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Bastardschwert besser als Zweihänder

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Sphärenwanderer:

--- Zitat von: Pyromancer am 20.09.2011 | 19:31 ---Dazu kommt, dass bei SW ja nicht der Minimalschaden oder der Mittelwert interessant ist, sondern, ob ein Zielwert erreicht wird.

Nehmen wir mal einen Gegner mit Robustheit 16. Drei Waffen stehen zur Auswahl:
a) Schaden: 15 (Minimalschaden: 15, Durchschnitt: 15)
b) Schaden: W10+5 (Minimalschaden: 6, Durchschnitt: 10,5)
c) Schaden: 1W20 (Minimalschaden:1, Durchschnitt 10,5)

Wer hier die Waffe nach dem höchsten Durchschnittschaden wählt, der ist gearscht, weil er nie die Robustheit des Gegners erreicht. Waffe b) hat immerhin noch eine 10%-Chance, den Gegner zu verletzen, bei der vermeintlich schlechtesten Waffe c) sind es 25%.

Merke: Statistik nützt nur dem etwas, der sie auch richtig einsetzt. Man muss die richtigen Fragen stellen, dann bekommt man auch die richtigen Antworten. Und die richtige Frage ist bei SW halt nicht: Welche Waffe hat den größten Durchschnittschaden. Sondern die richtige (bzw. eine richtigere) Frage ist: Welche Waffe hat die größte Wahrscheinlichkeit,  den Gegner angeschlagen zu kriegen oder zu verwunden. Das ist nicht das gleiche!

--- Ende Zitat ---
Um zu Zielwerten zu kommen, wird es tatsächlich etwas tricky. Siehe diese Tabelle hier. Um den +1-Bonus einzurechnen, muss man einfach den Zielwert einen Punkt geringer ansetzen als beim Vergleichswert. Man hat also mit W8+1 eine höhere Chance die Werte 3,4,5,10,11 zu erreichen, mit W10 nur die Werte 7,8,9, und bei 6,12 ist es egal, ob man +1 oder einen höheren Würfel nimmt.

Damit wäre der W8+1 i.d.R. noch immer besser als der W10 (man kann die Liste natürlich noch weiterführen.  ;D Die Siege/Niederlagen werden sich abwwechseln und etwa die Waage halten). Wenn man natürlich immer nur einzelne Zielwerte vor Augen hat, funktioniert das Würfelsystem in SW ohnehin nicht richtig.  ;) Deshalb muss man auch bei SW die Durchschnittsergebnisse betrachten: Man kennt die Zielwerte ja in der Regel nicht vorher und kann sich deshalb auch nicht immer optimal darauf einstellen. Deshalb ist üblicherweise ein höherer Durchschnitt bei SW besser. Und eine Probe überhaupt nicht zu schaffen, ist ja ohnehin nicht möglich, wenn die Würfel explodieren.

Dr. Shoggoth:
Nicht zu vergessen, dass bei einer Person mit Stä W8 der Zweihänder 2W8 und das Bastardschwert 2W8+1 Schaden macht. Da der zusätzliche Waffenschaden ja maximal dem eigenen Stä-Würfel enstpricht.
-> Bastardschwert ist noch besser

Unsere Hausregel:
Talent: Anderthalbhänder
Der Charakter erhält +1 Schaden, wenn er eine üblicherweise einhändig zu führende Waffe zweihändig führt.
Es wird dann im einzelnen entschieden ob das mit bestimmten Waffen nicht geht.

Sphärenwanderer:

--- Zitat von: Dr. Shoggoth am 20.09.2011 | 22:11 ---Unsere Hausregel:
Talent: Anderthalbhänder
Der Charakter erhält +1 Schaden, wenn er eine üblicherweise einhändig zu führende Waffe zweihändig führt.
Es wird dann im einzelnen entschieden ob das mit bestimmten Waffen nicht geht.

--- Ende Zitat ---
Das klingt wirklich gut.  :d Durch das Ausgeben eines Talents ist so ein Bonus schon besser zu rechtfertigen. Man könnte das Talent auch noch um den Punkt erweitern, dass bereits zweihändig geführte Waffen auch einen Schadensbonus von +1 erhalten, damit erhält man sich für den Charakter die Variablität der Waffenwahl. Ich denke, ich werde das Talent übernehmen.  ;D

Humpty Dumpty:

--- Zitat von: Pyromancer am 20.09.2011 | 19:31 ---Merke: Statistik nützt nur dem etwas, der sie auch richtig einsetzt. Man muss die richtigen Fragen stellen, dann bekommt man auch die richtigen Antworten. Und die richtige Frage ist bei SW halt nicht: Welche Waffe hat den größten Durchschnittschaden. Sondern die richtige (bzw. eine richtigere) Frage ist: Welche Waffe hat die größte Wahrscheinlichkeit,  den Gegner angeschlagen zu kriegen oder zu verwunden. Das ist nicht das gleiche!
--- Ende Zitat ---
Naja, deshalb gibts in der Statistik neben dem Mittelwert auch die Varianz als maßgeblich beschreibende Größe. Einigermaßen fähige Optimierer haben das im Hinterkopf, sollte man meinen.

Master Li:
Ist doch immer wieder schön, dass das Balancing in SW gut funktioniert. Die größten Kritikpunkte scheinen ja statistische Phänomene im Bereich unter einem Promille zu sein ;)

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