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[Film] Gravity
Vash the stampede:
Also mal vorweg. Möglicherweise behalten die Skeptiker unter euch recht. Die Pressestimmen aus Venedig, wo der Film zur Eröffnung lief, deuten einen eher durchschnittlichen Film an.
Was an dem Trailer so toll sein soll? Nun, ich bejubele die brillanten Bilder und vor allem die Kameraarbeit. Ich habe Ausschnitt 3 (Detached) als Trailer gesehen und die gesamte Sequenz ist in einem Guss. Sucht mal nach den (versteckten) Schnitten. Aber allein das so gearbeitet wird, hebt den Film für mich so ab. Deswegen so aufregend. Deswegen bombastisch.
Und mal zum Thema Trailer im allgemeinen. Es gibt verdammt viele uninteressante Trailer, die entweder Dinge zeigen, die ich schon zigfach gesehen habe und die nach dem immer gleichen Muster ablaufen (aktuell Beispiele: Planes, Turbo, Chroniken der Unterwelt, Percy Jackson). Den Vogel schießen sie ab, wenn sie aber scheinbar mehr oder minder den gesamten Film zeigen (ganz schlimmes aktuelles Beispiel: Runner, Runner). Hier hebt sich Gravity stark ab. Man sieht, je nach Trailer entweder nur eine Sequenz, oder ein paar Bilder, bei denen ich aber kaum erkennen kann, ob es sich um den Anfang, die Mitte oder das Ende handelt. Das spricht mich mehr an, als ein "wir-zeugen-euch-jetzt-den-Film-im-schnelldurchlauf"-Trailer.
--- Zitat von: Sashael am 2.09.2013 | 22:13 ---P.S.Du gehst nicht sehr oft ins Kino, oder? >;D
--- Ende Zitat ---
Einmal im Jahr. Dieses Jahr vielleicht zweimal. :P
Ich habe vielleicht einmal in meinem Leben im Kino gejubelt, weil mich etwas so begeistert hat.
--- Zitat von: Bad Horse am 2.09.2013 | 23:05 ---Ich versteh es auch nicht so ganz. Ja, das könnte ein cooler Film werden und der Trailer sieht auch ganz nett aus, aber größere Euphorie löst der bei mir nicht aus.
--- Ende Zitat ---
Musst du ja auch nicht. Ich verstehe es bei anderen Leuten und anderen Filmen/Trailer auch nicht. ;)
First Orko:
+1 für Vash.
Dazu noch: Ich finde den Trailer extrem atmosphärisch, hatte das Gefühl mittendrin zu sein - sogar ganz ohne 3D. Mir lief es bei der Vorstellung, in der Haut der Astronauten zu stecken, kalt den Rücken runter! Zudem scheint die Sitation an sich gar nicht sooo unglaubwürdig - okay, woher jetzt der "Space Debris" kommt, wenn die schon geraume Zeit da arbeiten, wo sie sich grad aufhalten und wieso das vorher keiner gecheckt hat, weiß man jetzt nicht.
Aber die Kamarafahrt, die Art der Aufnahme, die Bilder, die Soundkulisse, die Idee - doch, das find ich groß. Auch wenn der Gedanke "Open Water im All" nahe liegt.
Aber ich mag Kammerspiel-Filme und die "Kulisse" ist hier einfach mal neu.
Ich verstehe beispielsweise nicht, wie man sich für Elysium begeistern kann, scheint aber auch genug zu geben. Unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliche Ansprüche halt.
EDIT: Noch etwas: Habe gerade darüber nachgedacht, dass so ein Raumanzug i.d.R. ja nicht gerade viel Luft hat, vielleicht so zwischen 90-120min. Das würde sich ja geradezu anbieten, um den in Echtzeit ablaufen lassen, das dürfte das klaustrophobische Gefühl noch mehr unterstützen.
Und das wäre für mich ein weiterer Grund weil ich solche Filme (wie High Noon, Dr. Seltsam, Lola rennt) einfach aufgrund dieser Tatsache schon mag ;)
6:
Dann will ich auch mal meine Erklärung geben: Bei allen Filmschnipseln hatte ich wirklich das Gefühl neben den Astronauten zu fliegen. Gerade bei der Szene, als die Trümmerteile das Spaceshuttle durchlöchert haben, hatte ich wirklich dieses nervöse Gefühl, dass mich gleich auch so ein Teil treffen könnte. Auch die Hilflosigkeit der Astronauten im All habe ich gefühlt. Dazu zählt aber auch das bombastische Panorama der Erde.
Aus den Filmschnipseln erwarte ich übrigens ein ich sag mal Kastastrophenpsychothrillerkammerspiel a la "Lebend begraben" oder "127 Hours" (wobei ich 127 Hours noch nicht gesehen habe). Auf genau so eine Art Film nur mit 2 Astronauten, die hilflos im All treiben würden die Filmschnipsel als Setup emotional hinziehen. Und das scheint der Film schonmal ziemlich gut zu machen (sozusagen die erste Stufe der "Filmrakete" ;)). Ob der Kammerspielanteil dann gut wird hängt dann natürlich von Clooney und Bullock ab.
EDIT: Orko war schneller. Im Prinzip ging es mir aber ähnlich wie ihm. Schätze ich muss wohl Open Water mir mal anschauen. ;)
Sashael:
--- Zitat von: 6 am 3.09.2013 | 11:04 ---Schätze ich muss wohl Open Water mir mal anschauen. ;)
--- Ende Zitat ---
"Open Water in Space" wäre für mich auch DAS Killerargument, den Film NICHT zu gucken. Habe mich selten so um wertvolle Lebenszeit betrogen gefühlt wie bei diesem Film.
6:
Siehst Du solche Mokumentarys wie "Blair Witch Project" oder "[REC]" auch als verlorene Lebenszeit an? (Ich frage nur interessehalber)
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