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Was ist bei 4E falsch gelaufen...

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Arldwulf:

--- Zitat von: Sashael am 23.07.2014 | 16:43 ---Was hast du denn für ein Charakterblatt?  wtf?

Selbst wenn man nur den Namen des Spells hinschreibt, braucht man in kürzester Zeit ein Extrablatt. Gerade bei Divine Castern.
Und bei einigen der seltener genutzten Sprüchen weiß ich bis heute nicht, wie die regeltechnisch genau funktionieren. Also macht eine Kurzzusammenfassung, was der Zauber wie bewirkt, sehr viel Sinn. Was wieder jede Menge Platz frisst.

--- Ende Zitat ---

^^ na meistens hab ich einfach nur einen Karoblock. Zumindest falls ich nicht Online spiele und dann Myth Weavers Charaktersheets oder aber eben doch den Charakterbuilder verwende und die Powers als PDF irgendwo hinstell. Ist aber eher die Ausnahme, im Normalfall steht alles einfach in meinem Karoblock.

Da stehen natürlich noch mehr Sachen drin, insbesondere Quests, Gegenstände, Charakterbeschreibung, Bild etc.

Insofern stimmt es schon, dass eine Seite oft nicht ausreicht. Die Powers sind aber eigentlich selten das umfangreichste, nicht mal bei hochstufigen Charakteren. Das sind eher halt die ganzen Questnotizen, die Namen der NSC Charaktere und ähnliches. Im Schnitt brauche ich etwa eine bis zwei Zeilen je Power, je nachdem wie komplex diese ist. Die Formatierung und Schreibweise der 4E hilft da eine Menge, man braucht halt keine 5 Zeilen blos weil dort ein Feuerball gezaubert werden soll.

Mouncy:
Finde ich jetzt auch nicht so schlimm. Also das "höchste" was ich mal gespielt hatte war ein Warden lvl 30, bei dem haben alle Powers auf ein DIN A 4 Blatt, jeweils vorne und hinten beschriftet, gepasst. Ich benutze allerdings eine kürze schreibweise wie im PHB, da in der Regel 50% der Infos fürn Po sind. Bei Details-Fragen zu der Power kann man dann immer noch nachschlagen (kommt sehr selten vor).

Grubentroll:

--- Zitat von: Vendes am 22.07.2014 | 22:22 ---
Das halte ich für sehr weit hergeholt. Ich habe etliche Jahre in den Forgotten Realms Rollenspiel betrieben, habe diverse Forgotten-Realms-Romanreihen regelrecht verschlungen und hunderte von Stunden damit verbracht, mich in die Welt einzulesen - bis in die letzten Candlekeep-Forenthreads - um Teile der Forgotten Realms möglichst nah an der Vorlage zum Lesen erwecken.

Dann habe ich eine längere Pause eingelegt und als ich 2011 wieder mit Pen&Paper-Rollenspiel angefangen hatte, kam gerade das Neverwinter Campaign Setting für D&D 4e raus. Diese in Buchform gegossene Sandbox voller Abenteuerideen und -hooks war für mich schon beim ersten Lesen aber sowas von D&D und sowas von Forgotten Realms. Kann ja sein, dass die düstere Atmosphäre und das postapokalyptisch angehauchte Setting nicht jedermanns Sache sind, aber die Forgotten Realms waren immer schon von Katastrophen von epischem Ausmaß geprägt, die es nun einmal so an sich haben, dass sie die eine oder andere Veränderung mit sich zu bringen. Als ich mir später auch noch das D&D 4e FRCS gekauft habe, dämmerte mir zwar auch, dass die Autoren hier und da möglicherweise etwas zu weit gegangen sind, aber allein mit den Inhalten des Neverwinter Campaign Settings und den dazu erschienenen Artikeln und Abenteuern lassen sich so viele Spielabende füllen, dass ich vor 2016 oder so keine weitere Überarbeitung der Forgotten Realms gebraucht hätte.

Nur, weil man selbst mit etwas offenbar nichts anfangen kann, sollte man nicht so argumentieren, als würde man quasi stellvertretend für den ganzen Stand der "wahren" D&D-Spieler und Forgotten-Realms-Liebhaber sprechen. Auch das Regelwerk, wie es in den Essentials-Produkten präsentiert wird, hat für mich mehr von D&D als manche Auswüchse zum Ende der D&D-3.5-Ära hin, die z. B. intensivst Elemente aus fernöstlichen Martial-Arts-Filmen aufgegriffen haben.

