Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Was ist bei 4E falsch gelaufen...
Arldwulf:
Die Kritik gibt es in etlichen Foren, von etlichen Leuten. Und natürlich auch offline. Viel wichtige aber: es ist mit Argumenten begründete Kritik.
Und nein, es ist kein grundsätzliches Problem welches nur in Schwarz und Weiß zu sehen wäre. Hab ich ja auch oben schon geschrieben. Aber man muss eben auch nicht so tun, als ob es nicht existieren würde. Oder als ob es nicht besser ginge.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Arldwulf am 9.06.2014 | 14:28 ---Die Kritik gibt es in etlichen Foren, von etlichen Leuten. Und natürlich auch offline. Viel wichtige aber: es ist mit Argumenten begründete Kritik.
--- Ende Zitat ---
zunächst mal: in diesen "etlichen Foren" läuft in der Realität eine kleine, eigentlich vernachlässigbare Minderheit der Gesamtzahl an Rollenspielern rum; die meisten haben besseres zu tun.. Zweitens: egal in welchem dieser Forum du schaust, gibt es für jeden Kritiker einen Befürworter mit mindestens genauso "fundierten" Argumenten, während die Großzahl der Forenteilnehmer die Diskussion maximal passiv mitlesend verfolgt, ohne eigene Präferenzen deutlich zu machen. Ausnahmen sind Foren, in denen Andersmeinende so schnell wie möglich mundtot gemacht werden. Da gibts dann nur eine gültige Lehrmeinung.
--- Zitat ---Und nein, es ist kein grundsätzliches Problem welches nur in Schwarz und Weiß zu sehen wäre. Hab ich ja auch oben schon geschrieben. Aber man muss eben auch nicht so tun, als ob es nicht existieren würde. Oder als ob es nicht besser ginge.
--- Ende Zitat ---
Das eigentliche Problem ist es, unterschiedliche Themen zu vermischen, und das passiert in besagten Foren ständig.
Ist das Skillsystem der dritten Edition perfekt? Das behauptet meines Wissens niemand, da reicht Diplomacy als Gegenbeispiel.
Muss einem die Spotlightphilosophie des Prä-4E-D&Ds gefallen? Ganz bestimmt auch nicht, da müssen wir auch gar nicht drüber diskutieren, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks/Spielstil/Charakters.
Was allerdings nicht geschehen sollte, ist, dass man die durchaus bestehenden Probleme des 3e-Skillsystems auf diese Grundphilosophie zurückführt, wenn es dafür eigentlich ganz andere Gründe gibt (Stichwort: Skills auf hohen Stufen). Genau das tust du aber, wenn du die (zitat)"Foren Threads ... warum auf hohen Stufen Skills so selten genutzt werden, und es so viele Zauber gibt welche diese ersetzen" auf das Spotlightprinzip zurückführst, Das hat damit nämlich gar nichts zu tun.
Also: Ja, natürlich gehts besser. Vielleicht löst die 4E das Problem der Skill-Anwendung auf hohen Stufen sogar auf eine Weise, die man sich auch für 3E nutzbar machen kann (von den hohen Stufen der 4E hab ich ja immer wieder Dinge gehört, die mir eigentlich ganz sympathisch sind, warum also nicht auch an dieser Stelle).
Das zu erfahren, hätte ich durchaus Interesse. Eine Lösung auf Basis der Abschaffung des Spotlightprinzips ist aber keine, die mich interessiert, da sie vor allem dazu beiträgt, Konflikte mit Leuten zu vermeiden, die ihren Egoismus nicht unter Kontrolle kriegen. Dafür die Vorteile des Spotlightprinzips aufzugeben, wäre töricht, zumal die viel einfachere Lösung ist, nicht mit solchen Spielern (von denen es zum Glück gar nicht so viele gibt) zusammenzuspielen.
Arldwulf:
Aufgeben muss man das Spotlightprinzip auch überhaupt nicht. Es kann ja durchaus gewünscht sein, dass mal ein einzelner im Rampenlicht steht. Aber genau dieser bewusste Wille ist hier der Unterschied, mit einer Mechanik welche das Zusammenspiel der Gruppe fördert kann man ja weiterhin auch Einzelaktionen abbilden. Es wird nur weniger zum Automatismus.
Abaton23:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 9.06.2014 | 20:03 ---zunächst mal: in diesen "etlichen Foren" läuft in der Realität eine kleine, eigentlich vernachlässigbare Minderheit der Gesamtzahl an Rollenspielern rum; die meisten haben besseres zu tun..
--- Ende Zitat ---
Das kann ich einfach nur bejahen. Schade, dass diese "vernachlässigbare Minderheit" oft die öffentliche Wahrnehmung prägt und die Meinung diktiert, wie gutes Rollenspiel auszusehen hat. So altert die Denkweise der Systeme im Maße der Spieler am Tisch.
--- Zitat von: Wormys_Queue am 9.06.2014 | 20:03 ---Ausnahmen sind Foren, in denen Andersmeinende so schnell wie möglich mundtot gemacht werden. Da gibts dann nur eine gültige Lehrmeinung.
--- Ende Zitat ---
Jepp, aber man muss dort zum Glück nicht mitdiskutieren. Es geht ja nur um eine "vernachlässigbare Minderheit".
TOPIC: Ich denke, was bei D&D 4.0 schief gelaufen ist, liegt stark im Auge des Betrachters. Das System lebt eben enorm von Bestandskunden. Diese erwarten etwas in der Tradition des vorherigen Systems. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, so wird's gleich als Riesenscheiß empfunden. Hätte die 4-E nen anderen Titel als D&D gehabt -- wer weiß, villeicht wäre die Akzeptanz dann höher gewesen? Die 4-E hat eben sehr viele neue Mechaniken im Gegensatz zur Tradition eingeführt. Dazu fast zeitgleich das traditionsorientierte Pathfinder mit vielen ursprünglichen Autoren der 3.5-Ed. als Stachel im Fleisch...
Thandbar:
--- Zitat von: Abaton23 am 10.06.2014 | 12:14 ---Die 4-E hat eben sehr viele neue Mechaniken im Gegensatz zur Tradition eingeführt.
--- Ende Zitat ---
Hm ... hat das die 3E zu ihrer Zeit nicht auch gemacht? Ich denke, dass da der Begriff der "Tradition" generell schwierig ist. Ich erinnere mich, dass es eine - kleine - Zahl von Rezensenten gegeben hat, die die 4E eher als Rückbesinnung auf das traditionelle Kerngeschäft von D&D verstanden hatten, im Gegensatz zur dritten Edition, die in verschiedene Bereiche hineinmäanderte.
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