Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Kampflastigkeit 3.x/Pathfinder
Oberkampf:
Fast immer, wenn ich irgendwas aus dem D&D-Familienbereich leiten will, kommen bei mir in der Vorbereitung ein, zwei Kämpfe mehr heraus als beispielsweise bei Midgard, wo es mehr Fertigkeitsszenen gibt. Ob die am Tisch dann umgesetzt oder umgangen werden, hängt von der Gruppe ab - aber ehrlich gesagt bin ich sowohl als SL auch als Spieler enttäuscht, wenn es an einem 6 - 8 h Spielabend in einem Fantasysetting keinen oder nur einen Kampf gab. Und bei D&D (außer low level AD&D) wäre ich doppelt enttäuscht.
Slayn:
Meine letzten beiden Pathfinder Runden waren sehr Kampf-Orientiert. Der Fokus lag ganz klar auf teamorientiertem Taktikspiel, die Story des jeweiligen APs war nur die Einbettung in den Hintergrund.
Die Charaktere waren dabei weder Konzept-Charaktere noch wurden andere Charakterkonzepte verfolgt als den Job im Team zu erfüllen und seine Klasse gut darzustellen. Das wurde begünstigt durch niedrige Build Points.
Kämpfe gab es viel, jeweils 12+ und die gingen durch gute Vorbereitung (Karten ausgedruckt, Pöppel vorbereitet, Spieler hatten ihre benötigten Regeln alle als Cheat Sheet zu Hand) und eingespielte Spieler, die ihre Magischen Gegenstände mit Ladungen nie gehortet haben, schnell von der Hand.
Ein normal fordernder Kampf dauerte im Schnitt 3-5 Runden und war in 10 Minuten erledigt und haben somit ca. 3 von 4 Stunden Spielzeit ausgemacht.
Das mag jetzt etwas mager in Bezug auf "richtiges Rollenspiel" klingen, basiert aber mitunter darauf dass meine damaligen Mitspieler individuelle Spotlights weder gebraucht noch gewollt haben, daher wurden alle sozialen Begegnungen oder Rätsel auch immer schnell im Team erledigt.
[Zwei kleine Nachträge:]
Kämpfe werden schnell zäh, wenn die Beteiligten jede Runde wieder vor Entscheidungen stehen und über ihren "Zug" grübeln. Wichtig bei eingespielten Spielern ist, das sie immer schnell auf Standardaktionen zurückgreifen können.
Der Fokus auf die Archetypischen Rollen hat zu einem erstaunlich hohem Anteil an Charakterspiel während der Kämpfe geführt.
Hunter9000:
Die Anzahl der Kämpfe variiert bei uns je nach Kampagne extrem stark. Aber eigentlich gibt es immer mindestens einen Kampf pro Abend, im Schnitt werden es wohl so 3 drein (bei 4,5h Spielabend).
Wir hatten dabei aber auch schon Bosskämpfe, welche über den gesamten Abend gingen - die erwiesen sich dabei aber schon als sehr zäh.
Arldwulf:
Zum Teil ist es sicher auch einfach eine Frage des Vergleichs. 2-3 Kämpfe je Abend sind für eine 8 Stundensession in D&D sicher nicht viel.
Aber ich kenne auch Gruppen die haben aller 3-4 Spielsitzungen je 4-5 Stunden mal einen Kampf. Ist das eine also kampfarm und das andere dann kampfärmer? Ohne Vergleich ist das schwer zu sagen, und noch viel schwieriger lässt sich sagen ob dies dann am System oder den Spielrunden liegt.
Man muss sich dort einfach auch ein wenig von konkreten Spielrunden lösen, da deren Spielweise immer individuell sein wird. Und zumindest zu einem Teil auch unabhängig vom System. Jemand der gewohnt ist Probleme seines Charakters durch Gewalt zu lösen wird diese auch einsetzen wenn das System und das Abenteuer eigentlich eine Suche oder das Lösen eines Rätsels erfordert, Investigation und "Stadtspiel" wenn man so will.
Wenn man bewerten will ob Pathfinder RPG oder 3.5 kampflastig ist muss man sich die Hilfsmittel ansehen die es für Spieler und Spielleiter anbietet um Abenteuer abseits der Kämpfe zu unterstützen.
Und ein paar gibt es da schon, auch wenn es mehr sein könnte.
bobibob bobsen:
Bei mir wird nur gekämpft wenn es unbedingt notwendig ist, dann haben es die Kämpfe meist aber in sich und dauern auch mal eine gesamte Spielsitzung die bei uns leider immer relativ kurz ist mit 2 bis 2,5 Stunden.
Im Schitt würde ich schätzen das 1 Kampf alle 10 Stunden stattfindet.
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