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[Erzählt mir von] Strike! RPG (D&D4 meets Burning Wheel und Dungeon World)

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Fredi der Elch:

--- Zitat von: Praion am  9.02.2015 | 23:06 ---Ebenso pusht es keine der Sachen die ich wirklich mag in BW oder ApocWorld.

--- Ende Zitat ---
Ich verstehe, was du meinst. Die Nähe zu den den Systemen ist tatsächlich eher spirituell als auf einer konkreten Ebene angesiedelt. :)

Ich betrachte das Ganze von der anderen Seite aus: ich komme von D&D 4e her. Da stört mich vor allem der lange Kampf, wobei ich den taktischen Aspekt eigentlich sehr mag. Und hier verspreche ich mir von Strike! eine Verbesserung. Ein schlankes Kampfsystem mit festen Schadenswerten, trotzdem aber Powers und Positionen, gegenseitige Unterstützung etc. Und das dann über Zustände und Concessions nach dem Kampf eingebettet ist in das restliche Spiel. Der Kampf ist dann nicht nur ein Minispiel, sondern hat auch regeltechnische Auswirkungen auf den Rest des Spiels. Dazu ein anständiger Teamkonflikt, der die doch etwas sperrigen Skill-Challenges ersetzen kann. Fail forward, "geschafft, aber" usw. sind einige "modernere" Konzepte, die gut eingebettet sind.

Aber am Ende bleibt es natürlich ein eher "klassisches" System. Sachen wie klare Moves oder BITs oder sowas aus den anderen Systemen sucht man vergeblich. Aber genau das war das, was ich haben will. Für alles andere habe ich ja schon die langhaarigen Hippie-Systeme. ;D

Tele-Chinese:
@Praion: Magst du das noch ein wenig ausführen bzw. konkretisieren. Ich verspreche mir davon, dass der Faden die unterschiedlichen Aspekte von Strike! Rpg auch und vor allem kritisch beleuchtet. So, dass der geneigte Leser hier von den Dingen erfährt, die manche begeistern, aber auch die Dinge, die nicht zu begeistern wissen - aus Gründen X, Y, Z ;)

Praion:
Burning Wheel ist in seinen Mechaniken recht komplex. All diese Mechaniken greifen jedoch ineinander und erzeugen damit das spezielle Spielgefühl. Das gesamte Design ist absolut wundervoll und genial darin wie alles zusammenhängt. Das alles auf "schnell, einfach, spaßig" runterzubrechen vernichtet dieses Aspekt. Ich spiele BW wegen der Systeme, nicht trotz dessen.

Burning Wheel ist sehr sehr Spieler-/Charaktergesteuert. Vor allem Beliefs führen dazu das Spieler sich stark für ihre Charaktere einsetzen anstatt nur so dem Abenteuer des Tages hinterherzudümpeln. Strike zeigt mir wenig das sagt "Spiele deinen Charakter hart!".

Apocalypse World ist in vielerlei Hinsicht über Gemeinschaft und Überleben. Natürlich kann man das so auch in Strike aufbauen aber das System unterstützt dies nicht wirklich aus sich selbst heraus. Wenn man das als DnD4 Fantasy spielt taucht der Aspekt gar nicht auf.

Apocalypse World ist fiction first und cinematisch. Kampfrunden und unterschiedliche Powers und so passen da schlecht rein. Kampf/Actionszenen funktionieren genau wie der Rest des Spiels und sind kein eigenes Minigame.

