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[SW:GE] Überraschungsangriff, Überraschungsrunde im Kampf
Sphärenwanderer:
--- Zitat von: sir_paul am 24.09.2011 | 13:18 ---Wenn sie sich denn wirklich unbemerkt nähern können!
--- Ende Zitat ---
Was ziemlich unwahrscheinlich sein dürfte, da bereits eine Kampfsituation besteht und alle Beteiligten alarmbereit sein sollten.
Pyromancer:
--- Zitat von: Skeeve am 24.09.2011 | 13:16 ---Also die vier Wölfe die in der ersten Runde von vorne/von den Seiten losspringen machen die Überraschungsrunde, die anderen vier Wölfe die in der zweiten Runde dann von hinten kommen den Überraschungsangriff.
--- Ende Zitat ---
Einfach von hinten angreifen reicht für einen "Überraschungsangriff" definitiv nicht.
Als Faustregel kann man festhalten: Wenn der Kampf mal läuft, dann gibt's auch keine Überraschungsangriffe mehr - weil der andere ja damit rechnet, dass gekämpft wird, immerhin steckt er ja schon mitten drin.
Und dann gibt es ganz, ganz wenige Ausnahmen, wie man auch mitten im Kampf einen Überraschungsangriff kriegt. Z.B. gibt es ein Talent, das das erlaubt. Oder man kann sich Dinge überlegen wie z.B. den Gegner davon überzeugen, dass man aufgibt, die Waffe niederlegen, und dann plötzlich den Dolch aus dem Stiefel ziehen und zustechen. Aber da hat der Gegner immer noch einen Wurf dagegen, i.d.R. Wahrnehmung, um das zu bemerken.
Ein Überraschungsangriff ist normalerweise extrem tödlich. +4 Treffen/+4 Schaden, kombiniert mit einem rücksichtslosen Angriff (kann man sich erlauben, weil der Gegner ja überrascht ist und nicht zurückhaut) macht schon +6 Treffen/+6 Schaden. Wenn man dann noch auf Schwachstellen zielt dann ist man sehr schnell bei +4 Treffen/+8 Schaden oder gar +2 Treffen/+10 Schaden, und Rüstung schützt nicht ->Gegner tot. Und deshalb sollte das auch nichts sein, das einfach so vom Himmel fällt, sondern dass man sich durch einen sauber geplanten Hinterhalt oder kreative Spontan-Ideen erarbeiten muss.
Kardohan:
Nehmen wir mal die obige Szene auseinander.
Szenerie: Schmaler Trampelpfad durch einen düsteren und nebligen Wald. Rechts und links dichtes Unterholz, in dem man sich einige Wölfe verbergen.
Es ist anzunehmen, daß die Helden aufgrund der Vegetation, der Sichtverhältnisse und des gewundenen Weges keine Möglichkeit hatten den Hinterhalt schon von Weitem zu bemerken.
Teilen wir das Rudel der Einfachheit halber schon in 2 Gruppen (vor und hinter den Helden), auch wenn wir sie anfänglich als Einheit betrachten.
Runde 0: Helden kommen an den Ort des Hinterhaltes. Die Wölfe machen ihren Heimlichkeitswurf (Abstand von 5" beachten!), mit Boni durch Deckung (Dichtes Unterholz) und Sichtverhältnisse (Dämmerig und Diesig). Bei anderen Gegnern müsste man noch deren Anzahl und Größe noch in Betracht ziehen (500 Mann oder Riesen sind halt schwer zu verbergen).
Wer Sechsten Sinn hat, darf nun würfeln und gilt bei Erfolg als Abwartend.
Runde 1- ÜBERRASCHUNGSRUNDE: Die restlichen Helden machen ihre Wahrnehmungswürfe gegen die Heimlichkeit der Wölfe. Umgebungsmodifikatoren mit einberechnen. Bei Erfolg erhalten sie eine Initiativkarte, sonst nicht. Da sowohl Wölfe, wie Helden mit Sechstem Sinn als Abwartend gelten, könnten sie nun anfangen sich gegenseitig zu unterbrechen, wer als erster agiert. Situativ erlauben es manche SL an dieser Stelle, dass der Held mit Sechstem Sinn eventuell seine Kameraden warnen kann (im Rahmen seiner Aktion) und diese ihre Wahrnehmungswürfe widerholen oder zumindestens noch eine freie Aktion durchführen könnten. Würfelt ein Held beim Wahrnehmungswurf einen Kritischen Fehler kann man Angriffe auf ihn gut auch als Überraschungsangriffe gelten.
Die Runde wird von allen Beteiligten die abwarten bzw. eine Initiativkarte bekamen ansonsten wie üblich abgehandelt.
Runde 2+: Der Konflikt wird wieder normal abgehandelt. Nehmen wir mal an, dass nur die vordere Gruppe der Wölfe in der Überraschungsrunde aus den Büschen sprang. Die hintere Gruppe Wölfe schleicht sich nun an die Helden an. Sie werfen erneut gegen Heimlichkeit, wie die Helden dann erneut auf Wahrnehmung (5" Felder!), ob sie sie bemerken. Wenn die Helden diesen Wurf versieben, kann man rechtfertigen, dass die Angriffe dieser Wölfe als ÜBERRASCHUNGSANGRIFFE gelten können. Der Fairness halber würde ich aber die hinteren Wölfe einzeln mit ihren Heimlichkeitswürfen abhandeln. Generell bemerkt man ja im Kampf, was um einen vorgeht, so dass wirklich nur einzelne Gegner sich wirklich heimlich anschleichen können.
So würde zwar ein typisches Wolfsrudel nie vorgehen, aber es ging ja auch nur um die Illustration.
Skeeve:
--- Zitat von: Kardohan am 25.09.2011 | 10:22 ---Nehmen wir mal die obige Szene auseinander.
--- Ende Zitat ---
Ah, danke! So ungefähr dachte ich es mir.
--- Zitat von: Kardohan am 25.09.2011 | 10:22 ---So würde zwar ein typisches Wolfsrudel nie vorgehen, aber es ging ja auch nur um die Illustration.
--- Ende Zitat ---
Mmmh, wenn das mit dem Jagdverhalten in der Wikipedia: "Häufig versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmitglieder jagt, die an einer geeigneten Stelle in Deckung liegen." http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf#cite_ref-13 so stimmt, dann erscheint es mir nicht so ganz unwahrscheinlich.
Pyromancer:
Ich rate davon ab, das so zu handhaben.
Es ist in meinen Augen nicht überraschend, in einem Kampf mit Wölfen... von Wölfen angegriffen zu werden; und zwar egal, ob die jetzt von Hinten kommen oder nicht. Klar, letztendlich ist es SL-Entscheid, aber mir persönlich wäre das zu krass und würde das Spiel zu tödlich machen.
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