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Realismus in Pathfinder-Diskussion (war aus Buccaneer-Thread)

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YY:

--- Zitat von: Feuersänger am 15.02.2014 | 00:15 ---und genau da wird es mir langsam wurscht, weil das schlicht nicht mehr offenkundiges Gemeinwissen ist, dessen Verletzung jedermann sofort auffällt.

--- Ende Zitat ---

Es geht also "nur" um eine intuitiv einleuchtende Visualisierung - so weit so gut.


--- Zitat von: Feuersänger am 15.02.2014 | 00:15 ---einen Musketenschützen, der mit zehnfacher Realgeschwindigkeit die Patrone aufreißt, die Pfanne scharfmacht, die Waffe umdreht, das Pulver in den Lauf schüttet, die Kugel hinterherspuckt, die Ladung festklopft, die Waffe präsentiert, den Hahn spannt und abzieht.
Wenn ich sowas in einem Film sähe, fände ich das, sagen wir mal: unfreiwillig komisch.

--- Ende Zitat ---

Wenn wir schon bei Wuxia sind:
Warum nicht die Papierpatrone komplett mit der Handfläche so in den Lauf kloppen, dass alles da landet, wo es hin soll und mit der freien Hand den Hahn spannen und direkt abdrücken? Iron Palm lässt grüßen  ;D
Das wäre auch eine recht flüssige Bewegung...

Mit dieser Ladetechnik braucht man auch die Pfanne nicht bestücken, sondern macht einfach das Zündloch so groß, dass direkt das Pulver im Lauf gezündet wird. Der Wuxia-Schütze muss die Waffe eh nicht geladen führen  ;)



--- Zitat von: Feuersänger am 15.02.2014 | 00:15 ---Im Feuerwaffenbereich hat sich eben erstmal lange Jahrhunderte so gut wie nichts getan -- und dann ging es auf einmal ratz-fatz. Nach 500 Jahren Vorderlader brauchte man keine 25 Jahre mehr vom Zündnadelgewehr bis zur Repetierbüchse mit Einheitspatronen und internem Magazin. Da ist es kaum machbar, den Entwicklungsstand "bis hierher und nicht weiter" festzuschreiben.

--- Ende Zitat ---

Nicht "bis hierher und nicht weiter", sondern "wir sind heute hier".
Insbesondere wenn man sich noch im Vorderladerstadium bewegt, kann doch keiner wissen, ob morgen, nächste Woche oder in 20 Jahren einer mit dem nächsten technischen Schritt um die Ecke kommt.
Man darf sich nur nicht in den Gedanken verrennen, dass dieser Schritt zwingend zeitnah gemacht werden müsste.
Es sieht ja nur aus unserer Perspektive auf den historischen Verlauf so einfach aus - vgl. die vielen gescheiterten alternativen Ansätze, die sich eben nicht durchsetzen oder nicht lange halten konnten.

Ja, spätestens mit einigen magischen Sachen wird das etwas aufgeweicht.
Aber man stört sich doch auch nicht an der ahistorischen Sammlung von Nahkampfwaffen und Rüstungen (oder?).

Wenn einem das Setting "optisch" und technisch so gefällt, wie es ist - warum befasst man sich überhaupt mit solchen Gedanken?

Feuersänger:

--- Zitat ---Warum nicht die Papierpatrone komplett mit der Handfläche so in den Lauf kloppen, dass alles da landet, wo es hin soll und mit der freien Hand den Hahn spannen und direkt abdrücken?
--- Ende Zitat ---

Bei einer Pistole vielleicht denkbar (wenn man nicht weiß, wie diese Papierpatronen und Steinschlosswaffen funktionieren). Aber bei einer Muskete?


--- Zitat ---Aber man stört sich doch auch nicht an der ahistorischen Sammlung von Nahkampfwaffen und Rüstungen (oder?).
--- Ende Zitat ---

Auch da neige ich zur Pingeligkeit. ;)

Auch da gilt, dass eben z.B. Spätmittelalter / Renaissance eine ganz andere Ästhetik haben als das Age of Rifles. Hat sicherlich beides seine Reize, aber lässt sich mMn nicht gut mischen.

Lichtschwerttänzer:
Zündnadelgewehr und Repetiergewehr waren Zeitüberlappend

Feuersänger:

--- Zitat von: Seuchentänzer am 15.02.2014 | 01:03 ---Zündnadelgewehr und Repetiergewehr waren Zeitüberlappend

--- Ende Zitat ---

Fast. Dreyse hat den ersten funktionierenden Hinterlader (laut Wiki) 1836 gebaut. Das Spencer-Repetiergewehr ist von 1860. Aber so oder so, es ist kein nennenswerter Unterschied.

Lichtschwerttänzer:
ich bezog mich auf den Einsatzzeitraum

mit dem Zündnadelgewehr wurde der preussich/deutsch - französische Krieg ausgefochten.

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