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Battle: Los Angeles
YY:
--- Zitat von: Thot am 18.04.2011 | 17:21 ---Also, wenn die militärische Technologie der Aliens irgendwelchen Naturgesetzen folgt, dann gilt doch zunächst mal, dass ein Brückenkopf vor Ort ausnehmend nützlich ist, und Ressourcen zum weiteren Bau von militärischer Ausrüstung sollte man nach so einer langen Reise auch erstmal haben.
--- Ende Zitat ---
(Mal ganz vom Film weg:)
Man muss als Invasor mit genug Material anrücken, um so schnell wie möglich nach der Ankunft die Weltraum- und damit einhergehend die Lufthoheit zu erlangen.
Welchen Nutzen hat ein Brückenkopf in der Schwerkraftsenke für jemanden, dessen gesamte Kräfte zwingend raummobil und dementsprechend luftverlastbar sind?
Keinen, außer dass man sich damit zum Ziel für entsprechende Gegenmaßnahmen macht.
Insbesondere dann, wenn man so direkt und kompromisslos vorgeht, wie das Aliens in solchen Filmen in der Regel tun, muss man als Invasor damit rechnen, dass ein Brückenkopf mit Nuklearwaffen bekämpft wird.
Und dass da eine sichere Abwehr ohne allzu große Kollateralschäden möglich ist, ist allemal fraglich, wenn die militärischen Fähigkeiten des Zielplaneten, insbesondere der USA, noch in vollem Umfang vorhanden sind.
Produktion von Nachschub ist auch so eine Sache - das wird nicht in relevanten Zeiträumen machbar sein. Da muss schließlich eine hochkomplexe Produktionskette aufgebaut werden, und große Teile der irdischen Technologie wird man nicht nutzen können.
Auch das wird nur ein Faktor sein, wenn die Aliens die Invasierten im Zweifel lassen wollen, was sie vorhaben - und selbst dann ist nicht garantiert, dass nicht einzelne Staaten massive Gegenschläge durchführen.
Wenn schon, dann baut man solche Anlagen auf den anderen Planeten im System, wo man seine Ruhe hat.
Also:
Den Brückenkopf für eine interstellare Invasion bringt man selbst gleich mit, nämlich in Form der Invasionsflotte.
Mit bodengestützten (speziell "nur" unterstützenden) Einrichtungen macht man sich in der Frühphase der Invasion nur unnötig verwundbar.
--- Zitat von: Thot am 18.04.2011 | 17:31 ---Orbitalbombardement ist, derart flächendeckend eingesetzt, allerdings ziemlich schlecht für die weitere Verwendbarkeit des eroberten Territoriums...
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an, womit bombardiert wird.
Vieles an militärischer Infrastruktur kann ganz bequem mit relativ leistungsschwachen konventionellen Geschossen und Lasern zerstört werden; mit der ganz groben Kelle muss man nur an gehärtete Bunkeranlagen etc. - und das sind nicht so viele, dass große Gebiete davon permanent unbewohnbar würden.
Thot:
--- Zitat von: YY am 18.04.2011 | 19:50 ---(Mal ganz vom Film weg:)
Man muss als Invasor mit genug Material anrücken, um so schnell wie möglich nach der Ankunft die Weltraum- und damit einhergehend die Lufthoheit zu erlangen.
--- Ende Zitat ---
Nun, unser Szenario ist, dass die Invasoren ihrerseits vertrieben wurden, vor einer Naturkatastrophe fliehen oder dergleichen. Als Flüchtling kann man sich seine Stärke normalerweise nicht aussuchen. Wahrscheinlich fliegt man irgendwo hin und hofft, einen Planeten zu finden, dessen einheimisches Leben sich nicht nennenswert wehrt...
Aber selbst wenn eine solche Invasionsflotte stark genug dazu ist, es mit allen menschlichen Militärmächten anzulegen und zu siegen: Man versucht doch zumeist, seine Verluste zu minimieren. Und eine Schlacht, die man nicht schlagen muss, ist stets die verlustärmste. Daher würde ich an der Stelle einer aggressiven Spezies die am wenigsten besiedelten Gebiete mit geeigneter Temperatur auswählen, dort niedergehen, die einheimische Bevölkerung vertreiben (oder töten) und dann versuchen, mit den anderen Einheimischen Frieden auszuhandeln.
