Medien & Phantastik > Lesen
Preis deutscher Taschenbücher
Orakel:
Angesichts der Tatsache das ich in letzter Zeit fast nur noch philosophische Sachbücher erstanden habe kann ich jetzt nicht viel dazu sagen, aber der Preis kommt bei den Seitenzahlen in etwa hin.
Heretic:
15,- für ein Taschenbuch wäre mir zuviel, und wenn man bedenkt, dass die Blanvalet-Ausgaben der D&D-Romane bei gleicher Dicke z.B. zwischen 7-10 Euro rangieren, empfinde ich 15,- schon als recht saftig...
Jed Clayton:
Nun ja, dass englische und amerikanische Taschenbücher wesentlich günstiger sind als unserige heimischen, weiß ich schon lange. Und das sogar bei im Durchschnitt schöneren Covern und selbst noch bei einem etwas ungünstigen Euro-Dollar-Kurs. ;)
Ich mag es sehr, heutzutage Sci-Fi- und Fantasy-TBs aus den USA für rund 5-7 Euro zu kriegen. Allerdings muss man da auch mal ehrlich gesagt einen ehrlichen Blick auf das Papier werfen... meistens graues Ultra-Billig-Papier.
In Deutschland, wie überall auf der Welt, können sich nur die großen Massenverlage (Heyne, Blanvalet, Bastei, Piper) erlauben, Taschenbuch-Romane für bsp. €8,95 rauszubringen.
Ich bringe demnächst in meinem eigenen Kleinverlag auch einen Roman heraus und muss dafür mindestens 12,00 Euro verlangen, wegen der Herstellungskosten usw.
Lyonesse:
*Seufz* Da wird ganz schön hingelangt, finde ich. Vor 20 Jahren kostete ein saudickes Taschenbuch nicht ganz 13 DM, also 6,50 Euro, und viel teurer wurde es auf keinen Fall. OK, Papier ist teurer geworden, aber das sind doch fast 100% Prozent, im Vergleich zu heute. Amerikanische Taschenbücher sind, im gleichen Zeitraum, zwar auch erheblich teurer geworden, aber doch nicht ganz so heftig. Insofern sind die englischen TBs schon eine Alternative, das aber auch erst seit dem Internet und damit vernünftigen Preisen, denn früher wurden die ja von wahnsinnigen Buchhändlern mit Gold aufgewogen.
Jed Clayton:
--- Zitat von: Lyonesse am 17.06.2010 | 00:38 ---Amerikanische Taschenbücher sind, im gleichen Zeitraum, zwar auch erheblich teurer geworden, aber doch nicht ganz so heftig. Insofern sind die englischen TBs schon eine Alternative, das aber auch erst seit dem Internet und damit vernünftigen Preisen, denn früher wurden die ja von wahnsinnigen Buchhändlern mit Gold aufgewogen.
--- Ende Zitat ---
Das weiß ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Allerdings habe ich mich nie dumm und dämlich gezahlt, wenn es um amerikanische Taschenbücher ging, es war eher der Fall, dass viele Titel, die offiziell noch als "lieferbar" galten, nie in unserer damaligen Uni-Buchhandlung ankamen. Ich habe in meiner Prä-Internet-Zeit, also noch die ganzen Neunziger Jahre über, bestellt und bestellt und dann nie etwas von den Büchern gehört. Sie kamen einfach nicht. Insbesondere dann, wenn es etwas aus der Sciencefiction-, Fantasy- oder Abenteuer-Ecke war.
Als ich dann die englischsprachigen Artikel auf Amazon.de entdeckte, wandte sich alles zum Besseren. Heute kann ich mir das Büchershoppen gar nicht mehr anders vorstellen. Nur wenn ich wirklich unbedingt etwas auf Deutsch haben möchte oder für Mutter/Schwester/Tante/Freundinnen usw. nach einem Geburtstagsgeschenk suche, gehe ich ab und zu in eine normale Buchhandlung (brick-and-mortar store).
Ich glaube, ich war in den letzten zwei Jahren mehr zum Kaffeetrinken in unserer Thalia-Filiale als zum Bücher-Einkaufen. Ab und zu vielleicht ein Manga-Taschenbuch, das kann sein.
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