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[nWoD] Dramatic Failure – Kommt das überhaupt vor…?

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Saffron:
Hallo zusammen,

ich grübele momentan über das Würfelsystem der nWoD nach. Grundsätzlich gefällt es mir ziemlich gut, aber was ich vermisse, sind Patzer. Natürlich sind Dramatic Failures regeltechnisch vorgesehen, allerdings habe ich das Gefühl, dass die in der Praxis nie vorkommen. Mir ist so ein Fall jedenfalls in meiner Runde noch nicht ein einziges Mal untergekommen. Dass man überhaupt mal mit nur einem W10 würfelt, ist bei uns schon eine absolute Rarität, und die Wahrscheinlichkeit, dass dann noch eine 1 fällt, ist natürlich auch nicht groß.

Besonders bei den übernatürlichen Fähigkeiten finde ich das schade. Egal ob Vampirfähigkeiten, Changeling-Magie oder Hunter-Endowments: In den Spruchbeschreibungen steht meist bei Failure, dass der Spruch einfach nicht klappt und gar nichts passiert, und erst bei Dramatic Failure gibt es einen negativen Effekt.

Mir geht es ja gar nicht darum, Proben für die Spieler (und NSCs) schwieriger zu machen oder die Kompetenz der Charaktere herabzusetzen, aber für die Story ist es einfach langweiliger, wenn öfter mal „Klappt nicht“ gesagt wird, aber „Ach du Scheiße, das geht richtig in die Hose“ überhaupt nie vorkommt.

Was sind eure Erfahrungen dazu? Kommen Patzer bei euch auch nicht vor? Stört euch das? Oder habt ihr eventuell Hausregeln dazu?

Nin:
An der Regelmechanik Änderungen vorzunehmen gibt es mehrere Möglichkeiten. In Mirrors steht was zu dem Thema, Hunter the Vigil ermöglicht  das "Risk Willpower". Das  GMC Update hab ich gerade nicht zur Hand, aber ich glauben, da stand auch was drin.

Davon mal losgelöst ist meine Erfahrung, dass in einigen Runden nur die Standard Pools verwendet werden. Das macht das Spiel schneller. Aber ohne Mali (oder auch Boni) geht die Wahrscheinlichkeit von kritischen Fehlschlägen gegen Null (außergewöhnliche Erfolge gibt es nur bei hohen Standard Pools).
Eine andere Option und Herausforderung ist natürlich die Dramatik dadurch zu erhöhen, dass gezielt auch mal die schwachen Seiten der ProtagonistInnen angespielt werden. 

Holothuroid:
Ich hab noch nie einen Dramatischen Fehlschlag bei dem Spiel gesehen.

Ich tu mich auch sehr schwer damit Mali zu vergeben. Ich halte das für die absolut undankbarste Aufgabe als SL. Wenn ich mir die offiziellen Abenteuer angucke, belegen die jede Probe gezielt mit mindestens zwei Würfeln Abzug, weil Pi-pa-po. Einfacher wäre es, den freien Attributspunkt bei jedem Attribut zu streichen. Das hat dann den gleichen Effekt.

Ich erinnere mich da, an das Vorwort von Unknown Armies. Da wird erklärt, die Werte würden gezielt die Wahrscheinlichkeit in Stresssituationen beschreiben. Man müsse man mit weniger Modifikatoren hantieren. Das scheint mir die bei weitem einfachere Alternative zu sein.

Nin:

--- Zitat von: 1of3 am 12.07.2014 | 10:53 ---Ich tu mich auch sehr schwer damit Mali zu vergeben. Ich halte das für die absolut undankbarste Aufgabe als SL.

--- Ende Zitat ---
Auch dann, wenn du passende Vorbereitung und Unterstützung mit Boni simulierst?
Ist der Kernpunkt bei Boni-Mali-System nicht, dass äußere Einflüsse genauso Auswirkungen haben, wie eine gelungene Planung oder der Zustand der Figur?

Wobei ich mich jetzt nur auf die Würfe beziehe, die nicht durch Automatische Erfolge oder mit einem Wurf mit dem Standard Pool abgebildet werden sollen.

Holothuroid:
Ich mag auch keine Boni vergeben. Aber, wenn Spieler meinen, dass ihnen Boni zustehen, werden sie sich wahrscheinlich melden. Insofern bin ich als SL gezwungen an Mali selbst zu denken, während ich mich um Boni im Grunde nicht kümmern muss.

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