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[Erzählt mir von] Cthulhutech
Waldviech:
--- Zitat ---Ich bin einer der die Meinung vertritt das das GRW etwas zu wenig Settinginfo beinhaltet
--- Ende Zitat ---
Ja, man hätte sich etwas mehr Infos über die Erde gewünscht - das ist richtig. (Oder darüber, wie die Fake-Kultur der Nazzadi aussah) Aber zum Glück ist es nicht so, dass man sich nicht doch ganz gut vorstellen könnte, wie die NEG im Aeonkrieg aussieht. Im Zweifelsfall schaut man ne Runde Macross und Evangelion. ;D
blut_und_glas:
--- Zitat von: Quaint am 7.10.2012 | 01:24 ---Und da empfand meine Runde und ich das Würfelsystem als sehr uneingängig und ferner war auch das Balancing von den Tagern untereinander nicht sauber, schon weil nicht recht offensichtlich ist, was man beim Charakterbau zu beachten hat um nachher im Kampf was zu reißen - daher hatten diejenigen die zum ersten Mal nen Char bauten natürlich das Nachsehen.
--- Ende Zitat ---
Gerade die Charaktererschaffung ist auch eher schlecht erklärt, wie ich finde. Die Elemente sind aus anderen Spielen vertraut genug, dass es schon möglich ist, sich zurechtzufinden, aber das Ganze ist dann doch so ungünstig organisiert, dass es mich nicht wundert, da beim ersten (zweiten, dritten) Mal daneben zu greifen.
Ich würde aber nicht soweit gehen, das Regelsystem gleich ganz zu ersetzen (trotz dieser und einiger anderen Macken). Cthulhutech wird meiner Meinung nach nämlich auch durch die vielen kleinen in den Regeln verankerten Elemente zu etwas besonderem, und diese gehen dann potentiell verloren oder es wird mühselig sie in ihrer Gesamtheit nachzubauen.
--- Zitat von: LushWoods am 7.10.2012 | 11:58 ---Was noch zu sagen wäre ist das die Bücher extrem hohen Standard bieten. Das Layout ist gut, die Illustrationen sind überdurchschnittlich, die Verarbeitung generell hervorragend.
--- Ende Zitat ---
Bei Layout und Illustrationen stimme ich zu (hier ist meiner Meinung nach deutlich zu merken, dass mindestens der Hauptillustrator zum Kernteam gehört und nicht einfach nur Auftragsarbeit abliefert), bei der Verarbeitung nicht so sehr, um ehrlich zu sein. Die Hardcoverbindungen sind stabil, aber zumindest ich habe mehrere Bände, bei denen sie schon wieder so stabil sind, dass sich die Bücher nicht gut öffnen lassen und doppelseitige Illustrationen in den Tiefen der Bindung verschwinden...
--- Zitat von: Waldviech am 7.10.2012 | 01:14 ---So ist man z.B. nicht nur nicht sicher, ob die Menschheit den Aeonkrieg gewinnen kann, sondern auch unsicher, ob die Menschheit im Falle eines Sieges nicht Grenzen überschritten hat, die man besser nicht überschritten hätte.
--- Ende Zitat ---
Ich finde da ist gar nicht so viel Unsicherheit dabei. Für mich ist einer der Kernpunkte des Spiels genau der, dass die Menschheit selbst zur Mythosrasse (niedere unabhängige Rasse - um mal diese vetraute Klassifikation heranzuziehen) geworden ist - und zwar nicht erst durch den Krieg, sondern bereits davor, mit Entwicklung von Arcanotechnology und der Verbreitung der D-Engine. Die Menschheit in Cthulhutech sind genauso Monster wie die Migou und der Rest.
mfG
jdw
Mr Grudenko:
--- Zitat von: Waldviech am 7.10.2012 | 01:14 ---So ist man z.B. nicht nur nicht sicher, ob die Menschheit den Aeonkrieg gewinnen kann,
--- Ende Zitat ---
Allein der Rapine Storm in Asien ist so ein Element, das eigentlich ein "nicht ob, sondern wenn" Niederlage-Gefühl aufkommen läßt (auch wenn die teilweise eher wie eine Chaos Armee bei Warhammer dargetellt werden - Warlords, interne Kämpfe/Kriege etc.).
