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Frostzone in der Praxis

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Arkam:
Hallo zusammen,

wir haben Gestern Mal wieder eine Runde spielen können. Da Szenario selbst, eine Extraktion in einer afrikanischen Großstadt und deren umliegenden Slums, lässt sich sehr gut an.
Am Ende einer längeren Regeldiskussion weiß ich auch endlich was ich für einen Computer habe. Nach längerem Blättern zwischen zwei Kapiteln und genauem Lesen stellte sich nämlich heraus das mein Computer nicht im Kopf integriert ist.

Angefangen hat alles damit das mein Computer Schaden genommen hat den ich reparieren lassen wollte. Bei der Diskussion darüber ob das Modul herausnehmbar sei, ich Reparatur Naniten verwenden müsse oder eine OP nötig sei kam natürlich das Thema Größe auf.
Es stellte sich heraus das die Beschreibung des Computers in der nötigen Größe zur Transplantation spielerische Eigenleistung erfordert.
Denn statt einfach davon aus zu gehen das man nur den entsprechenden Preis zahlen müsse um einen im Kopf integrierten Computer zu haben hätte man Querdenken müssen.
Natürlich ist ein im Gehirn integrierter Computer Cyberware. Natürlich muss man sich dann auch das Cyberware Kapitel durchlesen um fest zu stellen das die Beschreibung des integrierten Computers deutlich von der des externen Computers abweicht und das wie ich finde zu Ungunsten des Spielers.

Das sind dann so die Momente wo man auf die Ordnung im Regelwerk und die mangelnden Verweise im Regelbuch kräftig fluchen kann.
Das sind dann aber auch die Momente wo ich Respekt gegenüber meinem Spielleiter habe der die nötigen Nerven für solche Diskussionen auch im Spiel aufbringt.

Der Versuch meiner Hackerin sich in das städtische Überwachungssystem ein zu hacken hat mir allerdings auch die Stärken des Systems gezeigt. Es gab keine umständlichen Dungeons wie bei Cyberpunk 2020, keine Diskussionen darüber wie genau das System jetzt funktioniert wie ich sie bei Shadowrun erlebt habe sondern der Hack war spannend wie ein kurzer Kampf und war genau so schnell erledigt.

Licht und Schatten liegen bei Frostzone eben sehr dicht zusammen.

Gruß Jochen

Callisto:
Wie funkioniert denn das Hacken bei Frostzone?

Arkam:
Hallo Dämonenfänger,

das eigentliche Hacken verläuft in zwei Proben.
Mit der ersten Probe müssen die Schutzmaßnahmen des Ziels überwunden werden.
Bei der zweiten muss man erst Mal entscheiden ob man etwas mit den Geräten am System anfangen möchte. Also etwa eine Kamera nutzen möchte.
Oder ob man das System selbst beeinflussen möchte. In beiden Fällen legt man wieder einen Wurf ab mit dem man dann Erfolge sammeln muss um die gewünschte Aktion zu erreichen.

Als Schutz für einen Rechner gibt es im Prinzip nur eine Möglichkeit.
Man errichtet eine Firewall. Das ist nicht nur per Hardware möglich sondern auch indem man ein Netz aufbaut, zum Beispiel gibt ein LAN (Local Area Network) eine +5 auf die Firewall. Auf diese Art wird dafür gesorgt das der Hacker auch ein Interesse daran hat möglichst nahe vor Ort zu kommen und nicht gemütlich von einem sicheren Ort her hackt.
Allerdings wird es extrem schwierig aus dem Internet heraus etwa auf einen Computer in einer Firma zu zugreifen. Hier wird man Mal eben mit einem 20er Malus belegt. Auch hier ist man wieder gezwungen mit der Gruppe vor Ort zu agieren.
Man kann über entsprechende Spezialisierungen sowohl die Firewall als auch die Mali aufgrund der Zugriffsebene auch beseitigen. Aber bis man so gut ist hat man sich wahrscheinlich schon an das aktive Spielen des Charakters gewöhnt.

Es sind aber eher die netten Details die für mich das System so schön machen.
Das fängt damit an das sich das System was die Runden Abfolge und auch den Würfel Aufwand angeht problemlos in das Kampfsystem integriert.
Man kann Computer im Internet verstecken. Damit sind aus meiner Sicht alle Maßnahmen gemeint damit der eigene Computer und damit man selbst nicht aufgespürt wird.
Es gibt Regeln um Cyberware zu hacken.
Es gibt Regeln dazu um sich ein Konto auf einem gehackten Computer ein zu richten und auch um solche Konten zu finden.
Man kann das Internet als Quelle für Wissen oder Informationen nutzen.

Am besten finde ich die Regeln zur Software. Hier arbeitet Frostzone mit Templats die man je nach dem erreichten Würfel Ergebnis noch ein wenig anpassen kann. Da eine Software zunächst Mal nur ein Mal anwendbar ist und nicht zu kaufen ist muss man wieder selbst aktiv werden. Zudem verhindert man so unüberwindbare Killer Systeme.
Es gibt drei Arten von Programmen.
Script
Ein Script unterstützt einen bei einer definierten Aktion bei einem definierten maximalen Schwierigkeitsgrad.
Viren
Es handelt sich wenig überraschen um die Schadprogramme bei Frostzone.
Sicherheit
Natürlich gibt es auch Sicherheitsprogramme die illegale Aktionen aufspüren, melden und dann ihre Aktion durchführen.

Es gibt Regeln zur Künstlichen Wirklichkeit die wir allerdings noch nicht genutzt haben.

Das ganze kommt auf knapp 30 Seiten sehr übersichtlich daher.

Gruß Jochen

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