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D&D Next
Gummibär:
Der Suppenvergleich wäre wohl besser mit Pizza. Pizza ist gut, wenn sie frisch aus dem Backofen ist, oder am nächsten Tag kalt. Kalte Pizza hat genügend Liebhaber, kalte Suppe eher nicht.
Oder Tee. Viele trinken Tee gerne heiß, ich trinke ihn lieber kalt.
--- Zitat von: Arldwulf --- Es gibt für prinzipiell alles was man spielen kann etwas besseres als D&D. D&D ist Mainstream. Die Stärke des Systems liegt in seiner Vielseitigkeit und dem Unterstützen vieler verschiedener Spielstile.
--- Ende Zitat ---
Welche Systeme eignen sich besser für GAM ?
--- Zitat von: La Cipolla --- Ich finde es nur angebracht, wenn es seinen Horizont mit jeder Edition erweitert, ohne aber das Rad neu zu erfinden.
--- Ende Zitat ---
In welchen Punkte erweitert Next denn den Horizont?
--- Zitat von: La Cipolla am 17.07.2012 | 20:17 ---Das ganze Problem gibt es nur, wenn die Rast benötigt wird. Wenn es auch ohne Schutzzauber noch vernünftig weitergeht, wird der Großteil der Spieler nicht entgegen aller Logik mit 'nem Zelt ankommen. Zumal dann auch wieder die Setting-Logik greift (man HAT einfach selten so viel Zeit! Speziell in Next, wo mit der Bedeutung von Geld auch die Verfügbarkeit von Nahrung und einem Dach zum Schlafen wieder relevant werden wird ...).
--- Ende Zitat ---
Ohne Rast weitermachen wird man nur, wenn man Zeitdruck hat oder wenn man weiß, dass keine Gefahr droht (und in dem Fall kommt es ja auch zu keinem Kampf, bei dem diejenigen besser dastehen, die ihre Ressourcen nicht sofort rausgehauen haben, da es dann ja zu keinem Kampf kommt). In einer gefährlichen Zone muss man doch damit rechnen, auf gefährliche Gegner zu treffen, daher ist es nur klug, dort erst weiter zu erforschen, wenn man maximale Ressourcen hat. Natürlich kann es sein, dass man die nächste Begegnung auch ohne Schutzzauber packt, aber es kann eben auch sein, dass es nicht so ist. Das darf man erst gar nicht riskieren und daher rastet man.
Ein Dach über dem Kopf spielt keine Rolle, wenn man ein Zelt hat oder ein gewisses Level an Reichtum erlangt hat. Schließlich werden die Zimmer nicht teurer, nur weil man Level 15 hat, da fällt sowas nicht ins Gewicht. Gleiches mit Nahrung und Geld bzw. nem Waldläufer oder so mit entsprechenden Fertigkeiten.
La Cipolla:
--- Zitat ---Ohne Rast weitermachen wird man nur, wenn man Zeitdruck hat oder wenn man weiß, dass keine Gefahr droht (und in dem Fall kommt es ja auch zu keinem Kampf, bei dem diejenigen besser dastehen, die ihre Ressourcen nicht sofort rausgehauen haben, da es dann ja zu keinem Kampf kommt). In einer gefährlichen Zone muss man doch damit rechnen, auf gefährliche Gegner zu treffen, daher ist es nur klug, dort erst weiter zu erforschen, wenn man maximale Ressourcen hat. Natürlich kann es sein, dass man die nächste Begegnung auch ohne Schutzzauber packt, aber es kann eben auch sein, dass es nicht so ist. Das darf man erst gar nicht riskieren und daher rastet man.
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Und das bezweifle ich eben. Meiner Erfahrung nach haben das die meisten Gruppen nicht mal in 3.x gemacht (um ehrlich zu sein hatte ich noch NIE etwas vom 5-minute-workday-Konzept gehört, bevor ich mit Internet-Menschen über Rollenspiele geredet habe), und Next hat die Extrempunkte ja sogar jetzt schon angegangen, bzw. selbst im letzten Playtest. Das Phänomen wird bei den allermeisten Spielern hauptsächlich dann aufkommen, wenn es gewollt ist. Also etwa, wenn die Spieler ausgelaugt sind, der SL aber eine weitere Begegnung an den Horizont stellt. Und das ist dann ja schon wieder intentional und sorgt für ernst zu nehmende Entscheidungen, wenn es richtig eingefädelt wird.
