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Welchen Comic lest ihr gerade?

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Kriegsklinge:
1."Sandmann" ist sowohl mit "dark fantasy" als auch "horror" sicherlich nicht annähernd vollständig charakterisiert. Wenn man irgendwie Comics mag, sollte man sich das mal angucken.

2. Ob Frank Miller "typisch amerikanisch" ist, mag ich nicht beurteilen, aber ich finde, er ist mit seinen Herrenmenschencomics ein absoluter Unsympath.

3. Diese "Diskussion" (heute ist Gänsefüßchentag!) Uh-Es-Ahh vörsus Fronkobelschick ist mir zu ... ich weiß auch gar nicht wie. Nur so viel: Ich als unambitionierter Comicleser finde diesen Abgleich von zeichnerischer Qualität völlig irreführend. Abgesehen von den bekannten Problemen, sowohl amerikanische als auch frankobelgische Comics jeweils für sich auf einen sinnvollen Nenner zu bringen, sind das einfach völlig verschiedene Industrien, Publikumse, Traditionen. Man wird weder der einen noch der anderen Sparte gerecht, wenn man einfach nur die Seiten nebeneinanderlegt und guckt, wo die Panels wilder umeinandertanzen. Ein klassischer Superheldencomic zB will einfach etwas ganz anderes erreichen als eine hermetische Garage, und entsprechend unterschiedlich sind die ästhetischen Mittel eingesetzt. Natürlich ist es immer legitim, eine persönliche Vorliebe zu pflegen, und die kann man sicherlich auch an ganz bestimmten ästhetischen Unterschieden festmachen. Nur dass die eine Schublade damit grundsätzlich oder auch nur künstlerisch besser ist als die andere, das ist doch Käse. Und dass amerikanische Comics jetzt per se die spannendere Panelaufteilung haben sollen, das ist doch eine so sinnvolle Behauptung wie zu sagen: deutsche Rollenspiele haben die schöneren Würfel.

korknadel:

--- Zitat von: Nocturama am  2.02.2015 | 13:23 ---Sicher haben unterschiedliche Stile (teilt man die nun in frankobelgisch, USA und Japan ein oder in irgendwas anderes) unterschiedliche Stärken und Schwächen

--- Ende Zitat ---

In diesem Zusammenhang finde ich halt auch die gegenseitige Beeinflussung so faszinierend. Bei Mangas kenne ich mich leider fast gar nicht aus, aber gibt es da nicht auch eher "westlich" beeinflusste Exemplare? Bei den Frankobelgiern ist der Einfluss von amerikanischen und japanischen Comics jedenfalls sehr häufig wahrzunehmen, und zumindest vom einen oder anderen amerikanischen Zeichner weiß ich, dass die sich auch gerne bei Moebius und anderen Frankobelgiern inspirieren. Das ist mitunter sehr faszinierend, wie ich finde.

Übrigens ist es auch erstaunlich, wie offen die frankobelgische Comicszene ist: in Paris gibt es neben den vielen Comicläden auch noch etliche reine Mangaläden, und was dort an amerikanischen Comics, Klassikern wie Aktuellem, auf Französisch erscheint, lässt einen vor Neid erblassen. Und das alles trotz des riesigen Markts an "Eigenproduktionen". Finde ich immer wieder spannend, diesen Aspekt.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: Nocturama am  2.02.2015 | 13:23 ---Sehe ich auch so. Ich finde es immer etwas anstrengend, dass "gefällt mir nicht" sofort mit "ist Schund" gleichgesetzt werde muss und man sofort anderen Leuten mitteilen muss, warum sie badwrongfun haben. Ich finde es wesentlich sympathischer, enthusiastisch von etwas zu erzählen, was man total toll findet - und zwar ohne vergleichbare Dinge niederzumachen.
--- Ende Zitat ---

Ganz ganz enthusiastische Unterstützung von mir!

Ich bin selber ein Francobelgique-Fan (so alles von Herman, besonders Türme von Bos-Maury, und die komplette Kogaratsureihe), hab schon gute mir gefallende US- und Mangasachen gelesen, finde andere wiederum doof, aber beweist das irgendetwas?  ::)

Timo:
@Kwuteg
Apropos Kogaratsu, der läuft jetzt beim Finix "Verlag" weiter.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: Timo am  2.02.2015 | 14:19 ---Apropos Kogaratsu, der läuft jetzt beim Finix "Verlag" weiter.

--- Ende Zitat ---

:o :o :o :o :o :o

Weisst du, wie sehr ich da drauf gewartet habe, was Neues zu kriegen?????

Hast mir gerade den Tag gerettet  ;D

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