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[WoD] Grenzenloser Smalltalk

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Koronus:
Also die Roten Klauen hatten schon immer einen Hass auf die Menschen und die Schwarzen Furien hatten schon immer einen auf Männer. Der Rest kann einfach nur bis auf Glaswandler (und vielleicht auch Knochenbeiser) in den Anderthalb Jahrzehnten gesehen haben, wie schlimm weiter die Situation wird und wie wenig wir Menschen nun wo wir es sehen es in den Griff bekommen und sogar noch schlimmer machen (hust hust Dieselskandal hust hust Arschkriechende Bundesregierung hust hust). Deswegen kann ich schon verstehen, dass neben den wenigen verrückten die versuchen die Kommandanten des Wyrms zu vernichten die Garou auf die Idee kommen, dass man das Problem am besten in den Griff bekommen tut, indem man alle Menschen die nicht versuchen die Erde (mit aller Kraft) zu retten eliminieren soll beginnend mit denen, die es sogar mit Absicht schlimmer machen. Denn so gehen die Einflüsse unter den Menschen zurück die es schlimmer machen und die guten Menschen setzen sich entweder durch oder die Menschen kapieren unbewusst was passiert und ducken sich immerhin um ja nicht als nächstes dran zu kommen wenn man die Umwelt verschmutzt.

Den Roten Klauen könnte ich sogar zutrauen sie töten stattdessen nur die Beruhigenden Elemente unter uns und so nehmen wir ihnen die Arbeit ab, indem wir den Kriegshetzern folgend uns gegenseitig zerfleischen.

Supersöldner:
selbst wenn die Menschheit vernichtet werden könnte würde so viel leid und Tod nur zum Sieg des Wyrm führen .

Jiba:
Okay, ähm ich hatte noch keine Zeit, jetzt meine Findings in diversen Büchern hier strukturiert zu posten. Nur soviel: Dass abgesehen von totalen Hardlinern (die man auch nur bei den Get, Wendigo, roten Klauen und vielleicht Silberfängen finden würde) irgendein Werwolf ein Zweites Impergium für eine gute Idee hielte... da gibt es zumindest in den Quellen, die ich gesichtet habe (Revised, Revised Players Guide, Storytellers Handbook, W20), KEINE Belege für. Außerdem hätte eine solche Fraktion in den größten Stämmen der Garou Nation, den Children of Gaia und den Knochenbeißern, und auch bei den Furien und den Glaswandlern vehementen Gegenwind.

Es ist also total am Kern der Sache vorbei, da jetzt zu diskutieren, inwieweit die Werwölfe gute Gründe für den Menschenhass haben... sie haben keine, da die Stärkung des Wyrms durch die Menschen und die Beeinflussung der Menschen durch den Wyrm eine klassische Huhn/Ei-Situation ist. Das ist ein Streitthema bei den Werwölfen und die früher im Thread beschworene Einigkeit der Stämme existiert genauso wenig: Septen sind politische Haufischbecken (schöner Autokorrektur-Fehler), Elysien nicht unähnlich.

Jetzt war das aber schon wieder zu viel Behauptung ohne Zitat. Ich hoffe ich habe die nächsten Tage Zeit, das alles mal, am besten in einem neuen Thread auszuführen.

P.S. Eine Spitze kann ich mir doch nicht verkneifen. Die in diesem Thread beschriebene Verbindung der Vampire-Pfade zu menschlicher Moral beschränkt sich bei den meisten darauf, Ausreden zu finden, warum man Menschen töten oder schlecht behandeln darf oder sogar muss (beim Pfad der Knochen ist es eine Sünde, die Gelegenheit, jemanden zu töten, nicht zu nutzen). Und nur weil Vampire eine Menschlichkeitsmechanik hat, kann man daraus nicht ableiten, dass die Garou sich per es unmenschlich verhalten oder Menschen keine Bedeutung beimessen. Schon in der Litanei gibt es gleich zwei Gesetze, die die Menschen schützen. Und: Die Magier, Hunter und Wechselbälger haben auch keine Menschlichkeit. Sind die dann auch unmenschlicher als Vampire.

P.P.S. Werwolfsein ist nicht rein genetisch. Menschliches Kinfolk sind Menschen. Homid Garou sind auch Menschen, mit einer „Werwolfseele“. Man kann kein Werwolf-Gen isolieren. Das ist primär ein spirituelles Erbe, kein körperliches.


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Teylen:
Bei Vampire ist die Standard-Anahme allgemein das man erst einmal auf Menschlichkeit ist.
Das heißt wenn man auf einen Pfad will braucht es einerseits etwas (viel) Aufwand und passendes Setting (Nicht-Camarilla). Zudem zeigen Pfade sehr deutlich an das der Charakter nicht gut ist. Das heißt man würde eher nicht auf die Idee kommen, einen Charakter der auf Pfad der Knochen ist, als edlen Krieger für die geweihte Erde und so allgemeinen Held zu bezeichnen.

Hinsichtlich Mage gibt es da immerhin noch so ein Aspekt wie das Paradox Zeug.
Nun und Wechselbalg hat nicht die Frage nach Gewalt respektive "When will you Rage" als Prämisse.

Jiba:
„When will you rage“ ist nicht die Hauptprämisse von Werwolf, sondern nur ein Fancy PR-Spruch. Die Prämisse von Werwolf ist „Savage Horror“. Das enthält wesentlich mehr als Gewalt. Zumal der Kontrollverlust durch Rage keine angenehme Erfahrung für den Werwolf ist. Es ist Teil seines Wesens, wie das Tier bei Vampire. Das Storyteller‘s Handbook macht das IIRC ziemlich deutlich. Und Wyrmraserei wird mit zunehmendem Zorn wahrscheinlicher. Und die ist eine moralische Sache für Werwölfe.

Das Paradox bei Mage ist kein moralischer Indikator, sondern eine Indikator, wie dreist der Magier die Realität verändert. Wenn ein Magier in einer stürmischen Nacht mit Kräfte einen Blitz in seinen Gegner einschlagen lässt, ist das immer noch koinzident. Wenn du einen Menschen subtil genug psychisch oder körperlich verletzt oder quälst, interessiert das das Paradox einen Scheiß.


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