Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[Ferrum] Mechanismus für Patzer / Kritischer Treffer / Bruchfaktor

<< < (7/7)

Heretic:

--- Zitat von: Gummibär am 12.05.2010 | 02:33 ---@ Heretic
Sowas. In der allerletzten Rezension wird das tatsächlich kurz erwähnt. Gibt es irgendwo eine Beschreibung, wie SW das hinbekommt? Die Kurzregeln sind mir bekannt.

--- Ende Zitat ---
Öh, ich kann da nur mein eigenes Erleben schildern:
1.) Die Kämpfe sind nicht berechenbar.
2. Meine Initiative-Verwaltung läuft seit dem Umstieg auf Savage Worlds um einiges fixer als bei d20. Kein Geficke mehr mit Ini-Wert würfeln, aufschreiben, schauen, wer wo wie aufschiebt, etc. Ich seh direkt, wer welche Ini hat und wer abwarten will. Ok, das Mischen & Austeilen dauert paar Sekunden zusätzlich, aber das ist ok, da das Deck ja nicht zu jeder Kampfrunde neu gemischt wird, sondern nur, wenn ein Joker ausgeteilt wird.
3.) Deckung ist einfach geregelt, Sichtverhältnisse ebenso. Tricks und Willenstests bringen etwas, angesagte Treffer gegen Körperteile sind möglich, man kann zielen, etc.
4.) Wundmodifikatoren... Wer verletzt wird, wird sukzessive schlechter in dem, was er unternimmt.
5.) Man "härtet" nie ab, wie das bei d20 der Fall ist. Bei SW kann dich ein verfluchter Straßenschläger-Extra mit Schlagring zu Klump dreschen, wenn der Schaden günstig explodiert. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Sitzung Necessary Evil, bei der ein "Dr. Jones Senior"-ähnlicher SC meiner Gruppe einen G'rok (Blinde ausserirdische Critter in der Kanalisation von Star City, die es mit dem Hulk aufnehmen können, und die extrem zäh und schwer gepanzert sind) mit einem Schuß Hero-Killer-Munition aus einem popligen Webley-Revolver erschossen hat, indem er dreimal auf Reichweite auf den G'rok geschossen hat, und beim dritten Mal der Schaden auf 34 Punkte explodiert ist.
Das erhält für mich die Spannung, dass Kämpfe immer gefährlich bleiben, und es nicht zum D&D-typischen HP-Klopfen verkommt.  
6.) Das Sprinten finde ich sehr geil gelöst. Bei D&D weiss man "Mein Charakter kommt definitiv so und so weit!", bei SW bleibt ein Unsicherheitsfaktor "Schafft mein Rittersani es noch bis zur Deckung, oder schaffen es die Rephaim, ihn auf offenem Feld zu erwischen?"
7.) Deckung, Deckung, Deckung! Ja, das bringt was, und ja, sich zu Boden zu werfen bringt Deckung, ebenso bringt Abhocken/crouching was!

Sorry, aber mich darfst da nicht beachten, ich bin zu sehr SW-Fanboy, als dass meine Meinung in dem Punkt als neutral betrachtet werden kann...

Edit: Kettenhemd flicken ist easy, hab ich auch schon gemacht, aber es ist nerviges Geficke, weils ewig braucht, ist halt ne Kleinarbeit.

p.s.: "Geficke" hat nichts mit Sex zu tun, sondern bezeichnet eine nervige, stressige, fummlige Angelegenheit, die volle Konzentration erfordert. 

Gummibär:
@ Heretic

1)   Naja, für die Talentproben bei DSA brauche ich auch ein Computerprogramm. Die sind sonst nicht berechenbar. In dem Fall ist das aber ein Nachteil, da ich ja wissen möchte, wie meine Chancen stehen.

2)   INI gibt es bei mir bisher noch nicht. Es wäre durchaus möglich, als Standard oder als Optionalregel Karten zu verwenden. Das könnte dann durchaus ein Punkt aus deinem Feedback sein, den ich übernehme.

3)   Unterschiedliche Handhabung kenne ich da nicht wirklich. Entweder gibt’s das gar nicht oder ist immer ähnlich. Bei SW anders?

4)   Ist Standard, oder inwiefern ist SW anders? Stärkere Auswirkungen? Auswirkungen ab der ersten Wunde?

5)   Mein K.O.-Kriterium bei D&D sind die hohen Trefferpunkte. Da kannst du in ne Autopresse gehen und überlebst das. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass eine entsprechende Panzerung gewisse Waffen erfordert und in keinem Fall von leichten Waffen sofort tödlich durchdrungen werden kann. Auch halte ich nichts davon, wenn jeder Treffer potenziell tödlich ist, man sollte schon die Möglichkeit haben, aufzugeben oder zu fliehen. Die Spannung ist, dass ein guter Treffer Wunden verursachen kann und niedrige LeP zusätzlich noch Abzüge geben und dass man damit dann droht zu unterliegen – oder dass die LeP (die nicht in D&D-Mengen vorhanden sind) schneller schwinden als die Anzahl der Gegner.
Und damit kann am Ende das Abenteuer oder sogar das eigene Leben verloren sein.


