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Kodex eines DnD Paladins?

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Runenstahl:
Bei einem solchen Dilemma sollen die Spieler Bauchschmerzen bekommen weil es keine perfekte Lösung gibt. Das macht es ja gerade so spannend.

Dafür muß man dem Paladin nicht noch mit der "Du hast deinen Kodex gebrochen" Keule schlagen. Solange ich als SL den Eindruck habe das der Paladin das Beste aus seiner Situation gemacht hat wird er bei mir z.B. nicht seine Kräfte verlieren, auch wenn er streng genommen gegen seinen Kodex verstoßen hat. Zu gutem Rollenspiel gehört dann aber auch das der Spieler von sich aus ausspielt das er mit dem was er tun mußte höchst unglücklich ist und versucht in Zukunft bessere Wege zu finden bzw etwaiges Übel das er selbst durch seine Wahl angerichtet hat wieder gerade zu biegen. Aber das ist halt die Sicht- und Spielweise unserer Gruppe. Wie schon gesagt, da muß jede Gruppe einen eigenen Weg finden der für sie funktioniert.

Lysander:
Man sollte eben auch keinen Paladin spielen wenn man kein moralisches Dilema thematisieren will, den das ist  numal DAS Thema des Paladins. Es geht um das universelle Gute, wobei das einem rechtschaffen-guten Gott ja entspricht, ursprünglich aber unabhängig von einem Klerikerdasein gedacht war.
Daneben gibt es soviele Kleriker und Prestigeklassen die aehnliche Zauber bekommen, man muss also keinen Paladin spielen. Der Paladin ist uspruenglich eben kein Kleriker, also eben nicht an einen Gott gebunden.
Andererseits verwischt sich das eben schon auch ziemlich  mit Klerikern von rechtschaffen-guten Göttern.   

Rhylthar:

--- Zitat von: Lysander am 17.04.2016 | 15:18 ---Man sollte eben auch keinen Paladin spielen wenn man kein moralisches Dilema thematisieren will, den das ist  numal DAS Thema des Paladins. Es geht um das universelle Gute, wobei das einem rechtschaffen-guten Gott ja entspricht, ursprünglich aber unabhängig von einem Klerikerdasein gedacht war.
Daneben gibt es soviele Kleriker und Prestigeklassen die aehnliche Zauber bekommen, man muss also keinen Paladin spielen. Der Paladin ist uspruenglich eben kein Kleriker, also eben nicht an einen Gott gebunden.
Andererseits verwischt sich das eben schon auch ziemlich  mit Klerikern von rechtschaffen-guten Göttern.

--- Ende Zitat ---
In dieser Aussage sind Fehler enthalten:

a) Ein Paladin ist mitnichten dazu gedacht, nur Spielern vorbehalten zu sein, die unbedingt moralischen Dilemmata ausgesetzt werden möchten.
b) Je nach Welt ist ein Paladin sehr wohl an seine Gottheit gebunden. Dies erklärt auch die unterschiedlichen Verhaltens-/Vorgehensweisen von Paladinen verschiedener Gottheiten bzw. den dazugehörigen Orden.
c) Mechanisch ist ein sehr großer Unterschied zwischen Klerikern und Paladinen; die einen sind Vollzauberer, die anderen Nahkämpfer.

Lysander:
Da war kein Fehler weil ich ja " Eigentlich " sagte.
Die Naehe zum Kleriker wird dan in den Settings wie Faerun weiter verwischt, wie erwaehnt.
Und Kleriker tragen im Gegensatz zum Magier auch mehr Waffen, was  Prestigeklassen weiter ausbauen. Da ueberlappen sich Paladin und Kleriker dan sehr, insbesondere bei Rechtschaffen-Guten Göttern.
Und doch, das wesentliche Charakterthema beim Paladin ist die Rechtschaffen-Gute Gesinnung im Kampf was definitiv  ein Dilema ist, das ist das Thema.
Ist irritierend weil alle anderen Klassen  ja variablere Motive haben koennen, stimmt aber beim Basismodell.
Bei der  Gottspezifischen Variante ist das eben evtl mehr die Treue zu dessen Prinzipien die einem Kaempefer als solchen die Kraft verleiht. Der sollte sich dan aber auch Richtung Kleriker entwickeln.
Der urspruengliche Paladin ist aber nicht an einen Gott  und sonstwen außer dem Guten gebunden. Da du in der Welt  aber in Strukturen arbeitest und Goetter das Gute naheliegend verkörpern wurde das wohl auch so vereinnahmt.
Klassenkombinationen sind auch nochmal komplexere Varianten. 

nobody@home:
Unabhängig davon, auf welchen Kodex sich Spieler und SL nun genau einigen, würde ich die Sache mit der Gesinnungstreue nicht einfach als Einbahnstraße betrachten. Will sagen: eine "gute" Gottheit oder sonstige Macht, die klassisch-rechtschaffen guten Paladinen ihre Kräfte verleiht, würde mMn ihren eigenen Prinzipien zuwiderhandeln, wenn sie diese dann einfach bei jeder Gelegenheit ungewarnt und ohne Rücksicht auf Verluste ins offene Messer laufen ließe. Ein Paladin sollte also im Wesentlichen schon wissen, was in einer bestimmten Situation von ihm erwartet wird, und den einen oder anderen ehrlichen Fehler sollte man da als angeblich höheres und weiseres Wesen auf dieser Seite der Gut-/Böse-Achse auch schon mal verzeihen können.

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