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Neues Regelwerk für das DnD Setting Eberron
K!aus:
Hallo,
ich nehme Yvo's Rat als Anstoß direkt einen neuen Thread zu eröffnen, um möglichst früh ein Feedback für mein Vorhaben zu bekommen.
Wie der Name des Titels schon aussagt möchte ich ein System basteln, dass auf die DnD Spielwelt Eberron zugeschnitten ist.
Warum das ganze?
Weil mir dieses Setting sehr gut gefällt, ich nach über zehn Jahren DnD (2nd, 3.x und 4th Ed.) als SL einen Spielstil entwickelt habe, der mit den DnD Regeln wenig konform (geworden) ist.
Mein Ziel ist ein bodenständiges System, in denen Helden durchaus über besondere Fähigkeiten verfügen, die allerdings nach einem halben Jahr Spieldauer nicht lachen, wenn 20 Orks auf sie zukommen.
Weiterhin soll es (die Theoretiker sollen meine Wortwahl korrigieren) mehr Story Telling werden. Sprich wenn ein Spieler im Kampf eine Probe gelingt, dann macht er damit zwar Schaden, erhält allerdings spielmechanisch einfach das Erzählrecht zu beschreiben wie er seinen Gegner verprügelt.
Die Würfelprobe ist bisher ziemlich einfach gehalten:
Gewürfelt wird eine Anzahl an W8er. Je besser erlernt die Fertigkeit / stärker die Fähigkeit, desto mehr Würfel. Gezählt wird allerdings nur der höchste Wurf! Hinzu kommt ein Bonus, der sich z.B. durch verwendete Ausrüstung (Seil) oder Spezialisierung (Talen: Athletik, Spez.: Klettern) ergibt.
Je mehr Würfel ein Spieler verwendet, desto höher ist seine Chance auf eine hohe Augenzahl. Grob gesagt, pro zusätzlichen Würfel 10 bis 15%.
Für Umstände lassen sich dann einfach Würfel hinzugeben oder abziehen.
Ich hoffe dieses Würfelsystem ist recht schnell und verhindert mühseliges Rechnen. Z.B. zusammenzählen mehrerer Würfel oder das Addieren / Subtrahieren von Boni.
Was die Fertigkeiten angeht, so denke ich an eine Mischung aus Warhammer Fantasy und Song of Ice and Fire (SIF). Zunächst gibt es Grundfertigkeiten, über die jeder Held verfügt. Ob er darin geübt ist, spielt zunächst keine Rolle. Falls eine Aufgabe mit dieser Fertigkeit zu bearbeiten ist, dann kann es der Held grundsätzlich probieren. Dem gegenüber stehen Spezialfertigkeiten, die nur anhand der Ausbildung / Herkunft oder im Folgenden durch spezielles Training erworben werden können.
Wie gut eine Fertigkeit ausgebildet ist, gibt die Anzahl der verwendeten Würfel an (nur der höchste Wert zählt!). Eine Spezialisierung innerhalb einer Fertigkeit gewährt einen Bonus auf die höchste Augenzahl.
Weiterhin sollen im Sinne von SIF zwei Konfliktwerte exisiteren: Kampf und Verbal.
Im Hinterkopf habe ich noch Arkan (magische Duelle) und Mental (für die Psioniker).
In diese Konfliktwerte fließen eben zugrunde liegende Fertigkeiten / Fähigkeiten / Ausrüstung (z.B. bei Kampf: Schwert und Rüstung).
Bei Austragung eines Konfliktes würfeln beide Parteien.
Stehen zwei Kontrahenten sich im Kampf gegenüber, so würfeln beide mit ihrem Kampf Konfliktwert (ähnlich wie Space Hulk Nahkampf). Der Spieler mit der höheren Augenzahl erhält das Erzählrecht wie er den anderen verprügelt. Bei Gleichstand passiert nichts, außer es existieren besondere Eigenschaften die man wild oder aggressiv nennen könnte.
