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Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"

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Preacher:
"In Ordnung. Ich hab auch schon eine Idee."

Er wählte Frighteners Nummer. Der Gnom würde sicher einen passenden Unterschlupf wissen. Die Digital Dawgs unterhielten schließlich einige Jackpoints mit Schlafgelegenheiten, welche zu vermieten waren - die Frage war nur, welcher frei war.

Doc Letterwood:
Der Gnom nahm schlaftrunken ab und hörte sich fast stumm Messiahs Anforderungen an. Dann gähnte er laut und grunzte.
"Mhrm. 200 pro 12 Stunden. Jede angefangene 12 Stunden 150, beginnt ab Bezug der Wohnung. Ich habe eine Viermann-Wohnung in Düsseldorf, in der Nähe des alten Record-Einkaufszentrums. Jackpoint und so vorhanden, bisschen Trideo auch, soweit ich weiß. Fünf Minuten zur U-Bahn, ein altes Mietshaus mit ein paar Garagen daneben. Sicherheitskameras an der Eingangstür und im Treppenhaus, vor der Tür, Erschütterungsdetektoren an den Fenstern. Dort wird euch niemand stören, abgesehen von den Moogs, einer Zwergengang, die sich vielleicht ein-zweimal die Woche im EKC breitmacht. Abgemacht?"

Preacher:
"Ah, ja. Ich weiß, welches Mietshaus Du meinst.Teuer, aber gut. Ich nehm es. Ich denke auch nicht, daß wir da lange drinbleiben müssen."

Er gab Artemis die Adresse.

"Wir Treffen uns dann dort. Herr Kaiser, in Anbetracht Ihres Gepäcks fahren sie wohl besser mit Artemis und Nemesis mit. Ich werde schon zu der Wohnung fahren und dort alles vorbereiten."

Doc Letterwood:
Messiah

Düsseldorf, Wernickestraße. Unterschlupf der Digital Dawgs
>>05.06.2059-03:23:00<<

Das Mietshaus lag genau gegenüber eines heruntergekommenen Parkplatzes eines heruntergekommenen, leerstehenden Einkaufszentrums. Und heruntergekommen war auch das fünfstöckige Haus, ein Schlafburg mit 20 Wohnparteien, aber die Wohnungen standen allesamt leer.
Allesamt? Nein.

Frightener stand missmutig brummelnd im Regen, als Messiah eintraf. Er drückte ihm den Wohnungsschlüssel in die Hand, kassierte die ersten 200 Ecu und trabte dann ab.

Die Wohnung im fünften Stock, direkt unter dem Dach, war sehr großzügig - für Menschen, die nicht so groß waren wie Messiah. Der konnte nur in der Mitte, direkt unter der Dachschräge stehen. Vermutlich dachte sich Frightener, dass Decker und Otaku sowieso nur mit verschränkten Beinen vor dem Jackpoint hockten.

Die Ausstattung war scheinbar vor kurzem erneuert worden. Es roch nach frischer Farbe an den weißen Wänden.
Ansonsten alles von IKEA. Vier Betten, eine Kochnische mit Autokoch, ein paar selbstgebaute Sofas aus Steinen und dicken Kissen und ein (allerdings etwa 15 Jahre altes) Trideogerät machten den Unterschlupf relativ komfortabel. Die fünf Fenster in der Dachschräge standen einen winzigen Spalt offen und ließen die warme, regengeschwängerte Nachtluft hinein.
Der Jackpoint war neben der Sofa-Ecke - immer noch mit Tape-Band abgeklebt.

Preacher:
Messiah stelte seine Blitzen in die zur Wohnung gehörige Garage und sah sich dann um. Überprüfte den Füllstand des Kühlschranks, den Zustand der darin befindlichen Lebensmittel und suchte dann nach den Monitoren der Kameras und allgemein den Anzeigen des Alarmsystems.

Hoffentlich ist das nicht nur eingestöpselt zu überwachen - wenn ich der einzige bin, der den Kram überwachen kann komme ich ja gar nicht zum schlafen.

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