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Filme und Serien - Smalltalk

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alexandro:

--- Zitat von: Teylen am 18.04.2016 | 22:11 ---Hat Peggy irgendwas ohne ihre männlichen Kollegen hinbekommen?
--- Ende Zitat ---
Sie hat vor allen anderen erkannt, was Fausts Plan war. Und an der Szene war Howard Stark beteiligt, welcher als das größte Genie seiner Zeit gehandelt wird.


--- Zitat ---Ich erinnere mich da an nichts, und dunkel daran das sie zwar die Klischee Russing mehr oder weniger erfolgreich vermöbelte, aber das die Endsituation nicht durch sie gelöst wurde.
--- Ende Zitat ---

Sie redet Howard erfolgreich runter, als er gehirngewaschen im Flugzeug sitzt, um Giftgas über New York zu versprühen.


--- Zitat ---Am ehesten viel ihm da noch die russische Agentin ein,... die den Nachteil Gehirngewaschene Kampfmachine" hatte...
--- Ende Zitat ---
...und dieses sehr gut überspielt. Muss mal gesagt werden. So wie du es darstellst, klingt es so, als wäre sie ein komplett emotionsloser "Terminatrix", was der Figur Unrecht tut (aber deine Erinnerung an die Serie scheint ja sowieso leicht löchrig zu sein).

--- Zitat ---Einmal ganz abgesehen davon das sämtliche weiblichen Nebenfigur, soweit ich mich erinnere, dem übelsten Pulp Klischee entsprungen sind. Wenn sie den mal Text hatten. Es mag ja Teil der Iron Man Comicverse sein, aber man braucht mir keine Serie wo alle Frauen jeglichen Verstand in seiner Gegenwart verlieren als fortschrittlich zu verkaufen. Geschweige den da Szenen wie (das einzige was halbwegs remarkable hängen geblieben ist) wie da wo die russische Agentin im Frauenhaus auf der Treppe (oder war's doch Peggy) im Grunde durch Ausnutzung der 0815 Stereotypen weiterkommt.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Heißt ohne die Kellnerin ( wurde die in den Kühlschrank gesteckt? Meine da war was ) hätte die Serie mitunter folgenweise iirc kaum die ersten beiden Punkte des Bechdel Test bestanden.
--- Ende Zitat ---

Die Idee einer angehenden Schauspielerin, welche sich mit Kellnern über Wasser hält, mag nicht unbedingt das originellste Konzept sein, aber es ist ganz sicher kein Pulp-Klischee. Und Fonseca hat dem Charakter durchaus Profil verliehen (und ist am Ende der Serie noch am Leben). Die Betreiberin des Boarding House war auch klasse dargestellt. Auch wenn es an der ersten Staffel nichts auszusetzen gibt, legt die 2. Staffel nochmal eine Schippe drauf, was interessante, eigenständige, weibliche Charaktere angeht (zwei davon, Whitney Frost und Ana Jarvis, haben sogar sehr zentrale Rollen), und einige Charaktere aus Staffel 1 werden ausgebaut (z.B. erfahren wir mehr über die "Telefonistin", welche den Zugang zum SSR-Büro bewacht, und die in Staffel 1 tatsächlich nicht so viel Text hatte).

Im übrigen ist der Bechdel-Test (der kein echter Test ist, aber das nur am Rande) kein gutes Kriterium für starke Frauenfiguren (Pacific Rim, Avengers und Mad Max:Fury Road versagen z.B. bei diesem "Test").

Teylen:
Das meine Erinnerung an die Serie lückenhaft ist habe ich doch mehrfach geschrieben?
Wenn eine Serie schlecht oder sehr schlecht ist, wie das imho bei Agent Carter der Fall war, behalte ich die nicht wie einen kleinen Schatz in meiner Erinnerung.

Was die Figur der Agentin angeht.
Einerseits war sie meiner Meinung nach zwar die einzige Figur die mir auch nur ein bisschen positiv in Erinnerung geblieben ist. Andererseits war die Darstellung jedoch nicht so gut das ich für eine zweite Staffel dafür einschalten würde. Sie war keine Terminatrix aber sie war so ziemlich das Klischee der russischen Agentin wie ein Character nur ein Klischee sein kann. Wie gesagt da war die Russin aus Indy 4 imho durchweg noch interessanter, was keine Auszeichnung für die Serie ist.

