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The cabin in the woods

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Vash the stampede:
Der Film ist zu keiner Zeit eine Parodie und will es nie sein. Er ist ein Horrorfilm, der witzige Momente hat. Mehr aber auch nicht.

Xemides:
Ich verstehe den Film schon als Parodie. Er ist nur nicht so platt wie Scary Movie zum Beispiel. Aber er zieht eindeutig die ganzen Horror-Klischeees der letzten Jahrzehnte durch den Kakao, verdreht sie, mischt die Karten neu und mache eine neue intelligente und im großen und ganzen stimmige Story daraus.

Ich finde schon die komplette Handlung als witzig. Er ist mehr als ein Horrorfilm mit witzigen Momenten.

Dreamdealer:

--- Zitat von: Karl Lauer am 26.09.2012 | 19:19 ---Was denn zum Beispiel?

--- Ende Zitat ---

Der Film fühlte sich nicht an wie aus einem Guß, nicht wirklich Horror, nicht wirklich Parodie bzw. Komödie.

Von Whedon hätte ich eher sowas wie Tucker & Dale vs Evil erwartet, der das Horror/Splatter Element exzellent
mit Humor und zwar auch passendem Humor vereint hat.

Wer in solchen Filmen nach Logiklücken sucht ist selbst schuld, aber selbst wenn man die Filmwelt so annimmt,
fand ich einige Dinge einfach nicht stimmig.

Z.B. Das Labor wirkte recht alt, dafür war das Aufzugssystem ein Hightec-Cube Verschnitt und die
Absperrung aus einem SciFi Film.


Jiba:

--- Zitat von: Vash the stampede am 26.09.2012 | 21:34 ---Der Film ist zu keiner Zeit eine Parodie und will es nie sein. Er ist ein Horrorfilm, der witzige Momente hat. Mehr aber auch nicht.

--- Ende Zitat ---

Oh, da sagt Joss Whedon aber was anderes. Er zeigt dem Torture Porn nach eigener Aussage den Stinkefinger, indem er Tropen aus diesem Genre ins Lächerliche dreht. Zugleich wollte er einen Horrorfilm der "alten Schule" machen.

Ich habe ihn auch gesehen: Wo ich ihn direkt nach dem Sehen toll fand, gewinne ich langsam Abstand und glaube er wird schlechter und schlechter, je mehr ich über ihn nachdenke. Dreamdealer bringt es auf den Punkt, der Film war einfach an sich nicht rund - und da rede ich nicht darüber, wie was aussieht, sondern wie das aufgebaut ist...

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Okay, wenn wir ganz ehrlich sind, ist das ja irgendwo ein sehr cthuloider Film (ich halte den sogar für eine ziemlich coole Bearbeitung des Mythos... jetzt mal konzeptionell). Dummerweise muss man aber genau dieses nerdige Cthulhu-Hintergrundwissen haben (sprich, man muss wissen, was Cthulhu ist), um richtig Spaß an dem Film zu haben und sich nicht zu denken "Alte Götter?!? Was soll das denn? Warum muss da jemand geopfert werden? Warum wurde die menschliche Gesellschaft nicht schon längst darauf optimiert? Und warum müssen die Opfer auf Horrorfilm-Art sterben?

Zugegeben: Dem Rollenspieler-Fantasy-Nerd ist das egal... der freut sich über das blutrünstige Einhorn... aber ein einfacher Cineast wird sich zu Recht denken: Hmmm, "Scream" war irgendwie besser. Kurz: Ich hätte mir gewünscht, dass etwas mehr aufgeklärt wird am Ende. Und ich hätte besser gefunden, wenn sie ihn am Ende erschossen und den Laden übernommen hätte... aber irgendwie auch nicht. So oder so: Die geniale Grundidee allein macht noch keinen guten Film!

alexandro:
Fand die Metatextualität köstlich.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die "Alten Götter" stehen für das Horrorfilmpublikum, welches immer neue, raffiniertere Blutorgien verlangt, gleichzeitig aber bestimmte Erwartungen bezüglich Konventionen (keine zu exotistischen Monster), Fanservice ("we are not the only ones watching" >;D ) und Struktur (Rollenverhalten der Hauptdarsteller) hat. Als der Film zu krass von diesem Schema abweicht, dreht das Publikum durch, stürmt wütend aus dem Kino, schreibt böse Reviews in Foren... und die (Horrorfilm-)Welt geht unter (weil das Studio keine Fortsetzungen genehmigt).

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