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Neues Regelwerk für das DnD Setting Eberron

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ArneBab:

--- Zitat von: Klaus am 25.05.2010 | 00:31 ---Allerdings ist mein Ziel, dass geübte Charaktere gegenüber ungeübten einen deutlichen Vorteil haben.

--- Ende Zitat ---

Dann ist ein W8 ohne Boni oder Mali eher ungeeignet. Wir machen da mit Attribut + Würfelwurf dagegen sehr gute Erfahrungen. Dadurch gibt die Erfahrung einen Offset, den der Schwächere durch einen besseren Wurf übertreffen muss (was bei sehr starken Unterschieden nur noch durch wiederwürfeln geht).

K!aus:

--- Zitat ---1. Warum W8? [..] Was sind deine Argumente für einen W8?

--- Ende Zitat ---

Weil er von meinem Gefühl her das richtige Maß an Varianz bietet. Im Grunde liegt die Antwort bei deiner dritten Frage:


--- Zitat ---3. Du hast das Maximalergebnis begrenzt...
Das heißt, du hast bei einigermaßen fähigen Kämpfern quasi nur drei verschiedene Ergebnisse, weil die anderen fast nie vorkommen. Haben bei deinem jetzigen System zwei Kämpfer je 4W8 im Kämpfen, der eine kriegt aufgrund der Ausrüstung einen +3 Bonus, der andere nur einen +1 Bonus... ...es ist garantiert, dass der mit der besseren Ausrüstung gewinnt.
Das ist sicherlich nicht dein Designziel...

--- Ende Zitat ---

Doch! Was ist so schlimm daran? Wenn einer der beiden Kämpfer einfach besser ausgerüstet ist, warum sollte er dann auch nicht besser sein? Ich verstehe dein Gegenargument nicht! Warum sollte es dennoch offen sein?



--- Zitat ---4. Alternativen:
Nimm entweder einen festen Mindestwurf und zähl die Erfolge (Shadowrun 4) oder addiere für jeden Würfel, der den Maximalwert zeigt, +1 (würfelst du mit 5W8: 4,5,8,8,8... ...so ist dein Ergebnis also 10).

--- Ende Zitat ---
Feine Sache, an soetwas hatte ich auch schon gedacht! :)

Gruß,
Klaus.

Edit:

--- Zitat ---Bei dem, was du willst, hast du ernsthaft DnD gespielt???   ;D

--- Ende Zitat ---
Ich dachte schon!  :D Oder woran machst du deine Frage fest?

Yvo:
Hab nur gefragt, weil das, was du scheinbar willst, ist ziemlich weit weg von DnD...

Natürlich soll gute Ausrüstung ein Vorteil sein, aber halt keine Garantie!
Würfle mal zwanzig Kämpfe (sagen wir mal vereinfacht, man muss 5 Proben gewinnen, um den Kampf für sich zu entscheiden) mit 5W8+1 und mit 5W8+3 aus... ...ich bin mir sicher, dass letzterer in 95-100% der Fälle gewinnt. In den meisten dieser Kämpfe wird er nichtmal Schaden erleiden...
Und das wird bei 10W8 noch extremer.
Spannend ist das nicht.
So, wie es jetzt ist, brauchst du keine Kampfregeln, sondern könntest auch sagen "bei fähigen Kämpfern gewinnt der mit der besseren Ausrüstung"...
Rechne mal nach: In 90% der Fälle kriegst du bei 5W8 ein Ergebnis von 6,7 oder 8. Der mit 5W8+1 kann den mit 5W8+3 überhaupt erst schlagen, wenn dieser höchstens eine 5 (5+3=8) würfelt (was nur in 10% der Fälle passiert) und er selber gleichzeitig eine 8 (8+1=9). Also in 5% der Fälle... ...dann hat der 5W8+1 Typ aber erst EINE PROBE gewonnen... ...um den Kampf zu gewinnen, muss er fünf Proben schaffen. Ich weiß jetzt nicht, wir hoch die Pattwahrscheinlichkeit ist, aber sagen wir mal 30% Patt, 65% der Typ mit der besseren Ausrüstung gewinnt die Kampfrunde, 5% der Typ mit der schlechteren Ausrüstung. Sind wir mal großzügig und sagen, die Chancen wären 1 zu 10 für eine Kampfrunde... ...dann wären die Chancen, dass der mit der schlechteren Ausrüstung gewinnt, noch immer unter 0,1%...

Mit einer sochen "Chance" braucht man einen Kampf gar nicht erst auswürfeln...

WICHTIG: Sobald du eine Grundmechanik hast, rechne nicht nur die Wahrscheinlichkeiten aus, sondern teste es einfach mal eine Stunde mit allen verschiedenen Werten (Anfänger gegen Profi, Profi gegen Profi, Anfänger mit guter Ausrüstung gegen Profi mit mieser Ausrüstung...).
Dann überlege, ob da wirklich das "Gefühl" rauskommt, was du haben möchtest...


