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Deponia Rollenspiel vom Uhrwerk Verlag

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Zwart:
http://www.gamestar.de/spiele/deponia/news/deponia,45254,3033259.html
Der Uhrwerk Verlag bringt also eine Pen&Paper Umsetzung der Daedelic Adventurereihe Deponia. Rollenspiel auf einem satirisch angehauchten Müllplaneten, soll es also werden.
Na, wenn das mal keine interessante Idee ist.
Ich könnte mir auch durchaus vorstellen das die Schnittmenge von Adventure Spielern und potentiellen Rollenspielern relativ groß ist.

Aber naja...sehen wir es realistisch.
Wahrscheinlich haben Mhaire und Nico einfach ein bisschen Spaß und nutzen ihre Connections in der Branche um ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. Würd ich auch so machen. :D

Kennt Deponia jemand hier gut genug um einschätzen zu können ob das Setting genug für ein Rollenspiel hergibt?

Woodman:
Wieso muss ich jetzt an Hôl denken?

Glgnfz:
Ich finde es eine coole Idee die Leute vom Computer wieder zurück zum "echten Rollenspiel" (TM) zu ziehen. Insofern Daumen rauf für die Aktion.


Zwei Probleme sehe ich allerdings:
1. Ich (und viele Menschen, die ich kenne) tun sich schwer mit witzigen Settings. Ich habe mal ein paar Runden Scheibenwelt gespielt und hatte immer das Gefühl: "Irgendwie ist dieser Pratchett.Kerl witziger..." Und Deponia schlägt irgendwie in die Kerbe: leicht modernere minimal steampunkige Version der Scheibenwelt.

2. Was für Abenteuer sollen die Charaktere dort erleben? Taugt das für ein Rollenspiel oder wird ihm ewig der Geruch des "Adventure" anhaften? Im Rollenspiel ist es nur halb so witzig Gegenstand A von Platz X zu holen, um ihn an Ort Z mit Gegenstand C kombinieren zu können, um ein Tor zu Höhle P zu öffnen.

Crenshaw:
Das sehe ich genauso. Bloss weil ein Franchise erbaulich, witzig oder generell erfolgreich ist, heisst es für mich noch lange nicht, dass man daras ein RPG stricken müsste - das hatten wir schon genug in den 90ern. Das hat jetzt nicht spezifisch etwas mit Deponia am Hut, sondern eher zu Humor-Adventures. Auch spezielle RPGs zu Edna bricht aus, Beneath a Steel Sky, Space Quest, Maniac Mansion/Day of the Tentacle oder gar zu Monkey Island stelle ich mir als unnötig vor. Humor in einem Setting kann man in jedem nicht-so-bierernstem System unterbringen, wenn man nur will. Auf Teufel komm raus etwas ständig Witziges zu spielen - naja  ::)

Ich könnte mir ein GURPS-Quellenbuch zu Deponia vorstellen, so wie SJG es damals auch mit Conan, Discworld, Riverworld oder Alpha Centauri gemacht hat: man bekommt als Buch ein Setting, das mitsamt Charakteren, Orten und Geschehnissen detailliert beschrieben wird. Was man daraus macht, bleibt dem Spielleiter überlassen. Sich hierbei jeweils franchise-spezifische, eigenständige Systeme vorzustellen, fällt mir schwer.

La Cipolla:
Dito, was die Bedenken angeht, ABER ich find's allem voran geil. :D Einmal ist Deponia einfach klasse und wahnsinnig witzig, und zum anderen dürfte es durchaus möglich sein, das Setting so zu beschreiben, dass die Fantasie sprudelt (da darf man nicht nur den Modus Operandi des Adventures vor Augen haben, denke ich). Bin sehr gespannt, wie sie es gestalten, und ja, der Mainstream-Reiz dürfte auch vorhanden sein ... Was mich gerade deshalb wahnsinnig freut, weil es eben mal ausnahmsweise NICHT irgendein ernsthaftes Fantasy-Setting oder sowas ist, sondern a) was Besonderes, und b) was Lustiges. Klasse!

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