Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Realismus in Pathfinder-Diskussion (war aus Buccaneer-Thread)
Feuersänger:
Das russische Mädel zieht ihren Bogen voll aus. Was soll daran unbrauchbar sein? Stell dir das gleiche mit einen Urviech von Schützen mit 18 Str und entsprechend schwerem Bogen vor.
YY:
--- Zitat von: Feuersänger am 14.02.2014 | 19:41 ---Stell dir das gleiche mit einen Urviech von Schützen mit 18 Str und entsprechend schwerem Bogen vor.
--- Ende Zitat ---
Hab ich - und spätestens wenn da ein bisschen Stress und Dynamik dazu kommen, tut der sich bei so einem Gehuddel abartig weh oder das Material gibt irgendwo nach.
Da reicht mir der Blick rüber zum Kraftsport.
Feuersänger:
Ah, die "The Guy at the Gym" fallacy in Reinform.
Dazu ist der Kerl ja ein hochstufiger D&D-Held und nicht der nächstbeste Nasenbär ausm McFit.
YY:
--- Zitat von: Feuersänger am 14.02.2014 | 19:57 ---Dazu ist der Kerl ja ein hochstufiger D&D-Held
--- Ende Zitat ---
Ok, unter dieser Vorraussetzung können wir einfach das kleine grüne SoD-Krokodil rumgeben und jeder nennt sein Limit.
Feuersänger:
Ich hab meines bereits genannt. Bzw kann ich das gerne auch noch weiter aufdröseln: ich bin jederzeit bereit, hochstufigen Charakteren locker das Doppelte der weltlichen Leistungsgrenzen zuzugestehen, ohne magische Zusätze. _Mit_ Hinzufügung von Wuxia-artigen Späßen auch gerne nochmal ein paar Faktoren mehr.
Davon abgesehen, dass diese Anzahl Schüsse _möglich_ ist, haben wir ja gesehen. Du wendest lediglich ein, dass das nicht auf beliebige Zugstärken hochskalierbar sei -- und genau da wird es mir langsam wurscht, weil das schlicht nicht mehr offenkundiges Gemeinwissen ist, dessen Verletzung jedermann sofort auffällt. Und a propos Verletzung, dergleichen wird bei D&D grundsätzlich nicht simuliert. So wie man sich ja auch kein Bein bricht, wenn man sich in vollem Ansturm wegen eines Grease auf die Fresse legt.
Ich wäre aber auch mit dem entgegengesetzen Ansatz zufrieden, den ich auch schon für die Feuerwaffen vorgeschlagen hatte: nicht so viele Angriffe, aber diese dafür stärker. Das ist halt eben nicht der Weg, den 3.X gegangen ist.
"Seltsamerweise" kann ich mir aber eher einen Bogenschützen vorstellen, der seine Pfeile ultraschnell in einer einzelnen fließenden Bewegung zieht, einnockt, auszieht und ablässt, als einen Musketenschützen, der mit zehnfacher Realgeschwindigkeit die Patrone aufreißt, die Pfanne scharfmacht, die Waffe umdreht, das Pulver in den Lauf schüttet, die Kugel hinterherspuckt, die Ladung festklopft, die Waffe präsentiert, den Hahn spannt und abzieht.
Wenn ich sowas in einem Film sähe, fände ich das, sagen wir mal: unfreiwillig komisch.
Noch zu weiter oben:
--- Zitat ---a) schlicht postulieren, dass die Entwicklung aus irgendwelchen Gründen zur Zeit auf genau dem gewollten Level ist,
--- Ende Zitat ---
Im Feuerwaffenbereich hat sich eben erstmal lange Jahrhunderte so gut wie nichts getan -- und dann ging es auf einmal ratz-fatz. Nach 500 Jahren Vorderlader brauchte man keine 25 Jahre mehr vom Zündnadelgewehr bis zur Repetierbüchse mit Einheitspatronen und internem Magazin. Da ist es kaum machbar, den Entwicklungsstand "bis hierher und nicht weiter" festzuschreiben.
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