--- Zitat ---Ein Dach über dem Kopf spielt keine Rolle, wenn man ein Zelt hat oder ein gewisses Level an Reichtum erlangt hat. Schließlich werden die Zimmer nicht teurer, nur weil man Level 15 hat, da fällt sowas nicht ins Gewicht. Gleiches mit Nahrung und Geld bzw. nem Waldläufer oder so mit entsprechenden Fertigkeiten.
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Bleibt abzuwarten. Erstens wird das alles durchaus teurer, weil erfolgreiche Abenteuer vielleicht nicht mehr in einer Scheune schlafen und sich von Wasser und Brot ernähren wollen. Zweitens (und das ist der Hauptpunkt) geht das System ja offensichtlich nicht mehr von einer steilen Preiskurve aus -- teure Rüstungen soll es erst auf hohen Levels geben! Natürlich kann man sich später dann viel leichter eine Unterkunft leisten, aber es wird halt eine Investition sein. Was aber nur ein weiterer Faktor ist, der die Gefahr eines attraktiven 5-minute-workdays abschwächt.
Aber wie gesagt, Hauptpunkt bleibt immer noch: Das Problem war schon immer ein (durchaus relevantes) Luxusproblem, und jetzt wird es weiter abgeschwächt, bis es endgültig in die praktische Obskurität fadet. Kein Grund zur Aufregung.
--- Zitat ---In welchen Punkte erweitert Next denn den Horizont?
--- Ende Zitat ---
Bspw. in Mechanismen, die für D&D neu sind (Advantage), einer Art der Charaktererstellung, die im Mainstream-Rollenspiel praktisch seit 15 Jahren eingefroren war und jetzt für die aktuellen Spieler grundlegend überarbeitet und in eine moderne Form gebracht wird, Storytelling-Elementen (Narrative Battle Module), allgemeiner und vor allem offizieller Modularität. Letztendlich ist aber alles nicht nötig. Der D&D (Mainstream!) Horizont erweitert sich auch schon, wenn die Regeln einfach nur klug überarbeitet werden. Da gehört auch eine Neukomposition beliebter Elemente dazu, gerade bei einem essentiellen Spiel wie D&D.
Holothuroid:
--- Zitat ---(um ehrlich zu sein hatte ich noch NIE etwas vom 5-minute-workday-Konzept gehört, bevor ich mit Internet-Menschen über Rollenspiele geredet habe)
--- Ende Zitat ---
Das kann ich im Grunde unterschreiben. Eher habe ich Dinge erlebt wie: "Ne, das Abenteuer verfolgen wir heute nicht weiter. Lieber nächste Woche, wenn die Magierin wieder da ist." (alternativ auch für Kleriker). Oder von Spielerinnen am ersten Abend ohne jegliche Rollenspielerfahrung: "Warum kann der Magier/Schamane/Psioniker das alles?" Oder regelmäßig eine Teilnehmerin, die nichts Sinnvolles zum Spiel beitragen kann, weil sie die Regeln schlicht nicht beherrscht (und daher keine Zauberer spielen kann/mag).
Das sind die Probleme, die sie für mich tackeln müssen. Auch für Charakterstufen 10 und darüber.
Arldwulf:
Klar hört man von dem Thema erst wenn man dorthin geht wo es diskutiert wird.
Aber das bedeutet ja nicht das man vorher nicht darauf stößt. Oder sind alle Abenteuertage mit der genau richtigen Anzahl Kämpfe? Solange bis man im Internetforum liest das weniger (oder auch mehr) das Balancing beeinflussen?
Eher nicht, man lebt einfach damit oder der SL reagiert durch Anpassung der Abenteuer damit.
Santa:
--- Zitat von: Arldwulf am 18.07.2012 | 09:01 ---Eher nicht, man lebt einfach damit oder der SL reagiert durch Anpassung der Abenteuer damit.
--- Ende Zitat ---
Wir haben das in den alten Editionen (AD&D, 3.x) regelmäßig, dass Caster darauf drängen auszuruhen und weniger Kämpfe am Tag stattfinden, als es eigentlich der Fall ist. Die Caster wollten natürlich auch nicht ihre Ressourcen für Spruchrollen etc. ausgeben, sondern lieber "coole" magische Gegenstände haben. Da bei uns aber der SL nicht darauf reagiert hat, macht es irgendwann einfach keinen Spaß mehr einen Charakter zu spielen, der auf eine Spruchvorbereitung nicht angewiesen ist, weil diese Punkte scheinbar mit in das Balancing einbezogen wurden.
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