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[Film] SKYFALL - Bond 23

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Darius der Duellant:

--- Zitat von: Crimson King am  3.11.2012 | 22:25 ---Wenn du einen harten Bond willst, ist Craig aber genau der Richtige für dich.

--- Ende Zitat ---

Und hiernach habe ich jetzt einfach mal die Probe aufs Exempel gemacht und mir die drei Craig-Bonds angesehen:
Ergebnis:
Wunderbar
Casion Royal und A Quantum of Solace waren exzellent. Skyfall war immer noch sehr gut, gefiel mir aber im direkten Vergleich nicht ganz so gut.
Dass sich insbesondere die ersten beiden Filme extrem vom "klassischen" Bond unterschieden, ist in meinen Augen positiv.

Pyromancer:
Die Handlung war selbst für Bond-Verhältnisse extrem hirnrissig und lässt sich wirklich nur mit "der Böse hat halt einen Dachschaden - und dann passieren wilde Dinge, weil es in den Plot passt" rechtfertigen. Trotzdem war es leidlich unterhaltsam.

Mr Grudenko:

--- Zitat von: alexandro am  4.11.2012 | 10:14 ---Den zynischen, abgefuckten, immer einen Schritt vom Landesverrat entfernten, Trinker den Fleming geschrieben hat, will offensichtlich niemand auf der Leinwand sehen

--- Ende Zitat ---

Wie Pearson in einer der ersten Ian Fleming Biographien schrieb, ist und macht Bond all das, wozu sich sein Autor als guter schottischer Calvinist nicht traut.


--- Zitat von: Trichter am  4.11.2012 | 13:34 ---Nur Javier Bardem hat mich stellenweise irgendwie zu sehr an den Joker aus den letzten Batman Filmen erinnert.

--- Ende Zitat ---

Da Du damit nicht der einzige bist, würde ich das nicht mehr als Zufall ansehen. Wobei es IMHO immer ein schlechtes Zeichen ist, wenn die Bond Filme aktuellen Trends hinterher hechelt (s. u.a. "Live and let die" - Blaxpolation, "Moonraker" - Star Wars oder "Licence to kill" - Miami Vice), statt selbst Trendsetter zu sein.

Arkam:
Hallo zusammen,

mir gefallen Skyfall und seine Vorgänger ausgesprochen gut. Das liegt vor allen daran das Bond im 21. Jahrhundert angekommen ist.
Die Gegner sind weder die bösen Russen, der Kalte Krieg ist nun Mal vorbei noch ein Wahnsinniger Welteroberer der besser in einen Superhelden Comic gepasst hätte. Zudem sind die Gegner nicht mehr so einfach zu besiegen. Denn es sind Organisationen die diese Gegner aus schicken und die in ihrer Struktur erhalten bleiben. Gut Skyfall macht da direkt eine Ausnahme von der neuen Regel aber hier schafft der MI6 als Organisation eben selbst den Widersacher.
Das sich die Frauen Rollen in den Filmen auch einem moderneren Frauenbild angepasst haben finde ich sehr wohltuend. Die Frauen liegen Bond nicht mehr zu Füßen sondern füllen die verschiedensten Rollen von der Chefin, über die Kollegin bis zur Geliebten aus und das tun sie souverän auch ohne Bond an ihrer Seite.
Auch die Frage warum man im Zeitalter der elektronischen Aufklärung und der Hacker noch Agenten braucht wird gestellt und die letztendliche kombinierte Antwort gefällt mir.

Gruß Jochen

Sashael:
Gesehen und unterwältigt. Wie von allen Craig-Bonds.

Alles immer klein-klein. Der Bösewicht legt eine epische Meisterleistung in Sachen Planung hin um genau WAS zu tun? M persönlich eine Kugel zu verpassen? Sowas von lächerlich und unplausibel, dagegen war das Tarnauto vom Brosnan-Bond noch bodenständig.
Und was zur Hölle hatte der Killer in Shanghai zu suchen??? Der nietet erstmal ein paar unbedarfte Wachmänner im Nachbarhaus um, bringt sich voll umständig in Schußposition, knallt das Opfer ab und dann passiert WAS? Die Typen, die ihn angeheuert haben, stehen direkt neben dem Opfer und schaffen selber die Leiche weg. Ey HALLO!? 4 Mio Euro für einen Hitjob, den sie absolut selber hätten machen können???
Und so zieht sich das durch den ganzen Film.

Erst machen sie einen auf Realismus und Abkehr von den kleinen SciFi-Gadgets (für die ich Bond übrigens geliebt habe) und dann kommen in allen Filmen solche hanebüchenen Handlungen daher. Das fing ja schon mit dem lächerlichen Aufhänger von Casino Royal an und hat sich hier gnadenlos fortgesetzt.

Nenee, die sollen lieber Erzbösewichte aufbauen, die mit abstrusen Mitteln nach der Weltherrschaft greifen und nur vom berühmten Geheimagenten Bond, James Bond, aufgehalten werden können, anstatt sich im Haifischbecken der Realo-Agentenfilme zu Tode zu blamieren. Bei Brosnan wußte ich, dass ich mein Hirn am Kinoeingang abgeben muss, aber im Tausch krieg ich bunte Bilder mit viel Knall und Bumm. Bei Craig wird mir was als "im 21. Jhd angekommen" serviert, was in seiner kompletten Naivität nicht mal mehr in den 60ern gepasst hätte.

Btw: Bond kriegt keine SciFi-Gadgets, weil wir sind ja jetzt voll realistisch, aber die Hackernummer von Q sieht aus wie aus einem schlechten Cyberfilm. Oh bitte!

Schlecht.

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