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(Klassischer) Horror mit FATE

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Ucalegon:
Geht (klassischer) Horror mit FATE und, wenn ja, wie?

Aus dem Eclipse Phase Regelthread:


--- Zitat von: Ucalegon am 24.09.2014 | 13:34 ---Meine größten Bedenken bei FATE und EP betreffen vor allem den Dystopie/Horror-Charakter. Von meiner Erfahrung mit FATE her bezweifle ich, dass das System dieses Spielgefühl ermöglicht. Gründe dafür wären u.a. der hohe Meta-Anteil und die Art, wie Consequences funktionieren. Mit einer Art Purist mode wie in Trail of Cthulhu ginge es vlt., aber dafür kenne ich FATE zu wenig. Wie gehen denn die FATE-EP Spieler(innen) hier damit um? Kriegt ihr in euren Runden den Horror-Teil hin und wie?

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Mondsänger am 24.09.2014 | 14:08 ---Also wir haben in unserer Runde immer ein wenig geschwankt und der Horror kam eher durch die Beschreibungen und die Musik, als durch die Regeln zustande. Wir sind aber auch generell eine Runde in der viel gelacht wird. Als SL habe ich mir angewöhnt "Highlights" zu setzen, sprich es meistens laufen zu lassen und nur in besonderen Szenen mal den Atmossphäregrad durch Beschreibungen, Dialoge o.ä. anzuziehen und in eine Richtung zu lenken. Generell aber kommt es auch darauf an wie die Aspekte geschrieben werden, in welche atmossphärische Richtung das Spiel geht. "Letzter Überlebender meiner Einheit" ist zum Beispiel ein Aspekt gewesen der für mich das Setting sehr schön transportiert hat, ohne in die - von Fate ja durchaus intendierte- Pulprichtung zu gehen.

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--- Zitat von: Dr. Jan Itor am 24.09.2014 | 16:57 ---Das FATE und Horror nicht zusammen können ist ein reichlich schwachsinniger (Achtung, Pun-Alarm  :)) Mythos. FATE und Horror geht genau so gut wie FATE und Detektivstories. Und gerade für Horrorszenarien sind FATE Compels eine großartige Mechanik die dem Spielleiter das Leben deutlich erleichtert. Der Metaanteil dürfte bei FATE sogar deutlich geringer sein als beim Originalsystem, das ist einfach viel zu crunchy um die Spielmechanik in intensiveren Szenen ausblenden zu können.

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--- Zitat von: Ucalegon am 24.09.2014 | 17:16 ---Mit dem Metaanteil wollte ich vor allem auf die Möglichkeit hinaus, in Horror-Szenen als Spieler das Ausgeliefertsein zu durchbrechen, indem man über Fatepunkte dem eigenen Schicksal etwas "nachhilft". Gerade bei den Compels muss der Spieler ja überlegen ob er den Fatepunkt nimmt oder eben nicht. Was er zum Teil der Story macht oder nicht. Wenn ich einen Sanitywurf/Schadenswurf mache und der SC wird wahnsinnig/geht drauf ist das viel direkter. Das hat übrigens Ryan Macklin hier im Hinblick auf seine Arbeit an Achtung Cthulhu mit FATE ähnlich formuliert.

Edit: Das soll nicht heißen, dass FATE nicht für Horror taugt. Ich würde eher sagen, dass man den Horror bei FATE als Story generiert, während man ihn z.B. im klassischen CoC erlebt. Einen eigenen Diskussionsthread dazu fänd ich gut, falls es den nicht schon gibt.

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--- Zitat von: Dr. Jan Itor am 24.09.2014 | 18:14 ---Mach mal einen auf, ich denke das ist wirklich ein diskutierenswertes Thema.  :)

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Bad Horse:
Hier sind schon mal Ideen diskutiert worden, wie man Horror mit Fate umsetzen kann.

Draig-Athar:
Wir haben eine Cthulhu Runde mit FC angefangen, und bis jetzt (drei Sessions) läuft es hervorragend. Also ja, Horror und Fate passen zusammen.

Ucalegon:
Habt ihr irgendwelche besonderen Absprachen getroffen/besondere Regeln eingeführt, um das zu erreichen?

Draig-Athar:
Nicht mehr als bei anderen Settings, soll heißen: wir haben eine ganz normale Game Creation gemacht. Dabei haben wir halt vor allem die Ratschläge aus dem Toolkit zum "Horror Paradox" berücksichtigt.

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