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Rollenspiel möglichst ans Medium anpassen?

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sangeet:
Hmm, ich persönlich finde , das z.b. Zelda ein sehr ans Medium angepasstes Rollenspiel ist, man rätselt, interagiert mit den NPC, rettet eine Prinzession :D.

Skyrim geht da noch einen Schritt weiter, und lässt den Spieler entscheiden wie die Geschichte weiter gehen soll, schliesse ich mich den Kaiserlichen an, oder kämpfe ich lieber auf seiten der Nord?

Gorbag:

--- Zitat von: Frater Goritz am 15.02.2014 | 19:57 ---Danke euch Antwortern!


Okay, ich hatte für mich RPG- obwohl das ja nicht gerade der direkte Sinn des Wortes ist- als eine Möglichkeit definiert, eine fiktive Welt direkt und "hautnah" zu erleben, sowie umfangreich mit ihr zu interagieren definiert.
Und nach der Definition gefallen mir Witcher2, wo man sich dauernd überlegen muss, welche moralischen Entscheidungen man so trifft oder eben TES, wo man in der Welt so frei rumwuseln kann besser, als ein statischer Storyschlauch.
Könnt aber natürlich auch an meinem/ unsrem präferierten allgemeinen RP-Stil liegen, wir interpretieren die Regeln recht offen, haben keine starre Handlung und können uns jederzeit spontan etnschließen, sonstwohin zu reisen/ segeln/etc, da kommt mir natürlich ein entsprechendes Sandbox-PC-Spiel auch gelegener.

--- Ende Zitat ---

Gut, da gehen unsere Definitionen auseinander.
Zum Witcher 2, da fand ich persönlich das gewählte Format extrem unglücklich. Das man in dem Dialog mit dem Folterknecht quasi nur festlegt was als nächstes passiert und dann "Boom Aktionsequenz" das fand ich extrem schlecht. Die Szenen waren super inszeniert und man muss den Leuten hoch anrechnen das sie mal versuchen einen anderen Ansatz für eine erzählte Geschichte zu finden, aber mir persönlich hat sich das zu sehr mit "eine Geschichte erleben" gebissen. Für mich war die permanente Aktion und das weiterentwickeln der Handlung durch Simple "Tor 1,2 oder 3" Auswahl nicht passend. The Witcher 2 war jedenfalls eines der wenigen Spiele für das ich damals echt gerne mein Geld zurück gehabt hätte.

Wenn wir den Begriff Rollenspiel tatsächlich weit auslegen ohne den P&P Kontext, dann würde ich sagen muss sich die Welt einfach echt und konsistent anfühlen. Die Musik kann scheiße sein, die Grafik auch, aber die Welt muss einfach im Gesamtbild stimmen und da sind dann auch die Details wichtig. Man muss das Gefühl haben, dass in der Welt auch Dinge passieren die sich nicht um deine epische Queste drehen die du gerade bestreitest. Die Sache muss aber auch Rund integriert werden. Wenn ich von nem NPC eine "Hol mir X" Quest bekomme" ist das mies, wenn aber der Fischer sein Netz wieder haben will das ihm Goblins gestohlen haben weil sonst seine Frau und seine Kinder Hunger leiden müssen und die Frau und die Kinder mir dann auch noch alles mögliche erzählen von "Wir hassen Goblins" bis "Papa trinkt in letzter Zeit so viel Bier" dann fühlt sich die Welt einfach Rund und komplett an.

Am Ende glaube ich aber das wir hier gar nicht mehr über technische Möglichkeiten reden. Geile Musik und Grafik und super Steuerung machen das Spiel zwar schicker und werten es auf, aber am Ende macht die richtige Art und Weise eine Geschichte und die Welt drum rum zu erzählen das aus was dem Spiel die Würze gibt. Man muss einfach den gewissen Grad an Freiheit spüren, gefordert sein und sich in einer Welt bewegen die einfach rund ist, aber auch Spannung bietet. Darauf kommt es in meinen Augen am ehesten an und hier reden wir dann nicht mehr über Dinge die vom PC als Medium abhängen, sondern über das richtige Erzählen. Das was diese Spiele so besonders macht ist dann auch genau das was deine P&P-Runde so besonders macht, wenn sie gut ist.

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