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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan

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Thandbar:

--- Zitat von: YY am 11.11.2014 | 10:58 ---Im Prinzip ist es das Selbe wie bei Matrix:
Im ersten Moment denkt man "Woaaah...", aber in einer ruhigen Minute drüber nachgedacht entpuppt sich vieles als ziemlich hanebüchen und "nur" durch die Erzählweise erst mal überdeckt.

--- Ende Zitat ---

Dasselbe "Problem" hatte ich auch bei Inception. Dieser ständige Gedanke "So funktionieren Träume aber nicht", "So funktioniert Aufwachen aber nicht" etc.

scrandy:
Also ich finde, es gibt schon einen Unterschied zwischen innerer Plausibilität und Realismus. Realistisch ist fast nichts im Kino erst recht kein SciFi oder Fantasy. Plausibel ist da schon viel mehr.

Natürlich sind YYs Kritikpunlte auch Implausibel. Sie werden eben gut versteckt, weil andere Dinge eben sehr detailliert und realitätsnah präsentiert werden und man dann aufhört alles zu hinterfragen.

Ich finde allerdings, dass man nicht einfach sagen kann, dass bei Inception Träume einfach nicht so funktionieren. Natürlich ist das nicht realistisch aber es wird in sich plausibel dargestellt.

Gaming Cat:
Viel erwartet habe ich eigentlich nicht...bin trotzdem noch etwas enttäuscht worden. Wirklich visuell überzeugend sind nur wenige Szenen, das meiste hat man schon anderswo besser und detaillierter gesehen. Einzig die dialogischen Exkurse über Wurmlöcher und Relativität haben mich gefesselt - aber das sind ca. 5min bei einer Filmlänge von monumentalen 169min! Gerade der Vergleich mit dem Opus magnum 2001: Odyssee im Weltraum hinkt gewaltig, spielt Kubricks Film doch in einer deutlich höheren Liga. (Beim Soundtrack kupfert Zimmer überhoben bedeutungsschwere Orgelklänge von Kubricks klassischer Weltraumoper ab... :P)
Vollends unverzeihlich sind an Nolans Sitzfleischfresser aber das aufgepfropfte Happy End und die logischen Widersprüche in die sich der Film durch die Tesserakt-Szene verheddert...da fehlte jemand der Mut zu einem potenziell düsteren aber runden Abschluss.
Für Hardcore Sci-Fi Fans und Leute mit Nolan-Fetisch kann man das empfehlen - für den Rest der Menschheit ist das eine (imho) verzichtbare Erfahrung.

scrandy:
Auch hier würden mich die Filme interessieren die das besser machen. Die würde ich mir dann nämlich gerne sehen.

Ich denke der Bereich realitätsnahe SciFi ist doch in letzter Zeit kaum bedient worden.

Der vergleich zu 2001 zieht nur hinsichtlich des visuellen Stils. Im direktvergleich gefällt mir Interstellar aber besser, weil 2001 ein Kunstwerk ist und Interstellar aber eine Geschichte erzählt.

Ich kann aber gut verstehen, dass der Film polarisiert.

Feuersänger:
Nach dem bisher gelesenen würde ich eher meinen, gerade Hardcore-SF-Fans kriegen hier die Krise.

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