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[Diced Together] Erstvorstellung
Holothuroid:
--- Zitat ---Aber ich frag mich nach wie vor, ob die Sache mit den Skatkarten nicht zu... übertrieben ist. Im ganzen Spiel kommt kein einziger Würfel vor, außer vielleicht, wenn der Meister irgendeinen zufälligen Spieler in Bedrängnis brinen will.
--- Ende Zitat ---
Nun, es gibt viele feine Spiele, die nur mit Spielkarten arbeiten. Dein Spiel aber scheint mir gerade nicht mit den Karten zu arbeiten. Stattdessen hattest du eine Idee und hast dann die Karten da reingepresst. Sinnvoller wäre es meines Erachtens gewesen von den Karten auszugehen und zu schauen, was die von Natur können.
- Sie haben vier Farben und eine Rangfolge innerhalb der Farbe. (Nicht etwa eine Rangfolge über die Farben hinweg!)
- Man kan sie auf der Hand halten und in ausgewählter Reihenfolge abspielen.
- Man kann sie verdeckt legen.
- Man kann anderen Leuten Karten von der Hand klauen.
- Man kann Karten als Joker benutzen.
- Man kann Karten als Trumpf benutzen.
Das sind die Dinge, die Spieler erwarten werden, wenn sie Karten sehen. Du benutzt Karten so als wären sie Würfel. Es ist etwa so, als würdest du den Spielern Würfel in die Hand drücken und sie dann bitten, den W20 auf der Nase zu balancieren. Das ist nicht das, was man mit Würfeln tut.
Ansonsten: Was der Pyromancer sagt. Die Modifikatoren auszurechnen, klingt für die Zielsetzung, die du formuliert hast, übermäßig kompliziert.
Merlin47w11:
Ok, die Karten loszuwerden soll nicht das unüberwindliche Problem sein. Ich bin unter anderem dazu gekommen, die einzuarbeiten, weil sie eher in einem normalen Haushalt vorhanden sind, als es W20 z.B. wären, und weil sie gerade von der Menge her recht gut passen.
Ja, keine umwerfenden, spieldesigntechnischen Gründe. Aber dafür ist ja alles noch in der Entwicklung. Zudem ich sowieso später die erwähnten sechzig Kärtchen für den Zweck anfertigen will, damit das /2 beim ausrechnen entfällt.
Was ich daher dringend suche, sind Alternativen dazu. Mir geht es nicht darum, was das Skatblatt kann.
Mit den vier Farben und Wertigkeiten würde ich das am ehesten aufgreifen, wenn ich z.b. ein Magiesystem mit vier Elementen darstellen mag. Und wenn es wirklich einen W60 zu kaufen gibt, dann her damit ;)
Aber es stimmt, es erweckt auch auf mich langsam den Eindruck, schwerfällig zu sein :(
Jetzt tritt das sehr persönliche Problem auf, dass ich mich von einigen Elementen, die das entschlacken könnten, nicht trennen mag.... ich versuchs mal darzustellen, wie ich es mir vorstelle:
Spielzene und Spielerszene,
Akt: Bruce Willis macht einen Stunt am Baugerüst, um irgendjemanden zu entkommen
Der Charakter flüchtet in einem im Bau begriffenen Gebäude vor irgendwelchen Verfolgern, kommt an den Rand des Gebäudes und will die Etage wechseln. (Ich reduzier das mal auf ein Metatalent, um nicht die Probenfragen noch mit Talentfragen aufzublähen).
Einfach am Rand herunterklettern und unten wieder reinschwingen wäre Schwierigkeit 2(0)
Ans Gerüst springen und daran runterrutschen wäre eine 4(0)
An den Harken eines Baukrans zu springen und ins Nachbargebäude zu schwingen wäre eine 5(0)
(fragt nicht, wie ich die Einteilung jetzt qualifiziert hab; das ist rein spontan geschehen)
Der Spielleiter fügt hinzu: Nacht, Wind, Regen, Schwierigkeit +10
Der Spieler guckt auf seinen Charakterbogen, sieht dort den bereits zusammengerechneten Talentwert von 45
Nun überlegt der Spieler, was er tun will, entscheidet sich für das einfachste (20), gibt die 10 für die Umweltbedingungen dazu und muss nun eine (45-20= ) 15 "würfeln", um erfolgreich zu sein, was gelingt
Der Charakter klettert eine Etage tiefer und setzt seine Flucht fort. Wenn er leise genug ist, verlieren ihn die Verfolger aus den Augen.