Suro:
Ich habe das Projekt inzwischen auch "ge-backed", und bin auch weitestgehend durch das "Backer"-pdf. Mir geht es (von D&D4, 13thAge aber vor allem auch Dungeon World kommend) dahingehend anders als Praion, dass mir die übernommenen Versatzstücke (D&D4-ähnliches aber entschlacktes Kampfystem, Skillwürfe ohne target numbers aber dafür mit Komplikationen etc.) eigentlich ganz gut gefallen.
 Ich mache mir allerdings noch ein bisschen Sorgen, ob  die ganzen unterschiedlichen Ideen wirklich gut zusammen funktionieren. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es a)nach der Art "ah dieses Teilsystem gefällt mir gut das kommt auch noch rein" und nicht mit einem wirklich konkreten Designziel entstanden ist (ist ja nicht schlimm wenn es trotzdem funktioniert) und b) dann doch relativ viele kleine Sonderregeln gibt, die man im Kopf behalten muss (so Sachen wie für was man jetzt alles in welchem Fall Action Points ausgeben darf und wie "Skilled" und "Unskilled" mit diversen anderen Systemen zusammenhängt z.B. Erlernen neuer Skills oder zur Verfügung stehende Aktionen im Teamkonlflikt). Auch bin ich mir noch nicht sicher, ob es so geschickt ist, wirklich eine ganze Reihe von "Minispielen" - Skillcheck (mit Opposed Check und Helping), Team Conflict, Tactical Combat und dann noch Spezialfälle wie Carchases oder "Custom rolls" für Zufallesbegegnungen oder "Sanity" zusammenzupacken.

Das sind natürlich aber alles vage Befürchtungen, und ich werde es mal zum Tanelorntreffen testen und hier berichten ob sich davon irgendetwas bestätigt.

Selganor [n/a]:
Die Testrunde ist ja schon eine Weile her, und selbst die widrigen Umstaende (schlechte Wuerfel, unbekannte Regeln und schlechte Nachschlagemoeglichkeiten, ...) haben mich nicht davon abgehalten mir dann als das Buch in Print verfuegbar war dort doch noch zuzuschlagen.

Es hat allerdings erstmal bis diese Woche gedauert bis ich mal eine Runde dafuer zusammenbekommen habe, die ist aber auch schon an der unteren Grenze (2 Spieler)

Meine ersten Eindruecke:
- Konvertieren von Settings: Recht einfach... Wir spielen auf dem Guild Wars 2 Setting und innerhalb von ein paar Minuten waren die Backgrounds/Origins die nicht einfach so aus dem Regelwerk uebernommen werden konnten schnell "nachgebaut"
- Charaktererschaffung: Auch recht schnell gemacht, die "Zettelwirtschaft" kann aber evtl. fuer manche Leute (die lieber alles auf einem Blatt Papier haben) etwas abschreckend wirken
Das (und mit etwas umfangreicherem "Background-Briefing" und sonstigem Gelaber) hatten wir in der ersten Sitzung gemacht, gleich danach hatten wir ein wenig Rollenspielintro (Gruppenzusammenfuehrung und Weg zum Schauplatz des Geschehens mit 1-2 Encountern auf dem Weg), dann war der Abend auch schon rum.
Bei der naechsten Sitzung konnten wir dann gleich in medias res gehen...
- Team Challenge: Anstelle einen "Dungeoncrawl" umfangreich auf Karte usw. durchzuspielen haben wir den als Team Challenge gehandhabt. Die Erklaerung der Mechanismen (die sind aus Burning Wheel entliehen, oder?) und die Entscheidungen der Spieler haben deutlich laenger gedauert als die konkrete Abwicklung des Challenge. (Auch da war die Abwicklung der Ergebnisse etwas komplizierter, das braucht definitiv noch Uebung)
- Tactical Combat: Battlemap und Gegner wurden spontan aufgemalt und aus den "Generals" Regelwerk uebernommen. Da alle Beteiligten einige D&D 4e-Erfahrung hatten ging das recht zuegig und fuer mein Empfinden war der Kampf (obwohl er hoeher angesetzt war als er normalerweise haette sein sollen) recht simpel.

Hat aber allen Beteiligten soweit Spass gemacht (ich habe zumindest kein "spielen wir naechste Woche was anderes?" gehoert ;) ), wenn der SL sich mal in die Regeln reingearbeitet hat und man die Cheat Sheets (die aber durchaus noch Luft nach oben haben) griffbereit hat dann ist das durchaus eine Alternative wenn man mal schnell irgndwas machen will bei dem man sich nicht so riesig vorbereiten muss.

Bei konkreten Fragen, einfach fragen...

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