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Der Eine Ring!
Morf:
Moin Moin, nachdem ich seinerzeit mit Mers angefangen und wir das lange Jahre gezockt haben, juckt es mich jetzt bei Der Eine Ring mal wieder in den Fingern nach Mittelerde zurückzukehren...
Bitte mal eure gesammelten Meinungen/Erfahrungen zum System/der "Langzeitzockability" und insbesondere den ABenteuern (denn die Mers-Abenteuer waren ja seinerzeit schon arg von Orks, Räubern, Orkräubern und Räuberorks geprägt, also teilweise ohne starke eigene Änderungen etwas eintönig).
Also los, mich interessiert ALLES!
Caranthir:
Na dann plaudere ich mal aus dem Nähkästchen. DER ist zur Zeit mein Lieblingssystem. Es spielt sich flüssig und einfach, bietet aber dennoch genügend, um auch nach Jahren noch interessant genug zu sein. Kämpfe sind schnell und cinematisch und lehnen sich vom Stil her stark an den Büchern an. Soll heißen, Spieler haben viel Einfluss darauf, was gerade mit ihren Charakteren geschieht.
Die spielbaren Kulturen sind schön ausgearbeitet und es macht einfach Spaß einen Charakter zu erschaffen. Es gibt zwar weniger Wahlmöglichkeiten als bei anderen Systemen, dafür bekommt man dann aber auch Figuren, die zu Mittelerde passen. Du wählst ein Volk, bekommst Fertigkeiten und besondere Merkmale, einen Hintergrund, der die Attribute definiert und verteilst freie Punkte. Insgesamt vielleicht eine Sache von 30 Minuten.
Bisher sind mit Geschichten aus Wilderland und Darkening of Mirkwood zwei großere Kampagnen erschienen. Wobei erstere sehr geradlinig daherkommt, letztere mit einem Zeitrahmen von 30 Jahren nur eine grobe Struktur.
Kampagnenhintergrund ist Wilderland, 5 Jahre nach der Schlacht der fünf Heere. Mit dem kürzlich erschienenen Rivendell ist die Welt noch um Eriador erweitert worden. Waldläufer und Hochelben passen sich gut in die bisher spielbaren Völker ein. In Zukunft kommen noch Rohirrim und Menschen aus Gondor dazu. Bin schon sehr gespannt.
Mein Fazit: Mittelerde wurde mit DER einfacher zugänglich gemacht und mit dem System besser umgesetzt als bisher. DER bietet über Jahre Spielspaß, auch wenn es bei den Veröffentlichungen immer mal wieder Verzögerungen gab, scheint jetzt der Knoten endlich geplatzt zu sein.
Morf:
Danke! Wieviel Abwechslung bieten die Abenteuer? Geht es da auch mit mehr / schöneren Ideen zur Saçhe und gïbt es damit mehr als die Standard-Ork-Rauber-Kost? Gibt es neue zum Flair passende Kreaturen usw.?
sangeet:
Wie haben die Spieler es aufgenommen, das sie mit Mittelerde eine gewisse Erwartungshaltung mitbringen ? Bringst Du artfremde Abenteuer Ideen ein, oder hälst Du dich an den Kanon ?
Ich habe z.b. bei Starwars die Erfahrung gemacht, das die Spieler dann doch sehr "nahe" am Universum dran bleiben wollten. (Und ich neue SciFi Ideen einbringen wollte (wie sieht ein Utopia /Dystopia aus , folgen von Technik etc.) (Stellenweise wurde die Technik ja schon überholt.)
Caranthir:
Bei den bisher erschienenen Abenteuern hat mir die Mischung gut gefallen. Mal begleitet man eine Hochelbin Richtung Westen, mal vermittelt man in einem Sippenstreit und muss einen Mord aufklären. Insgesamt übernehmen die Helden eine wichtige Rolle. Es geht um nicht weniger als das Schicksal Wilderlands. Da von Tolkien nicht beschrieben wurde, ob und wie die Waldmenschen überleben, können die Spieler hier epische Taten vollbringen. Natürlich gibts auch mal einzelne Abenteuer wie in Mers (hab selbst fast alle im Schrank stehen). DER und Mers kann man aber eigentlich kaum noch vergleichen. Versteh mich nicht falsch, ich fan Mers damals cool. Heute wollte ich es aber nicht mehr spielen.
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