Das wird bestenfalls dort stocken, wo man gezwungen ist zu überlegen, wie spektakulär die eigene Aktion enden soll. Ich werd mir die 1w6 Sache mal ansehen und Wushu ebenfalls. Wenn sich eins von denen unarbeiten lässt; warum nicht?
Aber was kann ich tun, um das Ganze zu beschleunigen?
Ich hab auch gerade überlegt, ob man nicht einfach meine sechs Qualittässtufen nimmt und den Spieler mit nem w6 würfeln lässt, ob er das schafft. Aber das spiegel so schlecht wieder, dass erfahrene Charaktere mit einfachen Aufgaben weniger Probleme haben als weniger erfahrene.
Teylen:
--- Zitat von: Merlin47w11 am 19.05.2011 | 11:56 ---Ok, die Karten loszuwerden soll nicht das unüberwindliche Problem sein. Ich bin unter anderem dazu gekommen, die einzuarbeiten, weil sie eher in einem normalen Haushalt vorhanden sind, als es W20 z.B. wären, und weil sie gerade von der Menge her recht gut passen.
--- Ende Zitat ---
30 Karten + 2 passen zu einer Wert Menge von 60 doch auch nur im Verhaeltnis 1:2.
Verwendet man einen W20 zu einer Wert Menge von 60 ergibt sich ein Verhaeltnis von 1:3.
Beides ist m.E. haendelbar.
Ansonsten, wenn man 6 Stufen hat und danach ein "Zehnerding", wuerde es sich dann nicht anbieten mit einem W6 und einem W10 zu arbeiten?
Mit dem ersten wuerfelt man die Stufe, und mit dem zweiten dann den Wert.
Taschenschieber:
Skalier halt auf 1W100 hoch (also zehn Schwierigkeitsstufen).Bei 3W20 sehe ich das Problem freilich auch nicht - dann fallen halt die schlechtestmöglichen Ergebnisse 1 und 2 weg. Who cares? Du hast dann halt ne Normalverteilung - heißt, extremes Glück und extremes Pech wird seltener.
Karten finde ich persönlich aber äußerst doof. Alleine, weil man sich eine "Wertigkeit" der Farben merken muss - das kriege ich persönlich NIE hin. Bilde das lieber durch Würfel ab.
Das Setting klingt durchaus verwertbar und spaßmachend für Bier&Brezel-Runden.
Das angesprochene Wushu (was der Captain ja nebenan schon empfohlen hatte, tolles Spiel!) ist vermutlich eher nichts für deine Spieler - es erfordert seeehr viel Eigeninitiative, arbeitet quasi nur über Erzählen et cetera. Versuchen kann man's natürlich trotzdem mal... wenn du Glück hast, springen die Spieler doch drauf an und dann macht es richtig mordsmäßig Laune.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wundert mich, dass hier noch keiner Savage Worlds vorgeschlagen hat.
Merlin47w11:
Also, ich hab mir WUSHU angesehen... und muss sagen, es hat anfangs gut geklungen. Aber das ist nun wirklich zu frei. Und ich weiß jetzt schon, dass anstelle des beschriebenen Spielflusses in Diskussionen ausarten werden. Zum Beispiel, warum der Charakter jetzt kein Lichtschwert hervorzaubern kann, warum seine Taschen-Atombombe nicht angemessen ist usw. usf.
Wenn ich denen freie Wahl über die Ausrüstung gebe, werden dort Battlemechs, Panzer und Nano-Suit-Träger entstehen ;D Das will ich verhindern.
1W6 klingt gut. Ich werd drüber nachdenken, wenn ich mit meinem Moloch scheitern werde.
Und Salvage Worlds... nun ja, scheint, ein Kaufprodukt zu sein. Wenn man irgendwo Einsicht in die Spielmechanismen nehmen kann, würde ich das tun.
Und ja, ich weiß dass 30 Skatkarten irgendwie deplatziert wirken. Ich kann auch 60 quadratische Büronotizzettel und die von 1-60 durchnummerieren. Dann noch eine Joker und eine Zonk-Karte für die beiden Extremereignisse und schon brauch sich keiner mehr über dei Wertigkeiten von Schell, Eichel, Herz und Grün Gedanken machen. Wobei... das sind Skatspieler; die Wertigkeit der Karten ist das geringste Problem.
Ich danke für die Kommentare, aber hängt euch doch bitte nicht alle an den Karten auf. Soll ich eine ausführliche Beispielsitzung erstellen, um zu demonstrieren, wie das System im Augenblick funktioniert? wtf?
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