Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Realismus in Pathfinder-Diskussion (war aus Buccaneer-Thread)
Feuersänger:
PF erzwingt halt an vielen Stellen einen harten Disconnect zwischen Fluff und Crunch; Ingame-Darstellung und Meta-Mechanik. Das ist einfach nicht jedermanns Sache. Du hast damit kein Problem, mich kotzt es hart an. Da ist selbst 3.5 mit seinem teilweise absurden Powerlevel noch immersionsfreundlicher, gerade _weil_ eine von der Vorstellung her krasse Fähigkeit auch mechanisch krass rüberkommen darf.
Da liegt auch mein Hauptproblem mit diversen der PF-proprietären Klassen. Sie wirken, als seien Fluff und Crunch völlig unabhängig voneinander entstanden und dann irgendwie aneinandergeflanscht worden. Ich hab mich ja schon öfter darüber ausgelassen, wie _behindert_ es beispielsweise ist, dass ein Inquisitor einfach mal 99% der Weltbevölkerung zum "Feind des Glaubens" erklären darf und mit Judgements um sich schmeisst wie Oprah Winfrey mit Geschenken.
Slayn:
Es ist ja nicht so als könnte ich deinen Standpunkt nicht verstehen, ich muss einfach nur dagegen halten dass man gerade bei PF niemals versucht hat irgendeine Art von Realismus herzustellen oder auf irgendeine Art von Immersion gegangen ist, diese auch nie als Design-Ziele deklariert hat.
Oder um es anders zu formulieren: Immersion ist für mich kein ausschlaggebender Bestandteil eines RSP und ich kann voll und ganz glücklich damit leben wenn ich in PF "nur" eine Immersion in der Szene erlebe, nicht aber in der Rolle.
Das führt uns aber zurück zu zwei Themen, nämlich den augenscheinlichen Nerfs, die nur über Rollenimmersion relevant sind, als auch zu Narubias Design-Dilemma, denn der lässt sich dabei halt nicht auf die rein mechanischen Vorgaben ein, die aber gang und gäbe sein sollten.
Narubia:
--- Zitat von: Feuersänger am 15.02.2014 | 17:02 ---...und dann wieder haben wir eben auch die Berichte, in denen ein Oracle den Fighter in Sachen Nahkampf deklassiert.
--- Ende Zitat ---
Der Vergleich hinkt ganz weit.
Bei der Oracle-Diskussion war es de Facto so: Die Gruppe war auf einem total unterschiedlichem Level der Optimierung. Wenn du einen Leiter hast, der de Facto von PF nicht allzu große Ahnung hat, und du nicht (so wie ich das z. B. sofort in meiner Gruppe getan habe) dagegen lenkst, dass Charaktere in extrem unterschiedliche Powerlevel laufen, dann hast du schlicht unterschiedliche Stärken in der Gruppe.
Dazu brauchts aber wahrhaft keine Caster. Wenn ich dir sage "Bau einen Barbaren, so stark wie möglich" und dann lasse ich dich in einer Gruppe mit Lars' Musketier spielen, dann brauche ich wahrlich kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass es während des Spielens eines kompletten Abenteuerpfades ohne weitere Adjustierung irgendwann kracht.
--- Zitat von: Slayn am 16.02.2014 | 10:48 ---Aus dem gleichen Grund komme ich ja drüben bei Narubias Buccaneer Baustelle nicht weiter, einfach weil meine Ideen und Vorschläge die Sachen PF-gerecht zu handhaben immer an der 3.5-Denkweise Mauer enden.
--- Ende Zitat ---
Kannst du mir kurz mal erklären, worauf du da anspielst?
Slayn:
--- Zitat von: Narubia am 17.02.2014 | 08:57 ---Die Gruppe war auf einem total unterschiedlichem Level der Optimierung.
--- Ende Zitat ---
Jupp, das konnte so nur in Tränen enden. Erschwerend kam ja noch hinzu dass besagter Charakter später zur Gruppe dazukam und gar nicht mal hochgespielt werden musste.
Und wir alle wissen wie sehr es sucked wenn man einen multi-class Caster hat, dessen zauber eine ganze Weile lang keine Chance haben wirklich durchzukommen.
--- Zitat von: Narubia am 17.02.2014 | 08:57 ---Kannst du mir kurz mal erklären, worauf du da anspielst?
--- Ende Zitat ---
Was Feuri weiter Oben angesprochen hat. Das in PF viele Optionen über Klassen-integrierte Mechaniken laufen und abstrakter sein können als ihm lieb ist.
In dem konkreten Fall: Du hast dich entschieden als Basis einen leichten Nahkämpfer zu nehmen, der mit einer Einhandwaffe und leichter Rüstung kämpfen wird. So weit, so gut. damit das klappt fehlen Weapon und Armor Expertise vom Fighter, zudem muss der Ki/Grit/Panache/Whatever Pool etwas umstrukturiert werden, in etwa dass so lange ein Punkt im Pool ist die Klasse einen +2 Shield Bonus bekommt und seine Crit Range um 1 höher ist, so lange er eine Hand frei hat.
Die Feuerwaffe in der Off-Hand sollte über den Punkte-Pool funktionieren, also entweder bei einem Crit automatisch ausgelöst werden oder über Punkte-Ausgabe hinzugeschaltet werden, das braucht dann kein Gefrickel mehr mit TWF und Co.
[Nachtrag] Wie schon mal gesagt, da ist kein großer Unterschied zu, sagen wir mal, dem Extra-Angriff des Ninja durch Ki (wie denn nun eigentlich) oder die Bomben des Alchemisten, Ninja, Rogue (Wo kommen die denn eigentlich her?) und Dingen wie der Banner-Fähigkeit von Cavalier und Ninja (Da hält jemand ein Fähnchen in den Wind, jetzt fühle ich mich besser!)
Narubia:
--- Zitat von: Slayn am 17.02.2014 | 09:12 ---In dem konkreten Fall: Du hast dich entschieden als Basis einen leichten Nahkämpfer zu nehmen, der mit einer Einhandwaffe und leichter Rüstung kämpfen wird. So weit, so gut. damit das klappt fehlen Weapon und Armor Expertise vom Fighter, zudem muss der Ki/Grit/Panache/Whatever Pool etwas umstrukturiert werden, in etwa dass so lange ein Punkt im Pool ist die Klasse einen +2 Shield Bonus bekommt und seine Crit Range um 1 höher ist, so lange er eine Hand frei hat.
Die Feuerwaffe in der Off-Hand sollte über den Punkte-Pool funktionieren, also entweder bei einem Crit automatisch ausgelöst werden oder über Punkte-Ausgabe hinzugeschaltet werden, das braucht dann kein Gefrickel mehr mit TWF und Co.
--- Ende Zitat ---
Sind das jetzt alles Vorschläge? Dann verstehe ich die Aussage, dass du an meiner 3.5-Denkweise scheiterst, nicht. Denn die hast du so noch nicht gebracht.
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