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Haben Halblinge eine Existenzberechtigung

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Gorbag:
Ich würde auch sagen das die Halblinge durchaus eine Existenzberechtigung haben. Bei Tolkien haben die Jungs ihre Nische gefunden und können da in Frieden leben. Entsprechend unkriegerisch wirken die Jungs auch im Profil. Nur was passiert wenn die Hobbits mal für längere Zeit mit Krieg konfrontiert sind wird ja nicht wirklich skiziert. Ich denke schon das die Kultur derr Hobbits durchaus wehrhaft wird nach dem ersten Schrecken.
Ob sie auf lange Sicht ihre Städte halten können ist eine andere Frage, aber als Rebellen aus dem Unterholz sehe ich bei den Jungs durchaus Potential.

Mr Grudenko:

--- Zitat von: Feuersänger am  7.03.2011 | 19:22 ---In einer gedrängteren Welt mit mehr Bevölkerungsdruck und ohne besonderes Interdikt von Oben sähe das sofort anders aus.

--- Ende Zitat ---

IIRC gibt es irgendwo bei Tolkien den Hinweis, daß Halblinge später/heute sich vor allem durch Heimlich- und Schnelligkeit auszeichnen, und sofort das Weite suchen, wenn etwas "Größeres" in ihre Nähe kommt.

Ein Leben in Heimlichkeit bzw. in "Nischen" (z.B. verlassene Dörfer etc.) mit starken normadischen Charakter wäre ja auch eine Idee.

Urias:

--- Zitat von: Gorbag am  7.03.2011 | 19:52 ---Ich würde auch sagen das die Halblinge durchaus eine Existenzberechtigung haben. Bei Tolkien haben die Jungs ihre Nische gefunden und können da in Frieden leben. Entsprechend unkriegerisch wirken die Jungs auch im Profil. Nur was passiert wenn die Hobbits mal für längere Zeit mit Krieg konfrontiert sind wird ja nicht wirklich skiziert. Ich denke schon das die Kultur derr Hobbits durchaus wehrhaft wird nach dem ersten Schrecken.
Ob sie auf lange Sicht ihre Städte halten können ist eine andere Frage, aber als Rebellen aus dem Unterholz sehe ich bei den Jungs durchaus Potential.

--- Ende Zitat ---

Find die Idee auch nicht blöd und kann mir vorstellen, dass so ein idyllisches Halblingsland im Kriegszustand auch nicht so leicht einnehmbar sein wird wie man sichs vorstellt. Die werden zwar vor dem direkten Konflikt zurückweichen aber so als Guerilliatruppe sicherlich nicht ungeschickt. Wenn wir mal annehmen, dass die gern oft und lang wandern gehen dann kennen sie ihr Gebiet wie sonst niemand und könnten nen geschickten Untergrundkrieg führen. Is natürlich auch eine Frage des Gebiets. In nem Flachland geht das nicht so leicht wie in ner gebirgigen Landschaft.

Waldviech:

--- Zitat ---Bei Beibehaltung der tolkinischen Interpretation (also keine giftschleudernden kleinen Wilden z.B.) welche mögliche Rolle haben Halblinge in einer ausgewachsenen Konfliktsituation,, wo es eben keine andere Gruppe gibt, die sie mal unter die Fittiche nehmen kann, sondern jeder am Überleben ist und keine Gruppe bisher sonderlich hohe moralische Standards entwickelt hat oder diese gerade über Bord geworfen hat?
--- Ende Zitat ---
Beim weitgehenden Beibehalten der tolkineschen "Interpretation" (eigentlich ist´s ja die Originalversion) würden mir da folgende Ideen kommen:

1. Halblinge sind extrem versierte Landwirte und Viehzüchter: Die "Eroberer" sind das nicht UND den Eroberern ist genau das klar. Also werden die Halblinge gebraucht, um die Gehöfte weiter zu bewirtschaften (ansonsten wäre das Tal nicht mehr wert als jedes beliebige andere Tal). Neben Sklaven und Freiheitskämpfern gibt es in dieser Situation auch noch eine ganze Anzahl von Halbling-Kollaborateuren, die sich mit den Eroberern arrangiert haben. Die Eroberer lassen zwar keinen Zweifel daran, dass SIE die Herren des Tals sind, aber so lange die Halblinge leckere landwirtschaftliche Erzeugnisse liefern und nicht aufmucken, lässt man sie in Ruhe.

2. Halblinge sind als Krieger nicht halb so inkompetent, wie sie aussehen: Liest man Tolkien etwas genauer, stellt man überrascht fest, dass die Hobbits im Zweifelsfalle recht ordentlich austeilen können (Stierbrüller Tuck sei hier als Beispiel genannt). Dazu kommt, dass Hobbits gute Scharfschützen abgeben und sich lautlos durch´s Unterholz bewegen können. Das könnte potentielle Eroberer schnell bereuen lassen, sich mit den vermeindlich wehrlosen Halblingen angelegt zu haben.

3. Halblinge sind ein vergleichsweise "modernes" Volk: Auch wenn Tolkien recht deutlich macht, dass die Hobbits ein vorindustrielles Volk sind, scheinen sie was Gemeinwesen und Alltagstechnologien angeht, doch erheblich moderner zu sein als z.b. die Menschen (siehe z.b. modernes Postwesen, Standuhren auf dem Kaminsims usw.). Die Halblinge könnten im oben genannten Szenario also technisch versierter und wesentlich besser organisiert sein als die Eroberer und ihnen dadurch die Stirn bieten können. (Nicht selten gewinnt ja der den Krieg, der über eine bessere Logistik verfügt und die modernere Ausrüstung hat.)

Ein:
Sie machen, was Klischee-Bürgerliche (die sie ja sind) halt so machen: Die Eroberer mit wehenden Fahnen willkommen heißen, ihre Ideologie übernehmen, ihre Verbrechen unterstützen und nachher die Kollaboration leugnen und sich als eigentliche Opfer inszenieren.

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