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[Pathfinder] Sind Kämpfer immer noch langweilig?

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Arkam:
Hallo zusammen,

im Thread über meinen Fighter / Cleric kam die These auf das Fighter außerhalb des Kampfes eigentlich langweilig wären.
Begründet wurde das damit das magisch Begabte mit der Zeit immer mehr Optionen dazu gewinnen und irgendwann wie ein Schweizer Taschenmesser für alles eine bessere Lösung mit sich brächten.

Der Thread unter http://tanelorn.net/index.php/topic,60317.0.html ist mir bekannt aber Pathfinder bringt ja doch einige Änderungen mit sich.

Hat sich das grundlegende Problem damit erledigt oder nur auf eine andere Stufe verschoben?

Ich freue mich durchaus Mal auf eine Charakter Klasse ohne einen Bündel von Spezialregeln. Ich kann sehr gut damit leben das ich mir das mit eingeschränkten Optionen im Spiel erkaufe.

Gruß Jochen

ElfenLied:
Die Handlungen des Kämpfers im Kampf bestehen im wesentlichen aus: ich geh hin und hau drauf, ich bleib stehen und hau ganz oft drauf, ich hau dir die Waffe aus der Hand bzw kaputt, ich werf dich um, ich schubse dich. Für alles, was nicht aus draufhauen besteht, braucht man übrigens feats, damit man das halbwegs gut hinbekommt. "Hauen" kann man übrigens auch durch "schießen" ersetzen  ;)

Gegen bestimmte Gegnerarten braucht der Kämpfer besondere Ausrüstung oder die Unterstützung seiner zauberwirkenden Kameraden, um eine Chance zu haben. Gegen fliegende Gegner z.B. braucht er selber eine Flugmöglichkeit, sofern er kein Fernkämpfer ist. Gegen körperlose Gegner braucht er besondere Waffen.

Ausserhalb von Kämpfen kann der Kämpfer natürlich wunderbar durch seine enge Liste an Fertigkeiten beitragen  :P

Darius:
In den Fertigkeiten ist der Kämpfer wohl tatsächlich recht eingeschränkt denke ich.

Bei uns in der Gruppe aber nicht so schlimm. Er bekommt auch genug Spotlight durch den Kampf. Und rollenspielen kann man auch ohne Skills oder?!

Der Gruppe tut der Kämpfer echt gut, weil er gut rockt im Kampf. Zumindest auf den Leveln 1-4 bisher. Weiter sind wir noch nicht. ;)

Koenn:

--- Zitat von: Darius am  7.07.2011 | 16:18 ---Bei uns in der Gruppe aber nicht so schlimm. ... Und rollenspielen kann man auch ohne Skills oder?!
--- Ende Zitat ---

Joa, dito, aber das liegt eher daran, dass wir Rollenspiel generell nicht als Kampfsimulation sehen.

Im Kampf ist der Fighter in den ersten ca. 6 level ganz gut, aber dann laufen Zauberklassen reinen Kampfklassen deutlich den Rang ab (ab level 7 deutet sich das durch Stufe 4 Zaubersprüche an, später wird das immer mehr). Anderes ist allerdings bei Pathfinder/D&D 3.x nicht zu erwarten.

Arg viel mehr als zuschlagen oder das eine oder andere Kampfmanöver bleibt reinen Kämpfern nicht, wobei Zaubernde auch meist nach Schema F vorgehen (zuerst Selbstschutz, falls möglich, dann je nach Vorliebe der Person starke Zauber auf Einzelne oder aber etwas flächendeckendes ...).

MfG

Feuersänger:
Pathfinder hat ein etwas anderes Fertigkeitssystem, d.h. man kann mit höheren Stufen auf jeden Fall alles irgendwie son bißchen.

Aber davon abgesehen, hat Paizo das Kernproblem des Kämpfers gekonnt ignoriert. Ich sage ja immer, das Hauptproblem des Kämpfers ist nicht, dass er nicht kämpfen könnte. Sondern, dass er wirklich absolut nichts _außer_ kämpfen kann. PF hat ihm einige Kampfeigenschaften weiter aufgebohrt (Weapon Training, Armour Training etc.), dabei aber gleichzeitig seine Flexibilität weiter eingeschränkt: effektiv _weniger_ Feats als in 3.5, da viele einzelne 3.5er-Feats auf mehrere PF-Feats aufgeteilt wurden; außerdem ist Power Attack nicht mehr skalierbar sondern nur noch "an/aus", um ein paar Beispiele zu nennen.

Was sie ihm nicht gegeben haben, sind _irgendwelche_ Optionen außerhalb des Kampfes. Der Fighter kann nichtmal Wacheschieben, weil er keine Perception hat. Er taugt auch nicht als Anführer, weil er weder Diplomacy noch irgendwelche anderen sozialen Fähigkeiten bekommt. Und so weiter.

Zwar kann man in PF auch Crossclass-Skills relativ leicht erlernen, aber der Fighter bekommt nach wie vor nur 2+Int Skillpunkte, sodass er dazu die Punkte einfach nicht übrig haben wird. Das liberalisierte Fertigkeitssystem kommt wieder in erster Linie Charakteren mit hoher Int zugute, lies: Magiern.

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