Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Birthright mit Pathfinder
Chris H. [N/A]:
--- Zitat von: Archoangel am 1.11.2013 | 08:37 ---Generell: Birthright mit Pathfinder Regeln ist bei uns gnadenlos in die Hose gegangen. Wie sind eure Erfahrungen?
--- Ende Zitat ---
Bis auf ein paar Reibungspunkte wie von 6 bereits beschrieben, läuft es ganz gut. Ich bin übrigens der Meinung, dass ein *guter* SL es schafft alles so zu adaptieren, dass seine Spieler es gerne spielen. Meinst Du nicht auch?
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Archoangel:
Wie bereits im anderen Thread geschrieben: wir haben die 3E immer gespielt, als ob es nur die 2E mit neuen Regeln sei. Und das klappt einfach nicht. Wenn du BR vernünftig umsetzen möchtest, ergo deine Spieler-Herrscher eventuell schon auf Stufe 1 den +5 HolyAvanger oder den Stecken der Ermagier haben (weil es Teil des Reichserbes ist) dann funktioniert die Mechanik des Spiels eben nur halb so gut wie zu 2nd Zeiten ... wenn überhaupt. Zudem sagt meine Erfahrung, dass ein PF-Char ohnehin schon dermaßen mit Macht ausgestattet ist, dass die Bloodabilities dagegen entweder abstinken, oder ihn (im Falle sagenwirmal einer Greater Bloodline mit 1/2/3 Greater/Major/Minor Abbilities) so heftig aufwerten, dass es zu gewissen regeltechnischen Problemen führen kann. Auf jeden Fall haben wir ziemlich schnell BR wieder auf 2nd Edition zurückgesetzt - weil das Powerniveau einfach ein anderes war.
Und natürlich ja: sicher, ein guter SL kann jede Welt mit jedem System leiten. Ich kann auch einen Nagel mit einem Handy in die Wand kloppen. Ich kann aber auch einfach einen Hammer nehmen ;) .
6:
Ich hatte das übrigens etwas wichtiges vergessen. Wir hatten vorher schon ausgemacht, dass wir ab Level 4 oder 5 wesentlich langsamer steigern wollten. Wir hatten vorher schon schlechte Erfahrungen mit PF oberhalb von Level 11 gehabt, sodass wir uns darauf schon verständigt haben. So gesehen werden wir (hoffentlich) nicht in die Christbaumfalle laufen.
Die Bloodabilities sind bisher nicht als zu stark oder schwach aufgefallen. Teilweise haben sie alleinige Hintergrundbedeutung. Mein Charakter hat z.B. nur die besondere Fähigkeit, dass 25 Jahre für mich wie 1 Jahr wirken. Dadurch ist mein Charakter als Mensch bereits 500 Jahre alt. Spieltechnisch hat das natürlich garkeine Bedeutung.
Feuersänger:
Ich spiel hier mal Mäuschen...
Birthright kenne ich so gut wie gar nicht; nur dem Namen nach und hab einen der Romane gelesen (und er war grauenhaft; eins der schlimmsten Bücher das ich je gelesen habe), aber prinzipiell interessiere ich mich sehr für Dominion-Kampagnen. Wollte sowas immer schon spielen, hat aber bisher nur am Computer geklappt.
Immerhin, PF Kingmaker spiele ich seit kurzem, weiß aber noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Mein erstes Problem ist, dass da überhaupt ein paar dahergelaufene Lowlevel-Charaktere eine ganze Provinz angedient bekommen. "Weil der AP es so will" finde ich keine gute Begründung. Es kann auch keine gute Begründung geben. Besser wäre schlicht, den AP erst auf höherer Stufe zu beginnen.
Ich stelle mir eine Dominion-Kampagne idealerweise als Fortsetzung einer "normalen" Abenteurer-Kampagne vor. D.h. die SCs sollten sich bereits in der Welt so halbwegs einen Namen gemacht haben, und dementsprechend ungefähr Level 7-9 erreicht haben. (Vergleiche die O/AD&D "Name Level".) _Da_ fände ich es dann plausibel, dass man in eine Machtposition gelangt, weil z.B.:
- ein König oder dergleichen sagt "Ihr habt es drauf, euch will ich die Verantwortung für Provinz Sorgenland anvertrauen".
- die SCs aus eigener Kraft einen Landstrich erobern (dafür sind Lowlevels einfach zu schwach)
- oder sie pioniermäßig die Wildnis kolonisieren.
Letzteres könnten zwar technisch gesehen auch Lowlevels, aber es geht ja nicht nur um die Party, sondern auch darum, dass sie in dem Fall andere Siedler anlocken müssen -- und das wiederum hängt in erster Linie vom Ruf ab. Also auch wieder nix für frischgeweihte Akolyten und Grünschnäbel, die noch feucht hinter den Ohren sind.
Dabei gehe wohlgemerkt von einem genau-nicht-Birthright Ansatz aus: dass die SCs sich den Titel in bester Abenteurertradition _verdienen_, und nicht aufgrund irgendeines "Geburtsrechts" von vornherein für den Posten vorgesehen sind. Natürlich geht das so auch, aber macht mich einfach weniger an als der meritokratische Ansatz.
Edward Fu:
Wenn man BR auf Pathfinder umsetzen will, muss man sich im Vorfeld halt schon einige Gedanken machen. Einfach Seriennummer raus feilen und gut ist, geht nicht. Man muss sich z.B. Gedanken darüber machen wie man die Halblingsfähigkeiten umsetzt.
Die Gruppe bei uns hat einige Bloodabilities die Plottechnisch ins Gewicht fallen können und das ganze für mich als SL interesant machen.
Das Problem mit dem Holy Avenger +5 seh ich jetzt nicht so eng. Das Teil muss einem ja nicht nur Vorteile bringen. >;D
Und was den Nagel mit den Handy in die Wand kloppen angeht: Liebe Kinder probiert das blos nicht zuhause, wenn ihr kein App dafür habt. ;)
Bisher funktioniert Birthright ganz gut. Mal sehen, wie es wird, wenn sie etwas mehr drauf haben. Dan werden die Bloodabilietes wohl weniger ins Gewicht falle.
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