Daneben ist mir keine weibliche Figur als irgendwie interessant oder gar in irgendeiner Form selbstständig, gar emanzipiert in Erinnerung geblieben. Was meiner Meinung nach für eine Serie die sich damit brüstet eine weibliche Figur als Titelheldin zu haben und progressiv zu sein enttäuschend ist.
Da hilft es nicht wenn die einzige weibliche Figur neben Peggy Carter und der Klischee Russin eine Kellnerin ist deren Aufgabe für die Story der Job Beschreibung auch schon fast vollständig beschrieben ist. Nun und ein wandelndes characterloses, sexistisches Klischee wie die Betreiber des Boarding Haus. Wo Fräulin Rothenburg noch facettenreich gegen ist.

Naja und war Howard  Stark angeht.
Die Serie war sehr gut darin zu kommunizieren das Stark das größte Genie der Zeit ist.
Die Serie war auch sehr gut darin zu vermitteln das Stark ein Chameur ist wo absolut jede Frau außer Peggy die Beine breit macht und ihm anschleißend noch natürlich dafür vergibt.
Das die Serie dann noch die Auflösung ohne weibliche Charaktere betrieben hat, Peggy durfte halt stichwort geben, nun oder wie sie die Band of Brothers im Krieg begleitet hat, machte selbst die Hauptfigur zur teilweise Nebenfigur in der eigenen Serie.

[Ana Jarvis kam als wichtiger Charakter laut der Marvel Wiki in 2 Folgen der Staffel 1 vor o_O]

Das heißt imho ist Agent Carter als Serie sexistischer Scheiß. Ich schau viele Serien weiter, aber wie gesagt hat die es sich bei mir übelst mit der ersten Staffel verscherzt.
Eine der Serien wo der Bechdel Test durchaus den Hinweis gibt das es so nicht klappt (bei Mad Max Fury Road bin ich recht sicher das sich Furiosa mit der Anführerin ihrer Ex-Komune über sowas wie "Pro/Contra Salzwüste" unterhält).

Dem gegenüber hat selbst Lucifer ein progressives Frauenbild und interessante weibliche Figuren.
Trotz der Hauptfigur und ihrer Superpower Frauen flach legen zu können.

alexandro:

--- Zitat von: Teylen am 19.04.2016 | 09:02 ---Sie war keine Terminatrix aber sie war so ziemlich das Klischee der russischen Agentin wie ein Character nur ein Klischee sein kann.
--- Ende Zitat ---

Nope, ihre Enttarnung kam sogar recht überraschend. Ihre Tarnidentität war komplett ausgearbeitet und ausgespielt.


--- Zitat ---Daneben ist mir keine weibliche Figur als irgendwie interessant oder gar in irgendeiner Form selbstständig, gar emanzipiert in Erinnerung geblieben.
--- Ende Zitat ---
Angie Martinelli (alleinstehende Frau, welche ihr eigenes Geld verdient, hat momentan keinen Mann in ihrem Leben (und ist zufrieden damit), hochgesteckte Ziele)
Miriam Fry (alleinstehende Frau, welche ihr eigenes Geld verdient, hat momentan keinen Mann in ihrem Leben (und ist zufrieden damit), sieht sich selbst als Vorbild für junge Damen)

D
--- Zitat ---ie Serie war sehr gut darin zu kommunizieren das Stark das größte Genie der Zeit ist.
Die Serie war auch sehr gut darin zu vermitteln das Stark ein Chameur ist wo absolut jede Frau außer Peggy die Beine breit macht und ihm anschleißend noch natürlich dafür vergibt.
--- Ende Zitat ---
Du verwechselst die Serie mit dem ersten Captain America-Kinofilm (Howard kommt in der Serie kaum vor, und dann auch eher in einer "reaktiven" Rolle und obwohl kurz auf seinen (im Kinofilm aufgebauten) Ruf Bezug genommen wird, wird diese Facette der Figur nicht weiter vertieft).


--- Zitat ---Das die Serie dann noch die Auflösung ohne weibliche Charaktere betrieben hat,
--- Ende Zitat ---
Habe ich bereits widerlegt.