Das Problem hättest du schon nicht mehr, wenn Ausrüstung Würfel statt einen festen Bonus dazu gibt und du die Regelung "jede 8 gibt einen +1 Bonus" dazu nimmst. Lass das mit dem festen Bonus...

K!aus:

--- Zitat von: Yvo am 25.05.2010 | 12:57 ---Hab nur gefragt, weil das, was du scheinbar willst, ist ziemlich weit weg von DnD...
[..]
Spannend ist das nicht.
[..]

--- Ende Zitat ---

Eben! Ich hatte ja gesagt, dass sich mein Stil in eine andere Richtung entwickelt hat.
Für meinen Geschmack erfüllt der Kampf bei DnD seinen eigenen Zweck. Er soll actionreich und spannend sein! Das ist durchaus legitim und eben DnD!

Ich für meinen Geschmack möchte davon allerdings weg und mehr auf Entscheidungen und Konsequenzen hinaus. Bei DnD sind die Konsequenzen für ein erschlagenes Monster XP. Jetzt unabhängig von irgendwelchem Kontext und geistreichen Rollenspielerischen Ergüssen. Das ist einfach das, womit das System dich belohnt.

Wenn wir z.B. bei Kampf sind, so soll er in sich nicht zwangsläufig spannend sein. Er soll blutig sein und keine Entscheidung, die man leichtfertig tut. Wenn der Held meint, er müsse sich mit dem Elitekrieger anlegen, dann gibt es eben auf die Schnauze. Das ist kein "vielleicht-gelingt-mir-ein-glücklicher-Wurf".

Aber ich nehme deinen Vorschlag zu Herzen und werde ein paar Szenarios durchwürfeln. :)

Gruß,
Klaus.

Yvo:
Denk doch mal anders rum...

...du meintest, die SCs sollen nicht lachen, wenn 20 Orks auf sie losstürmen. Wenn die Orks Kurzschwerter und Lederrüstungen haben, der Charakter ein Langschwert und Kettenhemd, dann lacht er.

Blutig ist mit deiner Regelung der Kampf nur für den mit schlechterer Ausrüstung.

Zudem ist die Ausrüstung bei deinem jetzigen System wichtiger als die Fähigkeit... ...mit einem Elitekrieger kannst du dich jederzeit auch als Anfänger anlegen, wenn du nur die bessere Ausrüstung hast.

Mit einer 0,1% Chance ist es grade eine Entscheidung, die man leichtfertig tut...
...dann kämpfe ich nicht! Habe ich hingegen die 99,9% Chance, dann kämpfe ich. Und wie meine Chancen stehen kann ich bei deinem System recht leicht an der Ausrüstung ablesen.

Du brauchst dieses "vielleicht gelingt mir ein glücklicher Wurf", weil es gleichzeitig ein "vielleicht gelingt dem Gegner ein glücklicher Wurf" ist und du ja definitiv willst, dass man Respekt vor jedem Gegner hat...

Schau die Savage Worlds an... ...da kann irgendein Goblin theoretisch eine Legende mit einem einzigen glücklichen Angrif töten...
Oder auch Riddle of Steel... ...das hat ein sehr ausgefeiltes, komplexes, simulationistisches und taktisches Kampfsystem (was deinen sonstigen Ansprüchen sicher nicht gerecht wird), aber das ist sehr tödlich, so das man sich den Kampf dreimal überlegt...
Der Typ mit dem Dolch hat vielleicht gegen mich mit einem Langschwert nur eine 10% Chance, mich zu treffen... ...aber wenn er es schafft, dann bin ich vielleicht tot oder verkrüppelt.

Dein System ist bisher nicht blutig, sondern vorrausschaubar.

Wie gesagt, so wie es jetzt ist, ist es nicht im geringsten spannend (und Spannung ist IMMER etwas gutes) und du brauchst eigentlich nicht würfeln. Und wenn du verbale Duelle mit dem gleichen Mechanismus lösen willst, so sind auch diese nicht spannend.

Eine schwerwiegende Entscheidung im Kampf ist ja grade "der Ausgang des Kampfes ist offen und ungewiss... ...wenn wir gewinnen (80%), retten wir das Dorf, wenn wir verlieren (20%) sterben wir oder zumindest einer von uns. Und ich könnte wirklich sterben, riskiere ich mein Leben?"...

In deinem System gibt es keine schwerwiegende Entscheidung bisher: "der Ausgang des Kampfes ist offen und ungewiss... ...wenn wir gewinnen (0,1%), retten wir das Dorf, wenn wir verlieren (99,9%) sterben wir oder zumindest einer von uns. Scheiße nein, bin ich blöd?"
(Oder halt andersrum, 99,9% gewinnen, 0,1% verlieren...)

Du brauchst Spannung, Zufallsmomente und ungewisse Ausgänge um das zu erreichen, was du willst.

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