Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Kampflastigkeit 3.x/Pathfinder

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Luxferre:
Immer wieder liest oder hört man, DnD sein ein sehr kampflastiges System. Es unterstütze regelseitig nur das Kämpfen und Gruppen spielen allesamt oder größtenteils extrem kampflastig.
Soweit zum Hörensagen.
Die Regeln selbst geben diesen Verallgemeinerungen aber durchaus Nährboden, was aber gar nicht ins Zentrum dieser Frage rücken soll.


Da ich zu dem Thema eine anders lautende Meinung habe, als die Vorherrschende, und am Tisch anders leite, möchte ich mal die bewusst offene Frage in den Raum werfen, wieviele Kämpfe ihr so in euren Runden pro Spieleabend absolviert.


Vorweg einige Anmerkungen:
Einen Bossfight würde ich jetzt aus der Umfrage rausnehmen, weil diese oftmals länger dauern, als ein Standardencounter. Interessant ist trotzdem, wie lange ihr für einen Endkampf so braucht.

Da alle Spielrunden unterschiedlich lange dauern, kann ich auch keine explizite Umfrage daraus generieren. Daher bleibt die Umfrage so offen und locker gestellt.
Bitte schreibt doch dazu, wie lang ein Spielabend bei euch so dauert.

3.5 hat eine Berechnung, dass alle 13 (kommahastenichgesehen) Encounter ein Stufenaufstieg fällig ist. D.h. es gibt explizite Regeln dafür. Wichtig zu wissen, wenn man DnD als SL angeht, wie ich finde.

Zu guter Letzt würde mich mal interessieren, wie lange ihr in Realzeit eine Kampfrunde abhandelt.



Ich leite relativ kampfarm. Bei mir gibt es so ein bis zwei, maximal drei Kämpfe an einem Spielabend. Die Charaktere gehen meist ausgeruht in die Kämpfe und die Spieler sind nicht sonderlich taktisch veranlagt. Wenn ich das volle Potential eines ans Gruppenniveau angepassten Gegners ausschöpfen würde, wäre der Kampf ziemlich haarig für die Spieler.

Ein Kampf dauert bei uns im Schnitt 6 bis 10 Kampfrunden. Manchmal etwas länger, wenn mehrere Gegner beteiligt sind.
Realzeit sollte so gut 'ne halbe Stunde sein.
Ich merke dabei auch, dass die Konzentration von uns mit der Menge der Kampfrunden abnimmt und man den Kampf endlich zu einem schnellen Ende bringen möchte.

Ein Spielabend ist bei uns mit 8 Stunden relativ lang. In letzter Zeit kommen familienbedingt etwas kürzere Sessions dazwischen.
Wir fressen uns gern in Settingdetails fest und spielen unsere Charaktere recht ausufernd aus. Da wäre auch zeitlich wenig Möglichkeit für viele Kämpfe.

XP vergebe ich nach Spiel-/Kampagnenfortschritt. Also keine Aufstiege nach irgendwelchen Tabellen und Encountermengen.

Darius:
Meine Erfahrungen mit Pathfinder sind folgende:

Wir brauchen für einen normalen Encounter auch so 6-10 Kampfrunden. Das kann auch mal schneller gehen. Spielzeit kann ich schlecht einschätzen, ich würde aber sagen für so 6 Kampfrunden braucht man mit 5 Spielern ca. 20-30 Minuten.

Unsere Sitzungslängen hängen stark davon ab, ob wir unter der Woche spielen, wenn alle am nächsten Tag wieder früh raus müssen oder am WE, wenn wir Zeit haben. Im Schnitt dauert eine Sitzung so 4 Stunden würde ich sagen.

Ganz allgemein zu Pathfinder und der Kampflastigkeit (Threadthema).

Auch wir spielen nun PF deutlich Rollenspiel lastiger. Das ist dem SL zu verdanken und es geht auch ganz gut. Trotzdem muss man glaube ich sagen, dass Pathfinder schon sehr kampflastig ausgelegt ist. Man schaue sich nur mal das Charakterblatt an. Da stehen ech viele Werte drauf, die vor allem oder ausschließlich nur für den Kampf relevant sind. Deshalb sehe ich es schon so, dass sich die Mächtigkeit eines PF Charakters schon stark danach bemisst, wie kampfstark er ist. Alles andere wäre meiner Meinung nach Augenwischerei. Klar gibts auch noch die Skills und Fluffelemente, aber wie gesagt. Die wahre Macht zeigt sich dann im Kampf.

Aus diesem Grund werde ich auch für Kampagnen, bei denen ich mehr Rollenspiel und Story drin haben möchte nicht mehr zu Pathfinder greifen. Da gibt es schlicht und ergreifend Systeme, die das viel besser fördern.

Zu der Kampflastigeit kommt bei PF noch hinzu, dass es ziemlich stark auf taktisches Vorgehen ausgelegt ist. Das heißt eine Battlemap und Figuren sollten meiner Meinung nach schon benutzt werden, sonst haben viele Kampfmanöver und Regeln keinen Sinn.

Wenn ich eine Gewichtung machen müsste würde ich sagen: Pathfinderabenteuer sind 70% Kampf, 15% Skilleinsatz, 15% Storyspiel.

Dash Bannon:
Pathfinder wird nicht deshalb als kampflastig beschrieben weil wirklich jede Gruppe mehr oder minder ausschliesslich mit kämpfen beschäftigt ist, sondern weil sich die allermeisten Talente, Klassenfähigkeiten, Zauber und zauberähnliche Fähigkeiten nunmal aufs kämpfen beziehen.
Natürlich kann man sich als Talent auch "Feritgkeitsfokus: Handwerk" holen, aber das macht doch keiner (oder sagen wir mal, nahezu keiner). Stattdessen holt man sich halt doch eher den "Heftigen Angriff" oder "verbessertes zu Fall bringen".
Beim Levelaufstieg steigen der Grundangriffsbonus, Trefferpunkte und Rettungswürfe (die man auch hauptsächlich für Kampfsituationen benötigt)

Natürlich hindert einen niemand daran auf Kampf zu verzichten, aber dann braucht man ja kein Pathfinder spielen.

Anmerkung: ich beziehe mich nur auf Pathfinder. D&D 3.5 hab ich nur zweimal gespielt. Da kann ich das nicht beurteilen

kalgani:
Ich versuche nicht zu viele Kämpfe einzubringen.
Die Spieldauer an einem Abned ist meist3,5 Stunden und mehr als einen Kampf jede zweite Sitzung finde ich zuviel.
Das könnte aber auch einfach daran liegen das wir eine ziemlich lahme Truppe im Kampf sind.
Ich leite auch ohne XP, so das ich freie Hand beim Aufstieg besitze. 

Darius:
Wobei ich da dann sagen muss, dass mir Pathfinder als Spieler zu langweilig wird, wenn so wenig gekämpft werden würde. Weil ich halt einfach so empfinde, dass die SC vor allem im Kampf glänzen und einfach abrocken können.

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