Mit dieser Art sollen Konflikte beschleunigt werden, da es einfach keinen Fehlangriff gibt. Außer eben in den (hoffentlich) seltenen Fällen, dass ein Patt gewürfelt wird. Es ist also möglich, auch als "Angreifer" Prügel zu kassieren.
Wie ist das nun mit Eberron?
Um den Einfluss von Eberron zu reflektieren gibt es vier Grundattribute, nämlich Körper, Glaube, Geist und Magie. Diese stehen für die mMn vier Eckpfeiler des Settings.
Ein Held besitzt neben seinen Talenten gewisse besondere Fähigkeiten auf Grundlage eines dieser Attribute. Oder mehrerer? Primär und Sekundär? Ich weiß es noch nicht.
Seine besondere Fähigkeiten werden anhand dieses Attributes gewürfelt. Diese Fähigkeiten können eben Zaubern sein, Untote vertreibten, Waldgeister beschwören, Verwandlung und eben z.B. das Drachenzeichen aktivieren.
Als letzten Schliff sollen diese besonderen Fähigkeiten mit den Fertigkeiten verzahnt werden.
Stellen wir uns einen heiligen Krieger vor, der gegen einen Dämon kämpft. Er soll in der Lage sein die Waffenfertigkeit (rote Würfel) mit dem Glaubens-Attribut (blaue Würfel) zu vereinen. Er würfelt seine Probe und je nachdem welcher der beiden Würfelfarben die höhere Augenzahl zeigt, ist dies eine Erzählhilfe für seinen Sieg:
Waffe: "... mein gezielter Hieb bohrt sich tief in das Herz des niederträchtigen Teufels!"
Glaube: "... ich schlage ihm mit meinem Schwert die Deckung beiseite und drücke ihm mit der anderen Hand das heilige Symbol mitten ins Gesicht, sodass er aufflammt und verbrennt!"
Dies mal so als erste Gedanken! :)
Frühes Feedback erwünscht.
Herzliche Grüße,
Klaus.
Ethelbeorn:
Fate wurde Oben schon genannt, vielleicht interessiert dich in dem Zusammenhang Das
oder, auch wenn es fast standart DnD ist: E6
zum W8 pool: vielleicht ist die Varianz der Ergebnisse ein wenig gering. Ab einem Wert von 4 besteht eine 50% chance, eine 8 zu Würfeln. vielleicht geht das mit W20ern besser.
K!aus:
--- Zitat von: Ethelbeorn am 25.05.2010 | 00:27 ---zum W8 pool: vielleicht ist die Varianz der Ergebnisse ein wenig gering. Ab einem Wert von 4 besteht eine 50% chance, eine 8 zu Würfeln. vielleicht geht das mit W20ern besser.
--- Ende Zitat ---
Nun,
diese geringe Varianz ist absicht. Vielleicht würde ich auf einen W10 erhöhen.
Allerdings ist mein Ziel, dass geübte Charaktere gegenüber ungeübten einen deutlichen Vorteil haben.
Gruß,
Klaus.
Yvo:
Moin,
Okay, wenn ich deine Vorgaben verstanden habe, sind deine Ziele:
- muss für das Setting "Eberron" geeignet sein
- schnelles, recht freies Erzählen soll möglich sein
- SCs sollen nicht zu Übermenschen werden
- Uneingeschränktes Erzählen ist wichtiger als taktische Entscheidungen.
- Es soll ansonsten recht klassisch bleiben (Attribute, Fertigkeiten, SL...)
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Was mich da noch interessieren würde:
- Wie hoch soll die Sterblichkeitsrate sein? Können SCs sterben?
- Verwendest du Figuren zum Spielen?
- Bei dem, was du willst, hast du ernsthaft DnD gespielt??? ;D
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Zum Grundmechanismus:
Der ist:
Nimm den höchsten Wert von x (+/-y) W8 und addiere z.
x = Fertigkeit
y = Umstände
z = Ausrüstung / Spezialisierungen
Da hab ich gleich mehrere Kritikpunkte...
1. Warum W8?
Weil das mal "was neues ist" wäre Augenwischerei...
