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Filme und Serien - Smalltalk
Lyonesse:
Timbuktu
Guter Film über die Umtriebe der selbsternannten Sittenpolizei, die die Bevölkerung
Timbuktus terrorisiert. Kommt ziemlich authentisch daher. Wohl nur für Leute, die des
arabischen oder französischen mächtig sind, oder sich von Untertiteln nicht schrecken
lassen. Abgesehen davon hat der Streifen phantastische Bilder.
https://www.youtube.com/watch?v=v3x-MGsJZhM
Lyonesse:
Ich, Daniel Blake
Astreines britisches Sozialdrama über einen älteren Zimmermann, der nach einem Herzinfarkt seine Arbeit verliert,
und sich mit dem Arbeitsamt und dem Wahnsinn des Systems herumschlagen muß. Hat mich berührt.
https://www.youtube.com/watch?v=Y0oGoVn49VQ
Talasha:
Ich sehe gerade Starhunter, dank der frühen Stunde kann ich aber nicht sagen ob die Serie schlimm oder gut ist. Derzeit tendiere ich zu schlecht.
Lyonesse:
War Machine
Brad Pitt ist in der Lage Idioten zu spielen. Auch in dieser Farce bzw. Satire von Netflix spielt er einen, und zwar einen 4 Sterne
General, der eine Lösung für den Afghanistankrieg finden soll. Auch wenn Pitt stellenweise etwas zu dick aufträgt und das Drehbuch
ein paar Schwächen hat, entlarvt der Film den praktisch völligen Blödsinn der Afghanistanmission, der den meisten Beteiligten
eigentlich auch schon länger klar ist.
https://www.youtube.com/watch?v=B_5gwLtk_5E
Kowalski:
--- Zitat von: Lyonesse am 29.05.2017 | 15:56 ---War Machine
Brad Pitt ist in der Lage Idioten zu spielen. Auch in dieser Farce bzw. Satire von Netflix spielt er einen, und zwar einen 4 Sterne
General, der eine Lösung für den Afghanistankrieg finden soll. Auch wenn Pitt stellenweise etwas zu dick aufträgt und das Drehbuch
ein paar Schwächen hat, entlarvt der Film den praktisch völligen Blödsinn der Afghanistanmission, der den meisten Beteiligten
eigentlich auch schon länger klar ist.
https://www.youtube.com/watch?v=B_5gwLtk_5E
--- Ende Zitat ---
Es gibt keine militärischen Lösungen für politische Probleme.
Wenn man genau hinschaut dann sagt das sogar Brad Pitt.
Der Film ist vielschichtig.
Wenn man das Wissen zur Person Stanley A. McChrystal hinzunimmt und den nicht für voll behämmert sondern sogar zu strategischem Denken fähig hält, dann wird das eine GANZ andere Story als an der Oberfläche erzählt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der General leakt die Pläne um Obama zum Handeln zu zwingen
Obama interessiert sich nicht für die Probleme in Afghanistan und erweist der Mission einen Bärendienst als er den Abzug vor der Truppenverstärkung verkündet.
Da sich die Taliban nur noch ein oder zwei Jahre verkriechen müssen, ist so ein Vorabplan natürlich ein Geschenk von Allah und die Mission des Generals spätestens ab dem Moment völlig für die Tonne
Man erinnere sich, einer der Ratschläge am Anfang ist es entweder auszusitzen oder sich feuern zu lassen.
Was war das Endergebnis?
Wenn man sich das ganze aus der Rollosicht anschaut dann ist der General ein Meisterstratege. Pensioniert bei vollen Bezügen und ohne Rangverlust (normalerweise gilt der Rang nur wenn man diese Position 4 Jahre lang inne hielt)
Der Film zeigt die Entfremdung die auch die Journalisten des Rolling Stone (also von Leuten die die Jugend und so ein wenig die Mainstream-Avantgarde vertreten) und den Geschehnissen vor Ort.
Der versoffen herumtorkelnde deutsche Offizier war bezeichnend, das die Soldaten den Einsatz nicht für Zielführend erachten. Und das sagen auch alle, nach anfänglichem Zögern.
Und, und das finde ich an der Figur des Generals sympathisch, er bestraft niemanden dafür unbequeme Fragen oder ehrliche Antworten zu liefern.
Try to do the job. Das Doofe ist nur das keine einem die Werkzeuge gibt den Job zu tun und es an Rückhalt in der Bevölkerung fehlt.
Also ganz klar Catch-22
Ich finde jeder der voreilig die Militärs hier für die Situation verantwortlich hält hat demokratische Strukturen nicht verstanden. Der General hat sie verstanden und deswegen übt er nicht mit logischen Argumenten sondern mit dem Leak Druck aus einer Richtung aus die den Politiker Obama zu einem Handeln zwingt. Wenn die Fakten nicht für sich sprechen, dann muss es halt die öffentliche Meinung richten.
Das der Journalist des Rolling Stone aber auch in einer "Peace & Love & Happiness" Bubble lebt hat er die eher rauen und politisch unkorrekten Soldaten nicht als das erkannt was sie sind, sondern sich eben nur auf diese Unzivilisiertheit berufen.
Bei genauem hinschauen kommt keiner bei dem Film gut weg.
Nicht die Afghanen
Nicht die US-Militärs
Nicht die NATO-Hilfstruppen
Nicht die Journalisten die sich bereitwillig als Bote/Leakverbreiter benutzen lassen
Nicht die Politiker die sich um Afghanistan nicht kümmern sondern um die nächsten Wahlen sorgen machen
Die, die gut wegkommen sind:
Der einfachen Soldaten
Die Ehefrau des Generals
Der afghanische Kontaktoffizier
Mimik, Lauf- und Schreitstil von Pitt: 1A
Mimik, Lauf- und Schreitstil des Nachfolgers von Pitt: 1A
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