Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Wundenkarten
Radulf St. Germain:
Hi,
ich bin ein großer Fan von Ereigniskarten in Rollenspielen. Fate braucht so etwas eigentlich nicht, aber es gibt einen Bereich, wo ich persönlich ein Zufallselement besser finde und das sind die Konsequenzen.
Warum? Zum einen ist es irgendwie schwer, on the fly eine passende Konsequenz zu finden. In meiner Spielerfahrung führt das oft dazu, dass die Leute gar nicht mehr Lust haben, jede kleine Konsequenz auszuformulieren. "Ich tagge die leichte Konsequenz" ist nicht gerade großes story-telling, aber durchaus verständlich, wenn man
Zum anderen macht sich oft Unmut breit, wenn man als DM verbietet, einen Free Tag auf eine Konsequenz zu nehmen, weil es von der Logik keinen Sinn macht. "Er hat seinen linken Daumen verloren - warum kann er dann schlechter ausweichen?" Hier habe ich natürlich nicht automatisch recht, aber es kommt dann doch zu Diskussionen.
Meine Idee - man zieht eine Karte, welche die Konsequenz beschreibt und gleich die erlaubten tags und compels listet. Klar, dass auch andere möglich sind, die genannten, sind nur die, die immer gehen.
http://www.hardpoints.de/Wundenkarten.pdf
Mich würde Eure Meinung interessieren und gerne auch Vorschläge für weitere Konsequenzen.
Azzu:
Ich sehe das Problem, das du mit den Karten lösen willst. (Tatsächlich entsteht es aber vor allem dadurch, dass in deiner Gruppe die Regeln nicht konsequent beachtet werden. Es gibt kein Tagging, ohne es beschreibend zu begründen. Deswegen darf es auch keine namenlosen Konsequenzen geben. Wenn ihr ein funktionierendes simulierend-crunchendes Kampfsystem einem Erzählsystem vorzieht, ist Fate eigentlich die falsche Wahl, weil es diesen Anspruch nicht gut erfüllt.)
Die Karten haben aber mMn den Schwachpunkt, dass sie nur Antworten auf die Frage nach Konsequenzen physischer Angriffe beinhalten können, und das Fate-Konfliktsystem auch andere Arten von Angriffen erlaubt, die dann ohne Karten auskommen müssen und deswegen im Vergleich unsexy wirken.
Dragon:
Ich seh das Problem da auch eher bei euch als beim System. Wenn die Erklärung unlogisch/schlecht ist, dann geht es auch nicht ;)
Allerdings weiß ich z.B. welche meiner Spieler on the fly gut so was aus dem Ärmel schütteln können und welche sich damit eher schwer tun, da darf natürlich geholfen werden.
Auribiel:
Vielleicht hilft es euch ja eher, wenn ihr die Konsequenzen besser an die Verletzungsursache anpasst? Wenn man mit einer Pistole angegriffen wird, dann ist die mittlere Konsequenz möglicherweise ein "durchschossenes Bein" mit den sich daraus ergebenden Folgen, wird man mit einem Messer angegriffen, dann ist die mittlere Konsequenz vielleicht eher der "Schmerzhafter Stich in die Schulter" usw. - was sich eben aus der Erzählung ergibt, schlägt der Gegner hoch? Schießt er tief? Zielt er ev. sogar auf den Kopf?
UND: Die Beschreibung "eine leichte Konsequenz" ist auch insofern nicht "möglich", da die Wunde ja auch ins normale Rollenspiel einfließen soll, auch wenn sie nicht gerade gereizt wird. Ein SC mit einem Schuss im Bein humpelt auch dann, wenn es gerade keine regeltechnischen Auswirkungen (reizen) hat, ebenso wenig wird er - rein rollenspielerisch gestaltet - eine Treppe hinunterrennen oder problemlos über eine Mauer springen.
Gorilla:
Ich muss meinen Vorpostern recht geben und meine auch, dass das "Problem", das mit den Karten behoben werden soll, gar nicht vorhanden ist.
Für euch mag es existieren, aber dann liegt es wohl wirklich daran, dass FATE nicht die richtige Wahl für diese Runde ist.
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