weil es sich um Engel handelt, wie du sie dargestellt hast. Allerdings war meine eingehende Frage eben, ob - abseits von all diesen Randerscheinungen - die typische Rollenaufteilung nicht irgendwann ermüdend werden kann. Die bisherigen Meinungen haben mir, glaube ich, dabei recht gegeben, dass die sich auch nicht wirklich ändern wird. Ich kann nur für mich sprechen und finde schon eine typische "Krieger/Tank, Magier, Fernkämpfer"-Aufteilung in den meisten Fantasy-Settings ermüdend beziehungsweise langweilig. Ich wollte eure Erfahrungen hören und danach abschätzen können, wie stark dieser Effekt auf Engel übergesprungen ist.
Deine Sicht der Dinge hat mir eröffnet, dass es nicht unbedingt sein muss, danke ;)
--- Zitat ---Mach den Spielern vielmehr klar, dass die Angeliten "die Guten" sind - insgesamt hat diese Organisation im Gegensatz zur katholischen Kirche, mit der sie gerne verglichen wird, auch einiges voraus: sie kümmert sich stark um ihre Schäfchen. Die meisten Kirchentreuen sind Idealisten und leben danach. Sie bieten Menschen Schutz vor der Traumsaat, die einfach nicht aus coolen sexy Dämonen, sondern aus fünf Meter großen Blutegeln besteht.
--- Ende Zitat ---
Ich denke diese Einstellung werden sie, zumindest vor der großen "Erkenntnis" haben, wenn man diese - wie du (und ich im Übrigen auch) diesen Plottwist als elementaren Bestandteil einer Engel-Chronik betrachtet. (Es sei denn ich habe dich falsch verstanden, hehe.) Aber was passiert mit Spielern, die darum schon wissen? Können die unbefangen einer sie knechtenden Machinerie folgen, besteht überhaupt ein Anreiz dazu? Was ich bisher aus den Argumenten rausgehört habe ist wohl: ja, sonst könnte man Engel wohl nicht über längere Zeit spielen. Immer hin wird es, soweit ich das im Buch verstanden habe, irgendwann unweigerlich dazu kommen, dass die Engel - wenn auch langsam - zu ihrem Ursprung geführt werden. Pubertät, Hinterfragen von fraglichen Motiven der Kirche etc.
@Ein
Degenesis kenn ich nicht, ich werds mir mal hier in den Foren zu Gemüte führen. Wenn das ein ernstgemeinter Tipp war: danke. Wenn er scherzhaft gedacht war lache ich wenn ich weiß warum ;D
Ein:
Naja, Degenesis und Engel stammen aus derselben Denkschule, wie du deutlich feststellen wirst.
Seth:
--- Zitat von: Ein am 22.12.2009 | 13:41 ---Naja, Degenesis und Engel stammen aus derselben Denkschule, wie du deutlich feststellen wirst.
--- Ende Zitat ---
In gewisser Weise hat mich Degenesis an Engel erinnert, ja. Allerdings sagte es mir spontan nicht so zu, wie Engel und ich höre gerne erstmal auf mein Bauchgefühl ;)
Zudem denke ich mittlerweile, dass - auch wenn die nicht-engelschen Konzepte eher Seitenpfade in der Welt von Engel sind - man auch dort ganz gute Alternativen im Spielablauf ausprobieren kann.
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