--- Ende Zitat ---

Ich bin ja ein Fan der 1E-Realms (Old Grey Box und die FR Module), und kann mir auch kaum vorstellen, dass die da noch irgendwas verschlimmern konnten mit den Sachen die in der 4E Einzug gehalten haben.

Kenne allerdings das 4E-FR-Setting kaum.

kalgani:
Naja das NEverwinter Setting ist wahrscheinlich das beste 4E Settingbuch, aber auch dort finde ich es sehr fragwürdig das ein Haufen Orks ein komplettes Stadtviertel besetzt halten. Genau wie das gesamte Many-Arrow gedöhnse für mich Stuss³ ist. Orks sollen bitte brutale Eroberer sein die man ohne Gewissne schalchten draf nicht so eine weichgespülte "maybe-not-so-evil" Kacke.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Vendes am 22.07.2014 | 22:22 ---Dann habe ich eine längere Pause eingelegt und als ich 2011 wieder mit Pen&Paper-Rollenspiel angefangen hatte, kam gerade das Neverwinter Campaign Setting für D&D 4e raus. Diese in Buchform gegossene Sandbox voller Abenteuerideen und -hooks war für mich schon beim ersten Lesen aber sowas von D&D und sowas von Forgotten Realms.
--- Ende Zitat ---

Naja, da hast du aber den wichtigen Teil der Auseinandersetzung verpasst. Das Neverwinter-Buch war ja bereits Teil der Wiedergutmachungspolitik, nachdem die ursprüngliche Behandlung des Settings ziemlich in die Hose gegangen war. Insoweit stimme ich dir durchaus zu (zumal ich das Buch selber sehr gerne mag).



--- Zitat --- Kann ja sein, dass die düstere Atmosphäre und das postapokalyptisch angehauchte Setting nicht jedermanns Sache sind,
--- Ende Zitat ---

Das ist halt der Punkt. Ich mag düstere, postapokalyptische Settings, aber wenn ich Realms-spielen will, denke ich nicht zumindest nicht in letzterer Kategorie (düster schon). Ich hab das mal so formuliert, dass ich die 4E-Reiche als Setting an sich zwar sehr gerne mag, dass es sich aber eben nicht mehr nach den Vergessenen Reichen anfühlt, wie sie sich bis dato präsentiert haben (Grey Box-fans wie Grubentroll machen diesen Schnitt schon viel früher, was ich gut nachvollziehen kann).

Das eigentliche Problem aber war die Kombination aus Produktpolitik, Spellplague und 100-jahre-Zeitsprung. Die ursprüngliche Ankündigung war ja, für jedes Setting nur noch zwei Bücher plus ein Abenteuer zu veröffentlichen, was für jeden Liebhaber der Regionalbeschreibungen schon mal ein echter Bummer war. Dazu kam die Spellplague, die ich persönlich als Katastrophe gar nicht mal so schlecht finde, die aber in der Entstehung so hanebüchen erzählt wurde, dass jede GZSZ-Folge sich dagegen wie Hochkultur ausnimmt.

Hätte ich alles hinnehmen können, wenn ich dann wenigstens für das Spiel IN dieser apokalptischen Phase Unterstützung bekommen hätte. Statt dessen gab es einen Zeitsprung, der dieses nicht nur verhinderte, sondern gleichzeitig große Teile meines alten Materials obsolet machte.


Ich hab jetzt explizit nur von mir gesprochen; als Candlekeep-Leser könnte ich noch anfügen, dass dort kein neues Material mehr produziert bzw. veröffentlicht wird, weil es nie eine klare Aussage von WotC gab, was sie noch dürfen und was nicht. Aber kurz und knapp: In der Tat wurde eine sehr große Zahl von FR-Altfans durch die Änderungen mehr als verärgert, und noch bevor das PFRPG die Masse an 3.5-Fans anlockte, tauchten auf den Paizoboards plötzlich viele FR-Fans auf, die das Pathfinder-Setting den "neuen" Realms gegenüber deutlich bevorzugten.

insoweit ist das ganz sicher etwas, was bei der 4E schief gelaufen ist, egal wie man die einzelnen Schritte nun bewerten möchte

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