6)   Ist bei mir auch so.

7)   Mein Fokus liegt auf Nahkampf, also ist Deckung bei mir nicht so wichtig. Für Western und SciFi ist mein System bisher nicht vorgesehen.



--- Zitat ---Sorry, aber mich darfst da nicht beachten, ich bin zu sehr SW-Fanboy, als dass meine Meinung in dem Punkt als neutral betrachtet werden kann...
--- Ende Zitat ---

Da du das transparent machst, kann ich das bei der Einschätzung deiner Kritik ja berücksichtigen, wodurch deine Kritik wertvoll für mich wird. Vielleicht entdecke ich ja noch Punkte (an SW), die mir gefallen. Letztlich werde ich aber jemanden, der mit SW voll zufrieden ist, nicht von meinem System überzeugen können, da SW ja ein Universalsystem ist. (Und ich eh nicht SW in besser bauen möchte.)

Heretic:
3.) Wie meinen? Kennst du Savage Worlds?
4.) Auswirkungen ab der ersten Wunde, auch Erschöpfungszustände wirken sich direkt aus.
5.) Seh ich ähnlich.
6.) ok.

Aber: SW ist KEIN Universalsystem, aber es ist generisch.
Man kann damit unterschiedliche Genres spielen, aber nicht alle Spielstile.
Das können aber andere besser als ich erklären.

Hast du dir ggf. mal die "Testfahrtregeln" angeschaut? Die sind kostenlos als PDF auf der
"Prometheus Games"-Homepage verfügbar, eventuell ist die das etwas Inspiration.

Gummibär:
@ Heretic

Von Savage Worlds habe ich mal die Kurzregeln gelesen und einige Diskussionen verfolgt. Ich kenne aber nicht die kompletten Regeln. Mir stellt sich gerade die Frage, ob es sich lohnt, mir die entsprechenden Teile davon durchzulesen – wofür ich mir das Spiel besorgen müsste.


--- Zitat ---3.) Deckung ist einfach geregelt, Sichtverhältnisse ebenso. Tricks und Willenstests bringen etwas, angesagte Treffer gegen Körperteile sind möglich, man kann zielen, etc.
--- Ende Zitat ---

Hier stelle ich mir die Frage, ob SW besser ist als andere Spiele. Regeln für Deckung, Sichverhältnisse, Angriff auf Körperzonen und Zielen gibt es auch in anderen Spielen (z.B. DSA 4, teilw. Vampire, AC). Macht SW etwas besser?



--- Zitat ---Man kann damit unterschiedliche Genres spielen, aber nicht alle Spielstile.
--- Ende Zitat ---

Gibt’s das überhaupt, dass alle Spielstile unterstützt werden? Also auch sinnvoll?



--- Zitat ---4.) Auswirkungen ab der ersten Wunde, auch Erschöpfungszustände wirken sich direkt aus.
--- Ende Zitat ---

Ich überlege gerade auch, ob ich die Möglichkeit, Wunden zu ignorieren abschaffe. Außerdem soll es Wunden bei mir nicht nur im Kampf geben, sondern „Überanstrenung“ wird auch wie Wunden geregelt.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Gummibär am 12.05.2010 | 17:39 ---@ Schwerttänzer

Leuchtet mir ein. Wie wurden Gerüstete besiegt? Nur an ungerüsteten Stellen? Zumindest massive Waffen wie eine Hellebarde hauen ja einfach durch einen Helm durch. Kann man das auch einfach reparieren?

--- Ende Zitat ---
Nein



--- Zitat ---Warum ist das dumm? Diese Waffen haben ja ein gutes Image und/oder sind regeltechnisch manchmal effektiv.
--- Ende Zitat ---
Weil nur ein absoluter Narr oder Selbstmörder mirt dem Schrott genannt Katana, das eine zivile Waffe ist AFAIK, in Europa rumläuft anstatt guten europäischen Waffen aus gutem Stahl.  Der Nunchaku ist hauptsächlich eine getarnte Waffe braucht man in Europa nicht,


--- Zitat ---es stellt sich natürlich die Frage, von welchem Jahrhundert wir reden
--- Ende Zitat ---
Stimmt,

--- Zitat --- und warum es in einem Rollenspiel überhaupt andere Rüstungen außer Plattenrüstungen geben soll.
--- Ende Zitat ---
kommt darauf an, bei DSA konnte mir die Frage noch niemand beantworten, bei Midgard gibt es keine Volldosen, alles an seinem Platz.



--- Zitat ---Was den Unterhalt für Waffen und Rüstungen angeht, so wäre eine Regel außerhalb des Kampfes wohl sinnvoller. Also z.B. nachdem der Kampf beendet ist, sinkt der RS um 1 und der BF steigt um 1
--- Ende Zitat ---
. Viel zu übertrieben,

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln