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Preis deutscher Taschenbücher

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Samael:

--- Zitat von: ChaosAptom am 18.06.2010 | 22:54 ---Du vergleichst zwei völlig unterschiedliche Versionen miteinander und zwar die beiden Kurzgeschichtensammlungen für 8,95 und die beiden Romane für 14,95€ in dem wiederlichen Format, dass gewisse Verlage mal eingeführt haben, damit diese TB aus dem Verkaufsregal herausragen und der Käufer da eher hingreift als zu anderen Büchern,

--- Ende Zitat ---

Für +1,5 und +1 cm (Höhe + Tiefe) soll ich +70% zahlen? Tscha, ohne mich. Die haben wohl einen an der Waffel.

EDIT:

Um noch mal den Vergleich zu bemühen: US/UK Taschenbücher haben kein einzelnes Standardformat, und die größeren Bücher kosten idR kaum mehr.

Falcon:
dann liest du eben nur englische Bücher.

14,90 ist die Ausnahme, kommt bei wahnsinnigen Verlagen aber schonmal vor.

Sie hatten von Zeit der Verachtung davor eine Version in einem Pappschuber für 20Euro!! Aber davon haben sich die Käufer wohl nicht verarschen lassen, jetzt versuchen sie es erstmal so.

am Besten auf die dritte Auflage warten, gut möglich, daß die dann für 9Euro rausgehauen wird.

8-10 Euro finde ich auch nicht zu viel für ein Taschenbuch, wenn man sich überlegt, was davon beim Autor ankommt.
Wer nur billig billig billig will, kann ja auf graues Altpapier der engl. Bücher ausweichen, aber da bekommt der Autor dann auch nicht viel mehr.

ich schätze die hohe Qualität der deutschen Bücher, da ich auch meine TB so behandele wie hardcover, so daß ich sie ins Regal stellen kann.

Timo:
@Samael
in der Regel kosten die größerformatigen englischen Taschenbücher viel mehr als die normal großen.
Mal durch mein Regal geschaut ist der Schnitt(Fachbücher ignorierend die würden das jetzt sprengen):
Normalgroßes US TB: 7,50$
Überformatiges TB : 13,50$
Teuerstes normales Überformat (bei mir) sind die Sammelbände von Stephen Brust mit 15$(was übrigens immer noch ein Drittel des dt. Preises ist)

Achamanian:
Das Überformat, in dem der Sapkowski ist, nennt sich im Handel Trade Paperback und ist im Prinzip ein Pseudo-Hardcover. D.h. Verlage wie insbesondere Heyne und Piper bringen die wichtigeren Titel erst als TPB für ca. 15 Euro (inzwischen meist eher 16) und üblicherweise etwa ein Jahr später als Taschenbuch für ca. 10 Euro. Ist ärgerlich, hat aber mit den Realitäten der Buchmarktentwicklung zu tun: Bei Autoren, die übersetzt werden müssen, fallen bei dem inzwischen leider üblichen, aufgeblähten Romanumfang, der für SF und Fantasy typisch ist, allein schon 8000-12000 Euro Übersetzungskosten an. Bei einem immer noch miesen Übersetzungshonorar. Deshalb müssen zumindest bei einem Teil der Bücher die Preise hoch ausfallen, und deshalb gehen die Verlage immer stärker auf teure TPBs als Erstauflage. Mit den Produktionskosten hat das nichts zu tun, die nehmen sich kaum was. TPB/Taschenbuch ist einfach nur eine künstliche Marktsegmentierung: Wer das Buch gleich haben will, muss mehr zahlen.

Ärgerlich ist das, weil man dann eigentlich gleich für 2-3 Euro mehr hochwertige Hardcover machen könnte statt der ollen TPBs. Da schießt aber insbesondere bei der Fantasy und SF die Kundschaft quer: Die kauft bereitwillig für 16 Euro TPBs, bei den wenigen Hardcovern schaut sie dagegen gar nicht erst auf den Preis (auch wenn der vielleicht nur 18 Euro ist), sondern wartet aus Prinzip aufs Taschenbuch. Man kann die Leute sogar im Buchladen auf den minimalen Preisunterschied bei großem Qualitätsunterschied hinweisen, die meisten kaufen trotzdem aus Prinzip keine Hardcover.

Und die zweite Kundendummheit ist leider, dass in den Bereichen Fantasy und SF praktisch nur noch Riesenwälzer gekauft werden. Weshalb die Autoren ihre Werke oft unnötig aufblähen, bzw. weshalb die Verlage nur Bücher jenseits der 500-Seiten-Marke aus anderen Sprachen übersetzen lassen. Was den Preis in die Höhe treibt und der inhaltlichen Qualität meistens schadet. Aber man kann sich dusselig reden: Von fünfzig Fantasy-Lesern gibt es vielleicht einen, der bereit ist, sich ein Buch mit weniger als 300 Seiten zu kaufen, dass dann am Ende auch noch (Oh Schreck!) nicht mal eine Fortsetzung hat ...

Falcon:
jaja, die dummen Kunden.
Vielleicht sind die weicheren Taschenbücher einfach viel transportabler, auch die größeren, schonmal dran gedacht?

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