Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Glaube verpflichtet...?
Tudor the Traveller:
Hallo,
einer meiner Spieler wollte bei PF einen Inquisitor spielen, ist jetzt aber grummelig, weil ich gesagt habe, dass er trotzdem an die Richtlinien des Glaubens gebunden ist. Sicher, er kann sich über Kirchenrecht o.ä. hinwegsetzen, wenn es seine Mission erfordert, aber grundsätzlich darf er das auch nicht ohne Grund.
So ist zumindest meine Interpretation. (zumal dieser INQ RG sein sollte und dem Paladin-Gott folgt).
Das führt mich aber zu einem allgemeineren Punkt, bei dem ich im D&D / PF System schon immer Bauchschmerzen hatte: Divine Caster und die Glaubensregeln. So richtig krass kennt man es vom Paladin, aber auch alle anderen Klassen, die ihre Macht von einem Gott erhalten, sind in meinen Settings stark an die Vorschriften des Gottes gebunden (bzw. haben chaotische Gottheiten oft nur wenige oder gar keine Vorschriften).
Das System verführt aber dazu, jene Klassen rein mechanisch zu betrachten. Und da fallen einige "Diskrepanzen" auf. Kleriker u.ä. dürfen z.B. einen Schritt in der Gesinnung abweichen. Das fand ich immer schon seltsam, denn wie kann man für eine Gottheit eintreten, deren Überzeugungen man gar nicht richtig teilt? Oft ist man bei einer Gesinnungsabweichung imo einem anderen Gott, nämlich einem mit gleicher Gesinnung, viel näher, also warum sich verbiegen? Leuchtet mir nicht ein.
Daher die Frage ans Forum: wieviel "Impact" haben göttliche Lehren, Edikte, Codices etc. und schließlich die Gesinnung bei den Göttlichen Zauberwirkern in euren Runden? Vor allem rechtschaffene Kirchen: wie sehr schränken Kirchengesetze und Glaubenslehren diese Kleriker, Inqiusitoren u.ä. ein? Und gibt es Setting-Regeln, die sich mechanisch auswirken? z.B. dürfen gute Kleriker in meinen Settings bestimmte Zauber nicht oder nur in bestimmten Umständen benutzen (Slay Living z.B.). Unfair?
Luxferre:
Rechtschaffene Kirchen sind hierarchisch aufgestellt. Gerade Iomedae ist da (wie übrigens auch Asmodeus) ziemlich fatalistisch.
Jedoch solltest Du eine Gesinnung nicht mit dem Kodex des Paladin gleichstellen. Ebenfalls rate ich dazu, dass diese als Leitfaden genutzt wird.
Eine sehr gute Hilfe ist das Faiths of Purity, welches doch einige wichtige Punkte beizusteuern weiß. Ein weiteres klerikales Buch für die Vorstreiter des Lichts erscheint diese Tage...
Ein Inquisitor ist jemand, der die Richtlinien seines Glaubens ziemlich strikt auslegt, aber selbst nicht unbedingt einhält, so sein Verhalten dem Großenganzen hilft. Ich stelle sie mir etwa wie einen mittelalterlichen James Bond vor. Ein Werkzeug, um den Glauben durchzusetzen.
Wenn ein Spieler damit Probleme hat, dann finde ich die Klasse wenig passend für ihn. Richtlinien, Glaubenbekenntnisse und Co sind zwangsläufig mit dieser Klasse verbunden. Cherrypicking wegen der guten Fähigkeiten wäre da bei mir nicht drin...
Lichtschwerttänzer:
Das Portfolio ist wichtiger als die Gesinnung für Kleriker und Gottheit.
Kirchenrecht ist Kirchenrecht nicht göttliche Regeln und selbst für die kann es Ausnahmeregeln geben, siehe Guter Samariter.
Rechtschaffen Gut,
Da ist Rechtschaffen für mich, sich an gute, wohlmeinende Regeln zum Wohle der Gemeinschaft und ggf des Einzelnen zu halten und diese zu fördern.
Gerechtes Gericht nicht blindes abarbeiten der Paragraphen.
Nicht nur das Gesetz wurde gebrochen, wirklich - sondern auch warum.
Ist das Gesetz (noch?) sinnvoll, förderlich, gerecht, gab es gute Gründe es zu brechen.
Sabbat - Guter Samariter u.ä. wäre völlig legitim
Gesetze die nicht wohlmeinend sind, sind illegitim.
Andererseits ist das durchdrücken/verdrehen von eigentlich wohlmeinenden Gesetzen wenn es Grausam o.ä. wäre auch illegitim.
da wäre Eingreifen gefordert.
Wenn es legitim ist ihm mit dem Hammer den Schädel zu hämmern, was sollte '(ohne ideologischen Ballast) an Slay Living jetzt anders sein?
Rhylthar:
--- Zitat ---Das Portfolio ist wichtiger als die Gesinnung für Kleriker und Gottheit.
--- Ende Zitat ---
Und aus diesem Grund mag ich den Pantheon der FR so gerne. Also den vor 4E. ;)
Es gibt eine Vielzahl von Göttern mit den unterschiedlichsten Portfolios und Glaubensgrundsätzen, dass ein Spieler sich den Gott aussuchen kann, der am besten zu seinem zukünftigen SC passt.
Die One Step-Rule macht es noch ein bischen einfacher und total unglaubwürdig finde ich dies nun auch nicht, da nicht jede Kirche eine sehr sehr strikte Ausrichtung haben muss.
kalgani:
Hier der Grummelspieler:
Das Problem ist eher das die Idee des Chars 3 Wochen alt ist und heute, einen Tag vor Einführung des Chars auf einmal ziemlich strike Bürden auferlegt werden von denen in dieser Form noch nie Rede war. das ein RG Inquisitor nicht mordend durch die Gegend zieht ist klar. Aber als Mutter Theresa mit Bastardschwert habe ich den Char nciht gesehen.
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