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[Serie] Game Of Thrones - 3. Staffel
Bad Horse:
Na, die Karstarks und die Starks sind vage verwandt, aber ein Kinslayer ist er damit ja noch nicht. Sonst könnte kein König irgendwen hinrichten, der vor 10 Generationen mal einen Vorfahren mit ihm teilt.
@Talasha: Ja, deswegen wurde er hingerichtet, aber das fanden seine Leute trotzdem nicht so toll. Catelyn hat Robb ja auch am Leben gelassen, und die hatte Jaime freigelassen - was ja erst zu der ganzen Misere geführt hat.
@Kingslayer: Ich hatte das so verstanden, dass alle wussten, dass Aerys (oder wie der alte Targaryen-König hieß) total gaga war und dass es deswegen auch den Aufstand gab. Dass Aerys die Stadt sprengen wollte, wusste eigentlich nur Jaime - der hat ihn deswegen umgebracht, aber es hat eigentlich nie jemand gefragt, wieso. Die haben wohl angenommen, er hätte das gemacht, weil sein Daddy sich ja auch umentschieden hat und war Aerys am Verlieren war.
Niniane:
Ich finde, Jaimes Motive werden in der Serie irgendwie deutlicher als im Buch. Da bin ich nämlich gerade wieder an der Stelle, wo Brienne und er bei Roose Bolton in Harrenhal sind. Er erzählt er da zwar, wie er zum Kingslayer wurde, aber in der Serie ist das irgendwie einfühlsamer. Klar, da ist ja auch nicht soviel Zeit für die anbahnende Freundschaft.
Yerho:
In der Serie scheint sich Jaime eine Art Hassliebe zu seiner Rolle als Kingslayer entwickelt zu haben. Vielleicht, weil er es unterbewusst irgendwie satt hatte, der Lannister-Sonnyboy zu sein und dagegen der Ruf eines königsmordenden Armleuchters mal eine willkommene Abwechslung ist?
Es kommt irgendwie nicht so rüber, als hätte er sonderlich viel Aufwand getrieben, um die Situation klarzustellen bzw. umzudeuten - dabei hätten er und seine Familie definitiv die Möglichkeit und die Mittel für "Öffentlichkeitsarbeit". Nur in den Momenten, wo er sich mit Leuten über den Königsmord unterhält, wird den Gesprächspartnern (und den Zuschauern) schnell deutlich, dass er den Umständen entsprechend ehrenhaft gehandelt hat:
"Ich wüsste gerne, was die letzten Worte des Irren Königs waren, als Ihr ihn ermordet habt."
"Die gleichen wie in den Stunden vorher: Verbrennt sie. Verbrennt sie alle."
Dann noch das Gespräch darüber, dass es für Ritter praktisch unmöglich ist, allen Eiden gerecht zu werden: Seinem König gehorchen und die Schwachen schützen - was ist, wenn der König die Schwachen bedroht?
Der Bengel hat sich auf seinem Leidensweg ganz schön gemausert und bin gespannt, wie seine weitere Rolle aussehen wird. Bitte nicht spoilern.
Timberwere:
--- Zitat von: Fantomas am 30.07.2013 | 08:04 ---Es kommt irgendwie nicht so rüber, als hätte er sonderlich viel Aufwand getrieben, um die Situation klarzustellen bzw. umzudeuten - [...]. Nur in den Momenten, wo er sich mit Leuten über den Königsmord unterhält, wird den Gesprächspartnern (und den Zuschauern) schnell deutlich, dass er den Umständen entsprechend ehrenhaft gehandelt hat
--- Ende Zitat ---
In den Büchern kommt noch deutlicher raus, dass die Leute so gut wie nie Lust haben, ihm zuzuhören, wenn er versucht, die dahinterliegende Motivation zu erklären. Da geht sehr schnell die "er-ist-der-Kingslayer-verachtet-ihn"-Klappe runter, egal, was Jaime sagt. Brienne mit ihrem langsam wachsenden Verständnis ist da eine der wenigen Ausnahmen.
Teylen:
Wobei auch Brienne ihn bis zum Bad nicht zum erzählen hat kommen lassen und ihn munter als Kingslayer bezeichnet. Obwohl er schon davor in der Serie drüber moniert hat.
Ansonsten führt er auch in der Szene aus - weil Brienne fragt "Wieso erzählst du das gerade nur mir und nicht mal der Allgemeinheit" - das ihm die wenigsten zuhören und noch weniger glauben würden.
Was Tywin und Cersei angeht.
Ich denke das Tywin ungern verbreiten liesse das Aerys seinen Kopf forderte, weil es die Kehrtwende der Lannisters noch unheroischer erscheinen läßt. Cersei weiss es vielleicht, aber die hat andere Dinge von Jaime im Kopf als dessen Ruf. ^^;
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