Für W6 gäbe es das Argument, dass mehr Leute sie haben, für W10 gilt dies auch, zusätzlich hättest du wenige häufig ein Unentschieden, zudem lassen sich Wahrscheinlichkeiten leichter berechnen. Was sind deine Argumente für einen W8?
2. Warum die Unterscheidung y und z ?
Die werden Spielmechanisch unterschiedlich gehandhabt... ...den Sinn dahinter verstehe ich nicht. Es wäre einfacher und eingängiger, wenn alles entweder die Anzahl der Würfel verändert (z. B. Shadowrun 4) oder das Endergebnis.
3. Du hast das Maximalergebnis begrenzt...
Explodierende Würfel (Savage Worlds, Shadowrun 3...) hast du nicht, dass macht dein System etwas voraussagbarer. Der 2W8 Ork hat auch eine Chance, den 4W8 Charakter auch mal zu treffen, was ja auch ein explizites Designziel ist.
Allerdings: Du hast mit 8 ein recht niedriges Maximum. Gute Kämpfer werden fast ausschließlich 6, 7 oder 8 würfeln. (mit 3W8 bei über 75% der Fälle, bei 4W8 fast 85%, bei 5W8 über 90%...).
Das heißt, du hast bei einigermaßen fähigen Kämpfern quasi nur drei verschiedene Ergebnisse, weil die anderen fast nie vorkommen. Haben bei deinem jetzigen System zwei Kämpfer je 4W8 im Kämpfen, der eine kriegt aufgrund der Ausrüstung einen +3 Bonus, der andere nur einen +1 Bonus... ...es ist garantiert, dass der mit der besseren Ausrüstung gewinnt.
Das ist sicherlich nicht dein Designziel...
Zudem, du erhoffst die "hoffentlich seltene" Pattsituationen... ...bei zwei Kämpfern mit 5W8 liegen diese aber schon bei über 25%.
4. Alternativen:
Nimm entweder einen festen Mindestwurf und zähl die Erfolge (Shadowrun 4) oder addiere für jeden Würfel, der den Maximalwert zeigt, +1 (würfelst du mit 5W8: 4,5,8,8,8... ...so ist dein Ergebnis also 10).
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Das einfach Kampfsystem: Wurf, gewinner erhält erzählrecht, ist genau das, was du scheinbar willst... ...dagegen ist nichts einzuwenden.
Die Pattsituation ist allerdings jetzt nicht so selten. Du könntest auch sagen, dass bei Unentschieden der Angreifende gewinnt... ...oder zumindest das Erzählrecht hat, aber keinen Schaden macht.
Was passiert, wenn mehrere gegen einen kämpfen? Muss dieser seinen Würfelpool aufteilen?
Initiative? Aber da frag ich erstmal nicht weiter... ...da scheint noch nicht viel zu existieren.
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Brauche ich als Dieb die Attribute Magie oder Glaube? Wozu?
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Die "Erzählhilfe" finde ich überflüssig und sogar eher als Erzählbehinderung... ...ich brauche da zum einen zweifarbige Würfel, muss sie in der richtigen Anzahl heraussuchen, muss schauen, welcher Würfel da jetzt höher ist? (Und wenn beide eine 7 zeigen, muss ich mich trotzdem entscheiden...).
Was spricht dagegen, einfach das zu beschreiben, was ich mir vorstelle und was ich in der Situation schöner fände?
ArneBab:
--- Zitat von: Yvo ---…
--- Ende Zitat ---
(duplicate own content deleted)
Nur ein kurzes Zusatzbeispiel zu W8: Bei 4W8 ist die Wahrscheinlichkeit für eine 8 bereits bei 50%.
AUßerdem könnte Mechanical Dream für dich interessant sein. Die haben auch ein System bei dem nur der höchste Wurf zählt. Allerdings legen die Attribute den Würfeltyp fest und die Fertigkeiten die Anzahl der Würfel (selten über 4, meist 1-3). Und bei der höchsten Augenzahl wird hochgewürfelt (z.B. bei 8 auf W8).
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