--- Zitat --- Peggy durfte halt stichwort geben, nun oder wie sie die Band of Brothers im Krieg begleitet hat, machte selbst die Hauptfigur zur teilweise Nebenfigur in der eigenen Serie.
--- Ende Zitat ---
Ähmm, sie ist nicht mitgelaufen, sondern hat an einem KAMPFEINSATZ teilgenommen. Und da auch ihren Beitrag geleistet. Außerdem wurde gezeigt, dass die Howling Commandos (ein recht eigensinniger, rauhbeiniger Haufen Machos) Peggy respektieren und sich ihr notfalls auch unterordnen. Progressiver geht es wahrscheinlich kaum.


--- Zitat ---bei Mad Max Fury Road bin ich recht sicher das sich Furiosa mit der Anführerin ihrer Ex-Komune über sowas wie "Pro/Contra Salzwüste" unterhält).
--- Ende Zitat ---
Dieser Teil der Unterhaltung war dann aber nur der Aufhänger, um das Gespräch ziemlich schnell wieder auf Max zu lenken, insofern sehe ich Punkt 3 des Webcartoon-Tests als nicht erfüllt an.


--- Zitat ---Dem gegenüber hat selbst Lucifer ein progressives Frauenbild und interessante weibliche Figuren.
--- Ende Zitat ---
Dazu nur ein Satz (von Chloe): "You make me vulnerable" - Sorry, aber SOLCHE Dialoge sind für mich der größte sexistische Scheiß und werfen den Feminismus um gefühlte 30 Jahre zurück. Das ist ultra-devotes "Greys Anatomy"-Gebrabbel.

Quill:
WTF. Also wie man zu der Meinung von Agent Carter kommen kann, ist mir nun wirklich schleierhaft. Gerade die zweite Staffel hat diverse interessante weibliche Charaktere drin, und vor allem auch mal eine sehr gute weibliche Antagonistin mit nachvollziehbarer Motivation.

Wie man die Darstellung von Peggy irgendwie sexistisch finden kann ... keine Ahnung. Sie tritt in beiden Staffeln gefühlt allen Kerlen sowas von in den Arsch.

Und dass die weiblichen Charaktere jetzt leben und behandelt werden wie 1947 ... well, das liegt vielleicht daran, dass die Serie 1947 spielt? Was wäre denn die Alternative gewesen - jeglichen zeitlichen Kontext komplett weglassen? Peggy Carter ist ja gerade als Figur so interessant, weil sie gegen die Vorurteile ihrer männlichen Kollegen kämpft.

Ob sie noch ne dritte Staffel kriegen, ist soweit ichs weiß, noch nicht raus. Also es gibt bisher weder ja noch nein, wobei die Nicht-Entscheidung des Senders vermutlich auch kein allzu gutes Zeichen ist.

La Cipolla:
Leute, werdet doch nicht gleich so aggro-defensiv ... O_ô Nicht alles persönlich nehmen (oder meinen).

Ich finde Agent Carter absolut klasse und sehr schön subversiv, was 50er-Jahre-Klischees, Frauen-Superheldenklischees und die sonst übliche Herangehensweise des MCUs bei Frauen angeht, obwohl ich gerade am Anfang so meine Befürchtungen hatte. Es IST halt subversiv, was heißt, dass es sich viel Zeit lässt, um ein möglichst klassisches Set-up aufzubauen. Aber vor allem das Finale der ersten Staffel war dann total großartig, weil ihm gelingt, was die meisten Superheldenmedien mit Frauen nicht mal versuchen: Es beendet einen Konflikt, ohne dass die Heldin gezwungen ist, übertrieben klischeehaft "männlich" zu handeln (also bspw. keine fett testosterongeladene Kampfszene; dafür haben wir ja Black Widow). Und im selben Kontext traut es sich auch, klischeehaft "weibliche" Charakterzüge bei männlichen Charakteren positiv darzustellen. Jarvis als sensibler, LIEBENDER (Caps!) Ehemann ist da natürlich das Extrembeispiel, aber ihre Love Interests sind auch durchgängig weder Machos noch Abziehbilder. Oh, und besonders toll: Selbst der große ""Macho"" der Serie ist am Ende von Staffel 2 ein wahnsinnig toll ausgebauter, vielseitiger Charakter.

Ich hoffe sehr, dass wir noch irgendwie mehr von Peggy Carter sehen, und sei es nur, weil ich die "neue" Schurkin vom Ende uuunbedingt wiedersehen möchte. Ich meine ...

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)So fucking viel Masken-Foreshadowing, und dann HAT SIE NICHT MAL NE MASKE AUF. XD

Cockteaser, ey.

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