Medien & Phantastik > Sehen
The Amazing Spiderman
Timo:
Was meinst du wo er die Massen an weißer, viskoser, klebriger Flüssigkeit her bekommt? Ohne Freundin geht sowas leichter >;D
Er kann seine Kräfte ja kontrollieren.
Vash the stampede:
Mir hat der neue Spidey gut gefallen. Vor allem mag ich den neuen Peter Parker. Und Ben und May sind Welten besser als in der alten Verfilmung. Die realistischere Grundstimmung weiß zu gefallen und auch wenn die Echse nicht der Riesengegner war, fand ich die Geschichte gut, weil sie vieles anriss und vorbereitete. Der Film hatte gelegentliche Längen, weil er Dinge erklärte, was dem Schwung schadete, dem Verständnis aber diente. Hier könnte eine bessere Inszenierung Abhilfe schaffen. Ich freue mich auf jeden Fall auf einen weiteren Film von denselben Machern.
Nur eine Sache würde ich gerne von euch per Spoiler-Tag erklärt bekommen: Was hatte es mit der letzten Szene auf sich? Ich habe eine Vermutung, bin mir aber nicht ganz sicher und hoffe auf eure Hilfe.
alexandro:
Die Schlussszene war
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)der verzweifelte Versuch der Autoren, ihre Planlosigkeit und die viele Löcher im grottigen Drehbuch, durch uninspiriert von "Lost" geklaute Pseudo-Andeutungen zu kaschieren ("Er hat keine Ahnung?" - "Ja." - "OK, dann lassen wir ihn in Ruhe." - selten eine DÄMLICHEREN Dialog gehört |:(( ).
...ich Liste mal im Detail auf, was mir an dem Film ge- und missfallen hat:
Hauptcharakter: Ein unsympathischer Charakter, der glaubt das sich die Welt nur um ihn dreht (was auch stimmt: achtet mal drauf, wie sich die Komparsen im Hintergrund verhalten, wenn er eine Szene hat). Es fällt schwer, irgendeine Beziehung zu einen Charakter aufzubauen, welcher derart PERFEKT, ganz ohne Ecken und Kanten, ist (und der bei jeder, verdammt JEDER, Autoritätsperson durch das Drehbuch/den Schnitt das letzte Wort zugeschanzt bekommt - egal wie unglaubwürdig das wirkt). 2/10
Gegenspieler: Conners/Echse ist interessant, allerdings kommt seine Wandlung vom wohlmeinenden Wissenschaftler zum fiesen Terroristen/Monster etwas kurz und wirkt daher unglaubwürdig. 7/10
Nebendarsteller: Gwen Stacy (ja, sie ist in diesem Film eine Nebenfigur) ist niedlich, mehr aber auch nicht. Ihr Vater schwankt unmotiviert zwischen "streng, aber wohlmeinend" und "faschistoider Kreuzritter". Flash Thomson hat keine Mimik und keine Motivation. Martin Sheen ist OK und Tante May ist klasse, sie bekommen aber nicht viel Spielraum, weil sie - wie schon erwähnt - Peter nicht wirklich Contra geben dürfen (wahrscheinlich dachte man sich bei Sony, dass die "coolen Kids" keinen Film sehen wollen, in dem Elternfiguren den Protagonisten den Kopf geraderücken) - damit hat man klar an der "Kernstory" von Spidey vorbeigeschossen. 3/10
Tempo: Nicht vorhanden. Der Film braucht ewig, um in die Gänge zu kommen und hält sich mit unwichtigem Kleinkram auf. Bis Peter überhaupt mal als Spinne in Aktion tritt, vergeht eine gute Stunde und selbst dann wird noch mehr Aufmerksamkeit darauf gelegt, dass es bei den Stacys Seebarsch zum Essen gibt, als auf den Konflikt mit der Echse. 2/10
Dialoge: Hölzern. Sie plätschern so vor sich hin und man merkt, dass die Schauspieler nicht wirklich wissen, was die Szene jetzt eigentlich bezwecken soll. Ich kenne die Originalfassung nicht, daher weiß ich nicht ob dort die Dialoge zwischen Peter und Stacy auch derart "gehaucht" wurden, auf jeden Fall empfand ich das als sehr störend. 4/10
Effekte: Der Endkampf ist gut inszeniert, das CGI der Echse überzeugt (auch wenn das Grinsegesicht-Design etwas albern aussieht), leider sind die Schwingszenen in New York weitgehend recht unspektakulär (keine Dynamik) - dass hat der Film von 2002 besser hingekriegt. P.S.: die "Parcours-Szene" aus dem Trailer - mit der die Fans für den Film angefixt wurden - kommt nicht im Film vor. 8/10
Drehbuch: Sehr, sehr löchrig. Viel wird angeschnitten, nur um sang- und klanglos fallen gelassen zu werden (die Forschungen von Peters Vater, der Mörder von Onkel Ben, der böse Handlanger von Norman Osborne). Die post-credits-Szene zeigt sehr deutlich, dass die Macher keinen wirklichen Plan haben und versuchen sich mit vagen Andeutungen in eine Fortsetzung zu retten. 2/10
Reboot?: Unnötig. Der Film hätte ebensogut nach Teil 3 von Raimis Trilogie spielen können (wäre wahrscheinlich auch besser gewesen: dann hätte man nicht soviel Zeit auf Exposition verschwenden müssen und der Film wäre vielleicht besser geworden). Die von den Fanboys bejubelte Neuerung (Netzwerfer) spielt im Film überhaupt keine Rolle. Achja: der Satz "Aus großer Macht folgt große Verantwortung" wurde ersatzlos gestrichen. 1/10
Gesamtnote: 3,625/10
Alice Crocodile Coltrane:
8/10
Fast ganz grosses Kino.
Nichts was ich hätte verpassen wollen.
Ansonsten: Das was Vash schreibt und so ziemlich das Gegenteil von dem was alexandro schreibt.
Gaming Cat:
Unterhaltsamer Film...man darf allerdings auch nicht zuviel erwarten. Persönlich fand ich die bisherige Trilogie sympathischer und mir ist ein Loser im Spidey-Kostüm (also Maguire) irgendwie lieber - das gibt mehr Kontrast. Sehr gut waren die Netzschwinger-Szenen und die Effekte allgemein. Negativ fand ich das Abfallen der Schauspieler gegen die ausgezeichnete Besetzung der vorigen drei - man sehnt sich doch bisweilen nach einem Willem Dafoe oder Alfred Molina... ;)
Aber alles in allem doch sehr nett anzusehen.
@After Credits Scene:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Allgemein wird vermutet der Typ mit dem Hut sei Norman Osborne - ist wohl der beste Tipp, da derselbe ja im Film mehrfach Erwähnung findet...
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