Außerdem sind iMHO auch so die durchschnittliche Kulte/Verschwörungen in Cthulhutech wesentlich mächtiger/umfangreicher als in CoC oder Delta Green (das ich für ein besseres Vergleichsobjekt für Cthulhutech halte).
LushWoods:
Was den Kriegsverlauf bzw. die Stimmung angeht, ist es wohl von den Autoren durchaus gewollt das sich dem Leser der Verdacht aufdräng das das Ganze massiv den Bach runtergeht.
Im CT Forum gab's auch schon so ein paar kleinere Spoiler wie sich der Metaplot wohl weiterentwickelt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Scheinbar wird die NEG niedergerungen, sowohl von außen als auch von innen. Dann wird unerwartet Unterstützung auftauchen.
Wahrscheinlich das verschwundene Generationenschiff und/oder die Elder Things.
Waldviech:
Zumindest die Migo haben jüngst einiges einstecken dürfen. Eine unerwartete Unterstützung
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)aus dem All ist mit dem letzten Metaplotband bereits eingetroffen. Die außerplanetarischen Kolonisten sind nicht ganz so tot, wie es zunächst den Anschein hatte. Eine recht große Raumflotte aus den evakuierten Kolonien hatte es geschafft, sich in den Kuiperbelt zu verpissen und dort eine ganze Weile nicht gefunden zu werden. Dort haben die Kolonisten auf einem der Planetoiden dann vormenschliche Ruinen entdeckt und anhand von Technologie aus diesen Ruinen ihre Raumschiffe aufgepimpt, so dass sie Migo-Raumer ausmanövrieren können. Als das zweite Hiveschiff sich dann vom Yuggoth in Richtung Erde aufmachte, hat die Kolonistenflotte die Gelegenheit genutzt und dem schlecht verteidigten Planeten einen Besuch abgestattet. Dabei sind einige Städte der Migo drauf gegangen, die Kolonisten haben etliches geplündert und unter anderem einen Haufen Gehirnzylinder mitgehen lassen. Für die Migo ist allerdings das Schlimmste, dass ihr zweites Mutterschiff umdrehen musste, da Yuggoth angesichts der Bedrohung durch die Kolonisten sonst weitgehend unverteidigt wäre. Den Invasionsstreitkräften auf der Erde fehlen nun die wichtigen Nachschublieferungen und die dringend benötigte Feuerkraft des zweiten Mutterschiffes. Zudem haben die NEG-Streitkräfte fast zeitgleich einen Ausfall versucht und das Mutterschiff geentert. Die NEG-Truppen schaffen es damit zwar nicht, die Migo aus dem Rennen zu werfen, da sie sich nach einem kurzen Hit&Run-Raid wieder zurückziehen müssen, aber man schafft es, etliche Fabrikanlagen und eine Migo-Nachwuchsstation in die Luft zu blasen. Da die Kolonistenschiffe dank Alientechnik auch als Blockadebrecher tätig werden können, gibt es auch wieder Kontakt nach Außen - die Kolonisten werden von der NEG als eigene Machtgruppe anerkannt. Die Migo sind zwar noch lange nicht fertig, haben aber so einiges auf die Schnauze bekommen, was sie die nächste Zeit massiv schwächen wird. Se rächen sich im späteren Verlauf des Jahres dann zwar mit einer künstlichen Seuche, aber zum Glück für die Menschheit geht diese Aktion auch weitgehend in die Pilze.
In dem Maße, wie die Migo geschwächt werden, nimmt allerdings die Kultgefahr zu und in den Reihen der Nazzadi gärt der Spaltpilz. Der EOD kann der Chrysalis-Corporation die "Rite of Transfiguration" klauen und hat endlich ein festes Datum dafür, wann sie Big-C wach machen können (sofern sie denn endlich den Zugang zu Rhlye finden), die Dhohanoids werden wesentlich rühriger und der Rapine Storm steht mittlerweile in Australien.
Von Siegesstimmung kann, trotz einiger Erfolge im All, noch lange nicht die Rede sein....
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