Schlauer wäre aber wahrscheinlich, erstmal mit den Einheimischen zu reden und ihnen etwas Land abzukaufen. Darauf kann man dann ja später aufbauen. >;D
--- Zitat ---Welchen Nutzen hat ein Brückenkopf in der Schwerkraftsenke für jemanden, dessen gesamte Kräfte zwingend raummobil und
dementsprechend luftverlastbar sind?
--- Ende Zitat ---
Wenn wir im Rahmen der uns bekannten Physik bleiben: Woher sollten die Invasoren genug Energie und Stützmasse haben, um mehrfach aus dem Orbit herab und wieder hinauf zu steigen?
--- Zitat ---Und dass da eine sichere Abwehr ohne allzu große Kollateralschäden möglich ist, ist allemal fraglich, wenn die militärischen Fähigkeiten des Zielplaneten, insbesondere der USA, noch in vollem Umfang vorhanden sind.
--- Ende Zitat ---
Wenn die Abwehr in einer Übereinkunft besteht, dann nicht.
--- Zitat ---Produktion von Nachschub ist auch so eine Sache - das wird nicht in relevanten Zeiträumen machbar sein. Da muss schließlich eine hochkomplexe Produktionskette aufgebaut werden, und große Teile der irdischen Technologie wird man nicht nutzen können.
--- Ende Zitat ---
Stichworte "3D printing" bzw. "rapid prototyping". Denk das ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiter. Oder schau in GURPS Ultra Tech nach, Seite 90 . 8]
--- Zitat ---Auch das wird nur ein Faktor sein, wenn die Aliens die Invasierten im Zweifel lassen wollen, was sie vorhaben - und selbst dann ist nicht garantiert, dass nicht einzelne Staaten massive Gegenschläge durchführen.
Wenn schon, dann baut man solche Anlagen auf den anderen Planeten im System, wo man seine Ruhe hat.
--- Ende Zitat ---
Selbst wenn dafür die nötige Stützmasse vorhanden ist nach einer interstellaren Reise mit Abbremsmanöver,und der nötige Proviant vorhanden ist: Hat man denn wirklich seine Ruhe? Oder würden die Einheimischen nicht womöglich auch dort Waffen bauen, um anzugreifen, während man im Vakuum des Alls noch verwundbarer ist als auf einem bewohnbaren Planeten?
--- Zitat ---Vieles an militärischer Infrastruktur kann ganz bequem mit relativ leistungsschwachen konventionellen Geschossen und Lasern zerstört werden; mit der ganz groben Kelle muss man nur an gehärtete Bunkeranlagen etc. - und das sind nicht so viele, dass große Gebiete davon permanent unbewohnbar würden.
--- Ende Zitat ---
Zweifellos wären gezielte Luftangriffe in jedem Fall der erste Schritt. Aber dann wäre da noch das kleine Problem der einheimischen Bevölkerung und ihrer Industrie, die rücksichtsloserweise dauernd neue Soldaten, Waffen und Bunker produziert. Eine regelrechte Invasion mit Bodentruppen wird in jedem Fall erfolgen müssen.
Und all das setzt ja voraus, dass der Angreifer nach einer jahrzehnte- oder jahrhundertelangen Reise durchs All mit allem, was dabei zwangsläufig schief gehen wird in der Lage ist, in nützlicher Zeit genug über die Zivilisation am Zielort zu lernen, um die wichtigsten militärischen Ziele auch als solche zu erkennen. Bei Atomraktensilos wird das beispielsweise schon schwierig, selbst wenn man unterstellt, dass die Aliens wissen, dass die Menschheit sowas hat.
Selganor [n/a]:
Ist der Film wirklich so schlecht, dass man schon auf Seite 1 vom Thema abweicht und zu allgemeinen Invasionsplaenen gehen muss?
YY:
Nicht abartig schlecht, aber auch nichts Berühmtes - eben nicht der Rede wert, weswegen wir über was anderes reden :)
Was sich aber gerade auch wieder erledigt hat, da Thot nur noch um des Diskutierens willen weitermacht.
Thot:
In einem Disukussionsforum? Undenkbar.
Aber mir geht es tatsächlich um die diskutierte Frage. Meinetwegen können wir das ja in einen eigenen Thread auslagern.
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