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Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 30.01.2012 | 19:11 ---Die Spielerschaft ist nicht halb so in Fraktionen unterteilt wie die zum Teil heftig ausgetragenen Editionskriege glauben machen.
--- Ende Zitat ---

Oh doch das ist sie. Das gilt sogar schon innerhalb einer einzigen Systemedition (schon als es "nur" 3.x gab, gab es diverse Fraktionen, die sich gegenseitig mit Schmähungen überschüttet haben), und ist mit den dazugekommenen neuen Editionen und Varianten nicht besser geworden.

Was allerdings 3.x besser als die 4E gemacht hat, war, den Eindruck zu vermitteln, mehrere Spielstile zu unterstützen. Unabhängig davon, ob sie für einen bestimmten Spielstil besser geeignet war, war sie für die Anhänger des jeweiligen Stils oft deutlich ansprechender. Insoweit konnten sich diese Fraktionen unter dem selben Dach fetzen. Wenn die neue Edition da wieder hin zurückkehrt, möglichst viele unterschiedliche Geschmäcker nicht nur zu unterstützen, sondern auch anzusprechen, wäre ein erster Schritt gemacht.

Ob sie das erfolgreich schaffen, ist eine spannende Frage. Allerdings vor allem für sie selber, denn Wohl und Wehe des Hobbys hängt davon schon lange nicht mehr ab. Und hing es speziell hier in Deutschland ja auch noch nie.

Arldwulf:
Ist natürlich eine Frage welche Meinung man vertritt, und damit subjektiv. Und natürlich auch eng auf das Thema "Was wünscht man sich vom Rollenspiel" bezogen.

Aber du musst dich nur mal in 3.5 Foren umschauen welche Dinge dort kritisiert werden oder welche Probleme mit dem Regelsystem diskutiert werden. Und umgedreht in 4E Foren dich umschauen welche Probleme dort diskutiert werden. Beide "Seiten" gehen da durchaus von unterschiedlichen Positionen aus heran, aber in den Threads: "Wie soll ein gutes Rollenspiel aussehen" kommt dennoch weitgehend das gleiche heraus.

Es ist eben nicht so als ob die Spieler der einzelnen Editionen vollkommen unterschiedlich wären - in erster Linie sind das alles Rollenspieler die D&D mögen, prinzipiell die gleiche Art von Abenteuer spielen und deren Charaktere ähnliche Dinge erleben.

Und das gilt halt nicht nur für 3.5 und 4E. Ich spiel ja inzwischen viel mehr AD&D 1st als ich die anderen beiden zusammen spiele, mal Online Runden ausgenommen. Aber die Spieler dort sind letztlich nicht im geringstem anders als Spieler anderer Editionen, und wollen letztlich auch das gleiche vom Rollenspiel.

Man darf das nur nicht mit "sie mögen die gleichen Regelumsetzungen" verwechseln. Ich kenn genug Leute die irgendeine Edition nichtmal mit der sprichwörtlichen 10ft Lanze anfassen würden, die völlig ablehnen was dort gemacht wurde und es in der Luft zerreißen. Und sich auch gern so hinstellen als seien die anderen Editionen nur was für XYZ Spieler, die mit ihnen nichts zu tun hätten. Aber wenn man sie fragt was sie eigentlich wollen klingt es dennoch sehr vertraut.

Darum geht es: Auszusagen dass es durchaus möglich ist etwas zu schaffen was Spieler vieler Editionen glücklich macht, da die Wünsche dieser Spieler eigentlich recht ähnlich sind. Man muss nur über die Hürde springen das die Spieler die dazu nötigen Regeländerungen auch annehmen, und dort liegt die Schwierigkeit.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 31.01.2012 | 10:35 ---aber in den Threads: "Wie soll ein gutes Rollenspiel aussehen" kommt dennoch weitgehend das gleiche heraus.
--- Ende Zitat ---

dann lesen wir unterschiedliche Threads, aber egal. Ich orientiere mich ja typischerweise eh mehr an dem , was die Designer selbst über ihr Spiel sagen als an dem, was die Spieler darüber denken, und dass man sich die 4E wie alle anderen Editionen auch schon für seinen Geschmack passend machen kann, hab ich eh nie abgestritten. Aber das hatten wir alles schon. Mehrfach.


--- Zitat ---Auszusagen dass es durchaus möglich ist etwas zu schaffen was Spieler vieler Editionen glücklich macht,
--- Ende Zitat ---

Dem stimme ich durchaus zu, meine Skepsis gilt eher der Frage, ob das alleine ausreicht, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Um jetzt nur mal von mir auszugehen: Ich werde mir sicher alleine schon aus Neugier die Grundregeln zulegen. Allerdings habe ich ja für mich schon eine gute Alternative gefunden, von der mich wegzulocken eigentlich nur mit einem System funktionieren kann, dass noch spezieller auf meine ganz persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das mit einem System erreichen zu wollen, dass gleichzeitig auch noch für Spielstile ansprechend sein soll, die dem meinen diametral widersprechen, gleicht der Quadratur des Kreises.

Dazu kommt noch, dass bei der Wahl der von mir bespielten Systeme letztere meist eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Dass ich überhaupt D&D, DSA oder sonstwas spiele, war immer mit einer Entscheidung für die unterstützten Spielwelten verbunden und eigentlich nie eine Systementscheidung. Die 4E ist da eine extreme Ausnahme, insoweit wird es wohl alles andere als schwer sein, wieder ein System zu finden, dass für mich spielbar genug ist. Aber das ist nur der erste Schritt, und der alleine wird nicht ausreichen.

ErikErikson:
Ich denke mit dem Vorbild DSA kann man nix falsch machen. Um den Massenmarkt anzusprechen, muss von allem irgendwas drin sein, alle Spielstile müssen bedient werden. Dann klappts auch.

Windjammer:

--- Zitat von: Glgnfz am 30.01.2012 | 21:29 ---Und dann kommst du zu dem Schluss, dass die D&D-Spieler nicht zersplittert sind?


Interessant.

--- Ende Zitat ---

"Don't feed the troll."

Und das meine ich ernst. Du verschwendest nur Deine wertvolle Zeit.

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