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Jason Momoa ist Conan

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Kriegsklinge am 19.06.2011 | 10:19 ---

MIr sieht das so aus, als würde man hier aus Conan eine knallige, moderne Fantasysaga machen, so mit Tentakelmonstern, riesigen Heeren und Zauberinnen in engen Kostümen,
--- Ende Zitat ---
Passt sogar

Hour of the Dragon
1."The Phoenix on the Sword"
4."Black Colossus"
The Pool of the Black One"

10."The Devil in Iron"
12."A Witch Shall be Born"
14."Beyond the Black River"


--- Zitat ---Conan ist doch ein speckiger, wortkarger Einzelgänger, der mit Gewalt und Tücke Geld und Macht rafft.
--- Ende Zitat ---
und nebenbei Piratenkapitän, Heerführer, Kriegshäuptling der Afghuli, König und seinen Gefährten, Freunden und Volk loyal genug um sich Dämonen zu stellen

9."Queen of the Black Coast"
16."The Hour of the Dragon"
2."The Scarlet Citadel"
14."Beyond the Black River"

Kriegsklinge:
Jesus. Okay, ich habe zwar auch die Conan-Stories gelesen, aber meine Exegese greift eindeutig zu kurz, wie ich hier lernen muss, sodass ich hinfort lieber schweige und mich, wie von Lyonesse angeregt, einfach auf einen bunten Fantasykracher freue, Werktreue hin oder her.

Nur kornadels Zauberberg-Vergleich, den teile ich freilich aus ganzem Herzen: Nimm Hans Castorp die Zigarre weg und ersetze sie durch einen Zweihänder - schon hast du Conan, den Vorläufer moderner Management-Philosophien, der entgegen landläufiger Klischees übrigens auch ganz gern mal die Blumen am Wegesrand betrachtet und "hach ja!" gesagt hat!

Klarinette spielen konnte er übrigens auch.

Ranor:

--- Zitat von: Hawkeye Pierce am 19.06.2011 | 13:13 ---Du meinst jetzt aber nicht nur die Denkerpose auf dem Thron, oder?
--- Ende Zitat ---
Nein. Am Anfang des Film sieht man, wie Conan sich mit Literatur etc. beschäftigt. Imo wird das auch vom Off-Sprecher erklärt.

Ansonsten: Die Bücher interessieren, dezent übertrieben ausgedrückt, keine Sau. Der Schwarzenegger-Film wird für 99% der Zuschauer der Vergleich sein. Es kann mir bspw. auch keiner erzählen, dass es das MMO ohne den Film gegeben hätte.

--- Zitat von: KlickKlack am 19.06.2011 | 16:28 ---Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass man im neuen Film einen solchen Charakter zeigen wird.
--- Ende Zitat ---
Natürlich nicht.

Edit:

--- Zitat von: KlickKlack am 19.06.2011 | 16:28 ---Es gab sogar eine sehr enge zusammenarbeit. Die Optik soll sich an dem Spiel orientieren, eine gute Entscheidung (einige Finisher hat man sogar im Trailer schon gesehen *g*), das Spiel wiederum wird ein Addon herausbringen, welches die Orte spielbar macht die man im Film sieht und sogar die Geschichte aufgreift, allerdings eben 20 Jahre später.
--- Ende Zitat ---
Hast du dafür irgendwelche Quellen?

Ein:

--- Zitat ---Die Bücher interessieren, dezent übertrieben ausgedrückt, keine Sau.
--- Ende Zitat ---
Hier sollte man nicht vom deutschen Markt auf den amerikanischen schließen, wo Sword & Sorcery und Pulp generell einen ganz anderen Stellenwert haben. Dazu trägt allein schon die amerikanische Literaturwissenschaft bei, die sich eben anders als die deutsche nicht davor scheut, auch die amerikanische Genreliteratur zu betrachten und zu bejubeln. Dadurch ist das Verhältnis der Amerikaner zu dem, was der dt. Intellektuelle gerne als trivial verdammt sehen möchte, viel entspannter.

Die Conan-Geschichten wurden in den USA bis auf eine Unterbrechung in den Jahren 1958-65 laufend neu aufgelegt und sind damit nicht nur obskure Antiquariatsware, sondern stehen im Buchladen. Zu den Neuauflagen kamen noch neue Geschichten durch andere Autoren. Hinzu kommen die Conan-Comics, die seit den 70er ebenfalls fast ununterbrochen veröffentlicht wurden.

Diese Ansicht, dass sich Conan (2011) daher zwingend nur mit Conan (1982) messen muss, gilt somit nur für das unbelesene, europäische Publikum, während sich der Film in den USA in einen Gesamtkontext einfügen werden muss, was er denke ich schaffen wird, wie man deutlich an dem Red-Band-Trailer sieht.

Conan wird halt kein Autorenfilm werden, das war Conan (1982) aber auch nie. Vielmehr scheint er sehr gut, dass in das neue Jahrhundert zu transportieren, was bereits den alten Conan-Film ausgemacht hat: Die ästhetische Darstellung von Gewaltexzessen in einer harten, brutalen Welt.

Jetzt ist es halt nur die Ästhetik der 2010er.

Ranor:

--- Zitat von: Ein am 19.06.2011 | 22:36 ---Hier sollte man nicht vom deutschen Markt auf den amerikanischen schließen, wo Sword & Sorcery und Pulp generell einen ganz anderen Stellenwert haben.
--- Ende Zitat ---
Gut, mag sein, dass der Stellenwert von Conan in den USA ein anderer ist als hier.

--- Zitat ---Dadurch ist das Verhältnis der Amerikaner zu dem, was der dt. Intellektuelle gerne als trivial verdammt sehen möchte, viel entspannter.
--- Ende Zitat ---
Das Phänomen ist ja bekannt. Wobei meines Wissens nach bspw. Science Fiction-Literatur auch in den Staaten eher ein No Go für den "anspruchsvollen Leser" ist.

--- Zitat ---Conan wird halt kein Autorenfilm werden, das war Conan (1982) aber auch nie.
--- Ende Zitat ---
Das würde ich auch nie behaupten (und wer mich kennt, kennt auch meine Meinung zu vielen Autorenfilmen ;)).

Die Zeiten, in denen man einen Film wie Conan (1982) drehen konnte sind leider lange vorbei - den alten Film zeichnet eine Rohheit und Atmosphäre aus, an die der neue trotz Blut&Titten einfach nicht herankommen kann. Deshalb ist der Schwarzenegger-Conan ja auch bis heute einer der Klassiker des fantastischen Films und deshalb ist sein Nachfolger auch aus dem kollektiven Gedächtnis so gut wie ausradiert. Ich bin ja auch der letzte der etwas gegen Filme mit modernen Ästhetik hat - nur in diesem Fall macht man damit tatsächlich die Essenz, das Einzigartige des Originals kaputt... Ich merke schon, ich rede wieder nur von dem Film und nicht den Büchern ;)

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